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WARUM DER DAX AUSGERECHNET JETZT STEIGT

Mit einem erneuten Kurssprung zur Eröffnung schoss der DAX am Morgen über 10.000 Punkte. Damit stand er da höher als unmittelbar nach der Bekanntgabe der EZB-Maßnahmen. Höher also als zu dem Zeitpunkt, als die Notierungen plötzlich drehten und, wenn man die abendlichen Kurse des DAX Future einberechnet, um 600 Punkte einbrach. Damit hat der DAX seit Donnerstagmittag, als er vor dem EZB-Entscheid bei 9.750 Punkten notierte, in weniger als zwei Handelstagen eine Strecke von 1.500 Punkten zurückgelegt. Das ist alles, nur nicht normal.

EZB-RALLYE IM ZWEITEN ANLAUF?

Natürlich sucht man sofort nach Gründen, die eine derart ungewöhnliche Volatilität verursachen. Und landet im ersten Moment bei den Landtagswahlen. Allerdings kommen da nun keine Antworten. Selbst ausländische Investoren können nicht glauben, dass diese Ergebnisse einen richtigen Schritt in Richtung einer neu belebten Wirtschaft seien. Denn „Wahlsieger“ ist eine Partei, die das bestehende Konstrukt der Eurozone sprengen will. Selbst wer glaubt, dass das eine gute Idee sei, würde erkennen, dass das erst einmal einen tiefen Sturz bedeuten würde, bevor eine alternative Struktur in Europa entstehen könnte. Ein Grund, gleich zur Eröffnung quasi „bestens“ zu kaufen, kann das also nicht sein.

Man forscht weiter und findet Aussagen der japanischen Notenbank ohne Relevanz und am Wochenende veröffentlichte Konjunkturdaten aus China, die klar unter den Erwartungen ausgefallen waren. Aber man findet auch Vorlagen von der Wall Street. Dort waren die Kurse am Freitag kräftig gestiegen. Wobei man dies als Reaktion auf die gestiegenen Kurse in Europa wertete. Und damit wären wir wieder am Anfang. Denn wäre der Kurssprung heute Morgen nur die Verlängerung des Kurssprungs des Freitags, bleibt die Frage, warum da nach dem Abverkauf am Donnerstag, als DAX & Co. aus dem Plus dynamisch ins Minus drehten, plötzlich eine solche Rallye entstand? Also doch, wie in den Medien herumgereicht, nur eine Reaktion auf die EZB?

HEXENTANZ BEGINNT OFT SCHON FRÜH

Dann hätte es den 600-Punkte-Kursrutsch am Donnerstag ja nicht geben müssen. Und die Aussagen nebst den daraus abzuleitenden Konsequenzen der EZB waren hinreichend klar, um da nicht erst einmal planlos aussteigen, eine Nacht darüber schlafen und dann mit allem, was da ist, wieder einsteigen zu müssen. Man kann es drehen und wenden, wie man will, es findet sich keine Logik hinter diesen Bewegungen, es sei denn, man erinnert sich, dass am Freitag nun ein großer Verfalltermin an den Terminbörsen stattfindet.

Dass solche Abrechnungstermine, gerade bei einem „großen“ Verfalltermin, bei dem auch die Futures abgerechnet werden, für extreme Volatilität sorgen, weiß man. Und es ist in den letzten Jahren normal geworden, dass die Bullen und Bären am Terminmarkt ihre Gefechte nicht am, sondern vor diesem Termin austragen. Dass dieses Ringen schon gut eine Woche vorher beginnt, ist normal. Und immer dann, wenn die Kurse scheinbar unerklärliche Sprünge machen ist es ratsam, sich an den Verfalltermin zu erinnern statt zu versuchen, eine Logik zu erzwingen, die es nicht gibt. Was aber auch bedeutet:

Diese Rallye heute Vormittag könnte durchaus einen „vorübergehenden Charakter“ haben, weil sie vor allem auf diesen Freitag abzielt und nicht auf die Zeit danach.

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