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US-NOTENBANK-CHEFIN SORGT FÜR SCHWUNG

Das war schon eine Überraschung. Schon in ihrem letzten Statement am 16. März hatte sich die US-Notenbank überraschend „friedlich“ gezeigt, als sie die sogenannte „Fed Funds Projection Rate“, die eigene Leitzinsprognose, für das laufende Jahr um einen halben Prozentpunkt senkte und damit andeutete, dass man die Leitzinsen weniger schnell bzw. weniger deutlich als vorher angepeilt erhöhen wolle. Gestern setzt die Chefin der US-Notenbank, Janet Yellen, noch einen drauf.

NOCH MEHR „TAUBE“ GEHT NICHT

In einer Rede betonte sie die tendenziell schwache Weltwirtschaft und leitete daraus ab, dass die US-Notenbank sich eventuelle weitere Leitzinsanhebungen sehr genau überlegen würde. Darüber hinaus sprach sie erstmal zwischen den Zeilen an, dass man diese jahrelang diskutierte und dann endlich im Dezember vollzogene Mini-Zinsanhebung um 0,25 Prozent womöglich auch zurücknehmen könnte.

Dies wurde dadurch erkennbar, dass sie im Zuge ihres Statements laut darüber nachdachte, dass man im Fall einer Senkung der Leitzinsen auf null danach noch genug weitere Instrumente hätte, um handlungsfähig zu bleiben. Dass sie dabei Stützungskäufe am Anleihemarkt als Option anführte (Quantitative Easing), negative Leitzinsen aber nicht, war ebenfalls Basis großer Erleichterung.

Die zuletzt einzige der wirklich großen Notenbanken, die sich als Hardliner (Falke) mit der Tendenz zu Zinserhöhungen dargestellt hatte, wandelt sich so in relativ kurzer Zeit zu einer Taube, sprich schließt sich dem „weichen“, expansiven Kurs der anderen Notenbanken teilweise an.

UNKRITISCHE REAKTION VOR DEM QUARTALSULTIMO

Dass ein solcher, relativ zügiger Kurswechsel Gründe haben muss, wurde seitens der Marktteilnehmer am gestrigen Dienstagabend schlicht nicht hinterfragt. Dass die US-Notenbank nun doch noch „bekehrt“ wird, basiert natürlich auf der Befürchtung, dass das erhoffte/erwartete Wachstum ausbleibt und Gegenmaßnahmen nötig sind. In einem normalen Umfeld hätte dieser Umstand womöglich schwerer gewogen als die Aussicht auf doch noch für längere Zeit niedrige Zinsen. Denn ein Aktienmarkt, der sich ohne die Perspektive substanziellen Wachstums ohnehin schon wieder nahe an seine Allzeithochs herangeschoben hat, ist höchst anfällig.

Dass ausschließlich die bullishe Fraktion am Abend das Geschehen bestimmte, dürfte vor allem an dem morgen anstehenden Quartalsende und dem damit verbundenen, an dieser Stelle ja schon erläuterten Window Dressing gelegen haben. Dow Jones und S&P 500 hatten vor Mrs. Yellens Kommentaren mit dem Niveau des Jahresendes gerungen. Ob es gelingen würde, die beiden wichtigsten US-Indizes wie erhofft zum 31. März tatsächlich gegenüber dem Schlussstand 2015 ins Plus zu ziehen, war noch nicht sicher. Mit dieser Rede hat die US-Notenbank-Chefin den Bullen geholfen, dieses Ziel zu sichern. Was aber im Umkehrschluss bedeutet:

Es darf nicht ausgeschlossen werden, dass eine negative Reaktion auf die zunehmende Sorge der Notenbank hinsichtlich des Wachstums nach diesem Stichtag, also im neuen Quartal, nachgeholt wird.

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