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VORSICHT, HEISSES EISEN

Es sieht auf den ersten Blick so aus, als könne man mit Trading beim Ölpreis spielend leicht eine Menge Geld verdienen. Aber was da momentan vor sich geht, ist ein heißes Eisen. Da dürften sich seit einigen Tagen und Wochen zahllose Akteure die Finger verbrennen. Es ist schon richtig, dass es dort ungewöhnlich starke Impulse gibt. So wie gestern, als der Kurs von Rohöl Brent am Ende über acht Prozent höher stand. Und das hatte sogar eine charttechnische Basis, an der man sich hätte orientieren können, nämlich eine markante, doppelte Unterstützung knapp über 32 US-Dollar.

Aber dass da die Charttechnik so sauber mitspielt, ist eher die Ausnahme. Und die Sprünge innerhalb eines Tages sind immens. So groß, dass man leicht immer wieder mit einem Verlust ausgestoppt würde. Und ohne Stoppkurse zu arbeiten wäre bei solch einem schwankungsintensiven Asset, wie es Rohöl momentan ist, fatal. Doch der eigentliche Grund, weshalb Rohöl derart riskant ist, liegt in einem ganz anderen, ungewöhnlichen Aspekt:

ROHÖL ALS HEBEL DES AKTIENMARKTS

Der Kurs wird instrumentalisiert, um die Aktienmärkte zu beeinflussen. Das klingt im ersten Moment absurd. Aber im Moment gelingt das. Denn die extremen Impulse bei Rohöl haben die Aufmerksamkeit aller Marktteilnehmer auf sich gezogen. Und grundsätzlich ist es ja schon richtig, dass fallende Ölpreise auf eine nachlassende Weltwirtschaft hindeuten – schlecht für Aktien – und steigende Ölpreise eine anziehende Nachfrage und damit mehr Wachstum bedeuten würden – gut für Aktien.

Natürlich wechselt die Tendenz der Weltwirtschaft nicht im Rhythmus der Schwankungen am Ölmarkt, also alle paar Stunden oder gar Minuten. Aber einmal in den Bann gezogen, folgen sehr viele Trader diesen „Vorgaben“ des Ölpreises. Und das führt dazu, dass große Spieler am Terminmarkt Rohöl nun als Werkzeug benutzen, um die Aktienmärkte zu beeinflussen. Denn der Ölmarkt ist weitaus „enger“, d.h. mit weniger Kapitalaufwand über die Futures zu bewegen als die Aktienmärkte. Also schiebt und drückt man bei Rohöl, wenn man bei DAX und Dow etwas bewirken will. So geschehen auch gestern. Ja, es ging auch um die Verteidigung der Unterstützung um 32 US-Dollar. Aber:

NUR SCHAUEN, NICHT ANFASSEN

Es war keineswegs ein Zufall, dass Rohöl nach eigentlich bearishen Lagerbestandsdaten zuerst nachvollziehbar abrutschte, dann aber wie eine Rakete stieg. Denn genau in diesem Moment war der DAX nahe an die Tiefs von August, September und Januar gelaufen. Genau in diesem Moment hatten Dow Jones und S&P 500 immens wichtige Unterstützungslinien erreicht. Die plötzliche Rallye bei Rohöl bewirkte, dass die Aktienindizes wieder nach oben drehten – im genau richtigen Moment.

Das ist der Grund, warum wir hier über ein zu heißes Eisen reden. Denn man müsste nicht nur die eigentlichen charttechnischen und fundamentalen Aspekte, die für Rohöl gelten, im Auge haben, sondern auch vorab ahnen, wer wann womöglich den Ölpreis benutzt, um die Aktienmärkte zu beeinflussen. Daraus entstehen blitzschnelle Richtungswechsel und massive, in Dauer und Reichweite aber nicht greifbare Impulse, die man als normaler Investor nicht eingrenzen kann. Es gibt momentan nahezu überall hochspannende Möglichkeiten für erfolgreiches Trading, es muss ja nicht unbedingt Rohöl sein. Dort gilt aus unserer Sicht zumindest im Augenblick: Nur schauen, nicht anfassen!

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