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Von wegen „Wahl gelaufen“!

Genau heute in vier Wochen fndet die US-Präsidentschaftswahl statt. Eine Wahl, die immense politische und wirtschaftliche Konsequenzen nach sich ziehen kann. Das größere Risiko, weil nicht berechenbar, ist Donald Trump, da ist man sich einig. Aber auch Mrs. Clinton scheint nicht ohne zu sein und könnte so manchem eine Überraschung bereiten. Aber sie gilt als das deutlich geringere Übel. Und die jüngsten Veröfentlichungen von Trumps sexistischen Äußerungen bei verschiedensten Gelegenheiten und seine schwachen Vorstellungen bei den ersten beiden TV-Duellen lassen manchen Kommentator verkünden:

Die Wahl ist gelaufen. Aber ist sie das wirklich? Noch hat Clinton keinen ausreichenden Vorsprung. Noch sind zu viele US-Bürger laut Umfragen unentschlossen. Zu früh also um eine solche Aussage trefen zu können. Und das US-Wahlsystem ist tückisch. Warum?

Weil das System aus dem 18. Jahrhundert stammt und den damaligen Notwendigkeiten entspricht. Traditionen zu wahren ist ja nett. Aber muss man an einem System kleben, das dazu führen kann, dass jemand Präsident wird, der weniger Wählerstimmen erhalten hat als sein Gegner? Denn das kann nicht nur passieren, es ist schon passiert, im Jahr 2000, als George W. Bush gegen Al Gore gewann, obwohl er weniger Stimmen hatte. Aber wie kann so etwas passieren?

Früher clever, heute Unfug: Das Wahlmänner-System

Versetzen wir uns in die USA Ende des 18. Jahrhunderts. Auch, wenn das Land damals aus weniger Staaten bestand, der Westen unerschlossen war: Das Land war riesig. Keine Transportwege, keine Kommunikationskanäle. Trotzdem mussten alle ihren Präsidenten wählen können. Was tat man? Man hielt die Wahlen nach Bundesstaaten getrennt ab. Dann wurden die einzelnen Staaten getrennt ausgezählt. Und weil man da eben nicht schnell eine Email nach Washington schicken konnte, wurden Männer entsandt, die das Ergebnis meldeten und zugleich für den Kandidaten, der in ihrem Staat gewonnen hatte, stimmen sollten, wenn die Wahl an sich (Electoral College genannt) stattfand. Denn erst diese Wahlmänner sind diejenigen, die den Präsidenten dann wirklich wählen.

Im ersten Moment könnte man denken, dass da nur eine Zwischenstation existiert. Dass trotzdem das Walergebnis der Bevölkerung ziemlich genau abgebildet sei. Nun, das ist meist so. Aber nicht immer – und theoretisch kann es sogar extrem werden:

Antikes Wahlsystem mit schweren Mängeln

Die Zahl der Wahlmänner bestimmt sich für jeden Staat nach dessen Bevölkerungszahl im Verhältnis zur US-Gesamtbevölkerung. Ein Staat hat mindestens drei, im Fall Kaliforniens aber 55 Wahlmänner (insgesamt 538). Um mehr als die Hälfte der Wahlmänner zu erreichen, würden die elf bevölkerungsreichsten Staaten reichen. Würde also ein Kandidat nur die gewinnen und in allen anderen Staaten keine Stimme bekommen, würde er Präsident. Nun stellen diese elf Bundesstaaten zwar etwa 55-57 Prozent der US-Bevölkerung, aber Achtung: In diesen Staaten würde es ja auch reichen, wenn nur 51% der Wähler für diesen Kandidaten stimmen, dann bekommt er alle Wahlmänner. Rechnerisch kann also jemand Präsident werden, für den nur 28% der US-Bürger gestimmt haben!

Wenn man bedenkt, wie große Auswirkungen es haben wird, wer ab Januar 2017 im Weißen Haus sitzt, ist es erstaunlich, dass die Börsen so gelassen bleiben. Aber das ist so, weil man glaubt, Clinton habe die Wahl in der Tasche. Wer aber dieses überkommene Wahlsystem verstanden hat, bleibt extrem vorsichtig und erinnert sich bzgl. „gelaufener Abstimmungen“ an das Referendum in Großbritannien!

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