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WINDOW DRESSING – WAS BRINGT DAS?

Window Dressing ist die Bezeichnung für Aktivitäten sogenannter „institutioneller Investoren“ wie Fonds, Versicherungen und Pensionskassen, die mit gezielten Käufen oder Verkäufen versuchen, ihre Performance zu einem bestimmten Stichtag zu optimieren. Stichtage sind dort in der Regel die Quartalsultimos wie der nun anstehende 31. März. Ziel:

Man will die Anleger halten und darüber hinaus neue gewinnen, wissend, dass die Konkurrenz nicht schläft und ihrerseits natürlich auch versucht, mit einem guten Ergebnis die Kunden zu halten bzw. zu vermehren. Dabei geht es einerseits darum, besser abzuschneiden als die sogenannte „Benchmark“, d.h. der Index, an dem man sich misst. Andererseits aber auch darum, die Entwicklung dieser „Benchmarks“ nach Möglichkeit nicht zu finster aussehen zu lassen. Was bedeutet:

Geht es bergab, versucht man, das Minus im eigenen Fonds so gering wie möglich zu halten und, wenn man dazu gezielt z.B. gut gelaufene Aktien der letzten Monate zukauft, damit auch den Index, z.B. den DAX, ein wenig zu ziehen, um den Anlegern die Lust am Fondsinvestment zu erhalten. Man poliert also sein Schaufenster für die Kundschaft auf, daher der Begriff „Window Dressing“. Und das kann durchaus erfolgreich sein. Wie im Leitartikel oben bereits erwähnt, sieht die Performance des DAX kurz vor dem Quartalsende weit besser aus als noch Mitte Februar, als man fürchten musste, dass dieses erste Vierteljahr fatale Minuszeichen hinterlassen würde.

DER EFFEKT KANN ZEITLICH ENG BEGRENZT SEIN

Der Chart des DAX auf Wochenbasis, in dessen Zeitachse die einzelnen Quartale gut auszumachen sind, zeigt, dass z.B. im dritten und vierten Quartal 2014 vergleichbare Aufholjagden zu einem versöhnlichen Ende eines zuvor schwach begonnenen Quartals führten. Doch die Sache kann einen Haken haben:

Da dadurch viele Käufe speziell auf diesen Stichtag ausgerichtet ist, können solche Bestände zu Beginn des folgenden Quartals schnell wieder abgegeben werden und Druck auf die Kurse erzeugen, wie dies z.B. dann zu Beginn des vierten Quartals 2014 der Fall war. Es sei denn, man hat gute Argumente, um weiter „Gas“ zu geben. Das war Anfang 2015 der Fall, weil man da auf umfassende, neue EZB-Maßnahmen setzte. Diesmal ist die EZB aber mit ihren Aktionen bereits „durch“, daher wäre es ratsam, den Start ins neue Quartal mit Argusaugen zu beobachten!

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