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Warum zieht die Wall Street den DAX nicht?

Die Optimisten beginnen langsam zu verzweifeln. Die großen US-Aktienindizes haben die „Beule“ durch den überraschenden Ausgang des EU-Referendums in Großbritannien aufgeholt – und der DAX fällt einfach weiter. Wieso zieht die US-Börse diesmal nicht – und würde sich das ändern, wenn die dort ja nahe liegenden, bisherigen Allzeithochs überwunden würden?

Ersteres liegt daran, dass viele große Adressen nun sehr deutlich zwischen den beiden Anlageräumen unterscheiden, seitdem die EU durch das Referendum, aber nicht zuletzt auch durch den danach folgenden Streit wirkt, als würde sich vor allem der Aspekt der Solidargemeinschaft des Staatenverbunds in der Tat langsam auflösen. Die Berichterstattung zum Thema EU und Großbritannien ist zwar hierzulande so, dass man die EU als ungebrochen solide und Großbritannien auf dem Weg der Rezession darstellt. Aber diese Sicht wird außerhalb Europas keineswegs einheitlich geteilt.

Dort sehen Investoren die Perspektiven der europäischen Wirtschaft gefährdet und steigen im EU-Raum aus. Die Wall Street hingegen ist von diesem Problem nur geringfügig und zum Teil sogar im positiven Sinne betroffen. Denn schwächelt einer der wichtigsten Konkurrenten im Kampf um die Exportanteile, kann das den US-Unternehmen nur recht sein. Dort sieht man somit keinen Grund, auszusteigen, was aber DAX & Co. momentan eben nicht hilft.

Denkbar wäre schon, dass die Euro-Börsen zumindest einen kräftigen Sprung machen, wenn neue Rekorde in den USA eine psychologische Sogwirkung entfalten. Aber der hier mit abgebildete Langfrist-Chart des marktbreiten Standard & Poor’s 500 (S&P 500) zeigt, wie oft die US-Indizes in den letzten Monaten schon an ihre bisherigen Rekordhochs herangelaufen sind, ohne diese überwinden zu können. Der Grund:

Allzu rosig sieht die Lage für die US-Wirtschaft auch nicht aus. Und auch, wenn das kein entscheidendes Problem ist: Eine EU in Schwierigkeiten würde dennoch über verminderte Exporte nach Europa hemmend auf das US-Wachstum wirken, das keineswegs so solide ist, wie dies seitens der US-Notenbank dargestellt wird. Was dazu führt, dass es zwar bislang immer wieder gelingt, Abwärtsschübe der US-Indizes aufzufangen. Aber im Bereich über 2.100 Punkten beim S&P 500 oder über 18.000 Punkten setzten bislang immer wieder Gewinnmitnahmen ein.

Ohne eine nennenswerte Aufhellung der Wachstumsperspektiven oder einen starken, export-fördernden Abwärtsschub des US-Dollars zu den anderen wichtigen Weltwährungen ist es eher unwahrscheinlich, dass es in nächster Zeit zu einem solchen „Anschub“ von DAX & Co. durch neue Rekorde in den USA kommt.

 

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