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Schock: Amazon versagt im Online-Handel

Ich nehme es gleich vorweg: Die Grundstimmung am Aktienmarkt bleibt positiv. Es gibt allerdings einige Einschränkungen. Aber der Reihe nach: In der vergangenen Woche kam der DAX erneut erfreulich voran und schaute sogar vorübergehend über die Marke von 11.000 Punkten. Gegen Ende der Woche ging dem europäischen Aktienmarkt allerdings die Puste aus. Die US-Märkte starteten zunächst ebenfalls verheißungsvoll, verloren allerdings am Freitag alle Wochengewinne.

Das läuft schief. In den USA rollt nun eine historische Insolvenzwelle an. Für die Modekette Neiman Marcus erwarten die Investoren jeden Tag den Insolvenzantrag. Der Fracker Diamond Offshore Drilling hat bereits aufgegeben. Und es kommt noch schlimmer: Wahrscheinlich schon nächste Woche wird der Autovermieter Hertz Antrag auf Insolvenz stellen. 10.000 Mitarbeiter hat man in den USA bereits ausgestellt. Das reicht offenbar nicht.

Im Grundsatz waren solche Nachrichten erwartbar und hätten die Investoren nicht zwingend beeindrucken müssen. Als dann aber in der letzten Woche die Tech-Giganten Amazon und Apple versagten, wechselten viele Investoren auf die Verkäuferseite.

Einige Infos für Sie: Die großen 5 – Microsoft, Alphabet, Facebook, Amazon und Apple – machen 20 % der Marktkapitalisierung des S&P 500 aus und geben damit an der US-Börse letztlich den Takt vor. Und wenn die Taktgeber versagen, tut sich der Rest des Marktes schwer. Ich bezeichne solche Player auch als Leuchtturm-Unternehmen.  

Geschäfte in diesen Zeiten sind teuer und bringen kaum Gewinn 

Zu Amazon: Im Grundsatz waren die Zahlen des Internet-Unternehmens durchaus gut. So steigerte man den Umsatz in einer üblicherweise eher schwachen Saison um 26 %. Natürlich, alle Welt bestellte aus der Quarantäne online. Und so stellte das US-Unternehmen 175.000 neue Mitarbeiter ein, um der Flut der Online-Bestellungen Herr zu werden. In der Folge explodierten die Kosten für die Logistik (+49 %) und der Gewinn schrumpfte um 29 % und blieb fast 1 Milliarde US-Dollar unter den Erwartungen des Marktes. Das war nicht der Plan.

Auch Apple riss uns nicht vom Hocker. Man schaffte ein kleines Gewinnwachstum bei konstantem Umsatz. Und das ist aller Ehren wert, schließlich musste das Unternehmen weltweit zahlreiche eigene Shops aufgrund der Pandemie zwischenzeitlich schließen. Trotzdem steigerte man den Gewinn je Aktie von 2,46 auf 2,55 US-Dollar. Eine ganz reife Leistung!

Freilich ist man in der Unternehmensführung nicht der Meinung, dass man an diese Leistung im laufenden Quartal anknüpfen wird. Man sieht große Unsicherheiten und verzichtete gleich auf einen Ausblick. Solche Botschaften mögen Investoren natürlich gar nicht. Folglich schrumpfte der schöne Wochengewinn nach Veröffentlichung der Zahlen von über 5 auf rund 2 % zusammen. Schade!

Nun, Pessimist bin ich noch lange nicht. Freilich erkenne ich, die erste Erholungsphase haben wir nun hinter uns gebracht. Dabei erkennen wir, dass die Pandemie schon noch wirkt. Die realwirtschaftliche Erholung hingegen sehen wir noch nicht. In dem Sinn gilt: Kurzfristig üben wir uns in Bescheidenheit und kaufen zunächst nur noch vorsichtig und mit Augenmaß zu.

Mit freundlichen Grüßen,

Alexander von Parseval

Analyst und Vermögensberater

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