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US-NOTENBANK SORGT FÜR LANGE GESICHTER

Normalerweise enthält das Protokoll der letzten US-Notenbanksitzung (auch „Fed“ für „Federal Reserve Bank“ genannt), das immer genau drei Wochen nach der letzten Zinsentscheidung veröffentlicht wird, keine umwerfend neuen Erkenntnisse. Denn was die „Fed“ kommunizieren will bzw. an Maßnahmen beschließt, wird immer sofort nach Sitzungsende in einem Statement veröffentlicht, oft hält die Fed-Chefin Janet Yellen direkt danach auch noch eine Pressekonferenz ab, in der Journalisten Antworten auf offen gebliebene Fragen erhalten. Doch dieses Protokoll war ein wenig anders: Diesmal gab es in der Tat Überraschungen. Und für die US-Anleger waren das keine „good news“.

ZINSERHÖHUNG IM JUNI?

Es stand zwar das Wort „wenn“ dabei. Aber es klang, als wäre es beschlossene Sache: Eine der entscheidenden Passagen des Protokolls sagte sinngemäß aus, dass man die Leitzinsen, die sogenannte Fed Funds Rate, in der kommenden Sitzung Mitte Juni erneut anheben werde, wenn die bis dahin noch einlaufenden Konjunkturdaten die aufwärts weisende Tendenz der US-Konjunktur, insbesondere eine Stärkung des Arbeitsmarkts und eine kontinuierliche Entwicklung der Inflationsrate in Richtung des von der Notenbank erwünschten Zielkorridors um zwei Prozent, bestätigen sollten.

Nun war zwar das Bruttoinlandsprodukt-Wachstum im ersten Quartal minimal (+0,5 Prozent wurden da in der ersten Berechnung ausgewiesen, das ist aber eine aufs Jahr hochgerechnete Zahl, d.h. de facto entspräche das einem Wachstum von 0,125 Prozent zum 4. Quartal 2015). Aber die Tendenz war im März besser geworden, auch die ersten Daten für den April, die die „Fed“ damals schon hatte, wiesen eine steigende Tendenz auf. Und gerade zu Wochenbeginn hatten eine gestiegene Industrieproduktion und eine weisende US-Baubeginne im April gezeigt, dass diese Prämisse der US-Notenbanker momentan erfüllt wäre. Eine solche Zinsanhebung wäre also durchaus realistisch, zumal:

EINGE SEHEN GROSSEN NACHHOLBEDARF

Einige Mitglieder des Offenmarktausschusses, des Entscheidungsgremiums der US-Notenbank, hatten betont, dass die normalerweise von der „Fed“ benutzten Rechenmodelle, die ein der Gesamtlage entsprechend korrektes Niveau der US-Leitzinsen anzeigen, für die momentan herrschenden Bedingungen ein viel höheres Zinsniveau als „korrekt“ ausweisen. Man sei also mit der Anpassung des Leitzinsniveaus aus dieser Warte heraus heftig im Hintertreffen.

Das mussten die US-Akteure erst einmal verdauen. Ob und wie dieser Verdauungsprozess sich vollzieht, muss sich indes erst noch herausstellen. Immerhin gelang es, die erste, sehr negative Reaktion gestern zum US-Handelsende etwas abzufangen und zu verhindern, dass Dow Jones und S&P 500 am Ende im Minus schlossen (wobei vor dem Protokoll ein deutliches Plus zu Buche stand). Aber da morgen ein Verfalltermin an den Terminbörsen ansteht, ist nicht klar eingrenzbar, in wie weit die Operationen großer Akteure am Terminmarkt mit Blick auf das Abrechnungsniveau der Optionen auf die Aktienindizes da für Druck oder aber für Unterstützung sorgten. Der Start in die kommende Woche wird somit weitaus wichtiger als das Auf und Ab, das wir zur Stunde sehen, denn dann ist die unsichtbare Hand des Terminmarkts nicht mehr so unmittelbar im Spiel!

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