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ROHÖL RÜCKT WIEDER IN DEN FOKUS

In neun der letzten zehn Wochen sind die Lagerbestände von Rohöl in den USA gestiegen. Und teilweise in einer sonst selten gesehenen Größenordnung. Aber in diesen letzten zehn Wochen ist der Ölpreis (hier im Chart Rohöl Brent, die für uns in Europa wichtigste Rohöl-Sorte) zugleich um 50 Prozent gestiegen, statt zu fallen. Gut, rechnet man von oben, von den Hochs aus dem Frühjahr 2014, wirkt diese Aufwärtsbewegung dennoch winzig. Aber diese Divergenz von immer weiter steigenden Lagerbeständen und zugleich eben nicht fallenden, sondern steigenden Kursen ist dennoch auffällig. Der Grund ist eigentlich recht einfach:

Der Ölpreis wird nicht von der unmittelbaren Veränderung von Angebot und Nachfrage bestimmt, sondern von kurzfristiger Spekulation. Spekulation, die entweder darauf ausgerichtet ist, was passieren könnte oder die sich gleich ganz von den Rahmenbedingungen löst und rein charttechnisch agiert. Das erklärt auch, warum z.B. vor drei Wochen, als diese Lagerbestände unverhofft um über zehn Millionen Barrel in nur einer Woche angestiegen waren, kurz nach diesen Daten eine Rallye aufkam und kein Kursrutsch.

AN ENTSCHEIDENDEN UNTERSTÜTZUNGEN

Dass genau das auch gestern passieren würde, darauf haben wohl nicht wenige Trader am Ölmarkt gesetzt. Denn mit 9,35 Millionen Barrel war der gestern Nachmittag veröffentlichte Anstieg der US-Lagerbestände erneut weit über den Prognosen ausgefallen. Aber diesmal blieb die Rallye aus, Rohöl Brent fiel, ebenso wie die US-Sorten, ohne, dass ein Turnaround aufgetaucht wäre. Damit wird es aus charttechnischer Sicht nun spannend: Das könnte womöglich tatsächlich das vorläufige Ende der Rallye seit Mitte Januar sein.

Sie sehen im Chart, dass Brent genau auf Höhe des 50 Prozent Fibonacci-Retracements (diese Fibonacci-Levels hatten wir am Montag erläutert) der Abwärtsbewegung von Oktober bis Januar gestoppt wurde. Jetzt neigt sich der Kurs dem 38,2 Prozent-Retracement zu, das nun als Unterstützung fungiert und um 39,40 US-Dollar mit der 20-Tage-Linie eine Kreuzunterstützung bildet. Sollte diese Unterstützung auf Schlusskursbasis brechen, wäre der Weg Richtung 37 US-Dollar frei. Und diese Linie bei 37,00 US-Dollar stellt die Scheidemarke zwischen einem grundsätzlich noch bullishen und einem wieder bearishen Szenario dar. Fiele sie, könnte es für Rohöl Brent schnell wieder Richtung 28/30 US-Dollar nach unten gehen.

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