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WAS DIE KURSE WIRKLICH ANTREIBT

Wie oft hatten Sie schon den Eindruck, dass der DAX oder andere Bereiche der Börse gerade in die völlig verkehrte Richtung laufen? So dass Sie das Gefühl bekamen, irgendetwas nicht mitbekommen zu haben und deswegen fieberhaft nach Nachrichten suchten, die diese seltsame Bewegung hätten begründen können – ohne etwas zu finden? Gerade dieser Wochenstart wirkt seltsam. Denn eigentlich sollte der DAX gar nicht zulegen. Eigentlich.

Das Problem, dem wir als Anleger gegenüberstehen, basiert auf einer höchst unguten Konditionierung durch die große Masse der Medien. Denn dort verbindet man immer irgendwelche Daten und Nachrichten mit dem Kursgeschehen, und sei das noch so absurd. Dadurch glauben viele zwangsläufig, dass die Ursache nennenswerter Bewegungen irgendwo in den Nachrichtentickern zu finden sein muss. Aber das ist nicht so.

WIRKT ETWAS ABSURD, IST ES DAS AUCH

Man mag die Medien insofern entschuldigen, als es kaum möglich ist, Hintergründe für Kursbewegungen in einer 30-Sekunden-Schaltung oder einem kurzen Absatz in einer Zeitung oder dem Internet korrekt darzulegen. Weniger entschuldbar ist, dass manch ein Experte das offenbar auch gar nicht könnte, so er es denn wollte. Also macht man „Börse einfach“, indem man nötigenfalls die Fakten einfach auf den Kopf stellt. Nehmen wir den aktuellen Fall:

Der DAX legt zu, obwohl am Wochenende schlechte Daten aus China kamen, der Ölpreis am Montag deutlich fiel und heute Früh sehr schwache Daten zur deutschen Industrieproduktion im März auf den Tisch kamen. Also begründen einige den Anstieg damit, dass ein fallender Ölpreis doch das Wachstum stütze. Und heute stützt Öl, weil es steigt, weil das wiederum andeute, dass das Wachstum zulegt. Und man argumentiert, dass immerhin die Exportzahlen Deutschlands für März über den Erwartungen ausgefallen seien. Da aber in China schon die Daten für April auf den Tisch kamen und die Importe dort deutlich gefallen sind, kann man sich eigentlich denken, dass diese deutschen, einen Monat hinterherhinkenden Daten bei der Veröffentlichung der Daten des April in vier Wochen schon wieder negativ sein werden. Diese Begründungen können doch nicht richtig sein?

Steigendes Öl ist bullish, fallendes auch? Und „alte“ Daten sind wichtiger als das, was aktuell passiert? Natürlich ist das absurd. So denkt und handelt ja niemand. Und es sind daher natürlich NICHT die Beweggründe, die den DAX nach oben tragen.

WER KURSE BEWEGEN KANN, TUT DAS AUCH

Jeder von uns hat seine individuellen Gründe, warum er kauft oder verkauft. Und das haben auch diejenigen, die bei großen Fonds, Hedgefonds oder Versicherungen über gewaltige Positionen gebieten. Stellen Sie sich vor, Ihr Depotwert läge bei fünf oder sechs Milliarden. Sie hätten die Möglichkeit, zehn oder zwanzig Prozent davon auch in Derivaten wie dem DAX Future einzusetzen. Ihr gewaltiges Depot ist auf steigende Kurse fixiert. Und Sie sehen, siehe der Chart des DAX im „Marktüberblick“, dass der DAX droht, wichtige Unterstützungen zu durchbrechen, dabei aber keine rechte Dynamik entwickelt. Was würden Sie tun?

Sie haben die Wahl, Teile ihrer Aktien zu verkaufen, um ihr Depot nicht zu sehr fallenden Kursen auszusetzen. Oder Sie versuchen, mit Käufen, ggf. eben auch mit dem starken Hebel über den DAX Future, die Kurse nach oben zu bewegen. Sie und ich haben eher keine fünf, sechs Milliarden im Depot. Aber solche „großen Adressen“ gibt es, die den DAX bewegen können. Und wenn der Verkaufsdruck und der Umsatz nicht zu groß sind – und das waren sie in den letzten Tagen nicht – dann versucht man dort natürlich, die Kurse wieder nach oben zu bekommen, indem man entschlossen kauft.

Denn es sind am Ende eben die Veränderungen im Verhältnis der Käufe zu den Verkäufen, die die Kurse bewegen und nicht die Nachrichten. Auf letztere können die Anleger reagieren, aber sie müssen nicht. Meist ist es die eigene Position, die man verteidigt. Und das bewegt die Kurse momentan nach oben. Was einleuchtend und alles andere als kompliziert ist. Und dann lässt sich daraus auch eine taugliche Schlussfolgerung ziehen, siehe unsere DAX-Analyse im „Marktüberblick“.

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