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Reine Kopfsache

Die Reaktion der Marktteilnehmer auf die Entscheidungen und Aussagen der EZB waren extrem. So extrem, dass dem weniger aufmerksamen Beobachter der Gedanke gekommen sein mag, der EZB-Rat habe versehentlich die Leitzinsen angehoben. Aber im Gegenteil: Die EZB hat durchaus gehandelt. Nur nicht so, wie es mehrheitlich erwartet wurde.

Man senkte den Einlagensatz von -0,2 auf jetzt -0,3 Prozent. Die Banken, die ihr Geld bei der EZB parken wollen, statt es arbeiten zu lassen, müssen also ab jetzt noch höhere „Strafzinsen“ berappen. Und man verlängerte die Rahmenlaufzeit der Anleihekäufe von September 2016 auf März 2017. In der Tat blieb die unmittelbare Aufstockung des Anleihekaufvolumens von aktuell 60 auf 75 oder 80 Milliarden Euro aus. Aber die Betonung liegt auf „unmittelbar“. Denn Mario Draghi betonte in der Pressekonferenz, dass man jederzeit imstande und bereit sei, weitere Maßnahmen vorzunehmen, wenn dies geboten wäre.

Das hätte die Akteure durchaus positiv stimmen können. Erstens wurde so klar, dass ein höheres Kaufvolumen nicht aus der Welt ist. Zweitens wurde damit die Botschaft gesendet, dass die Prüfung der Gesamtlage gezeigt hat, dass die Konjunkturlage bzw. deren Perspektiven für die Eurozone gut genug seien, um von einer solchen Maßnahme noch Abstand nehmen zu können. Im Gegenteil, damit hat Draghi ja die sonst höchst effektive Perspektive in den Raum gestellt, dass da in nächster Zeit womöglich „noch was kommt“.

In diesem Licht betrachtet hätte sich wohl kaum jemand gewundert, wenn der DAX auf Basis dieser vorstehenden Argumente kräftig zugelegt hätte, statt an diesem Tag 400 Punkte zu fallen. Dass es anders kam, war „reine Kopfsache“ und eine ganze Menge „Börsenmechanik“.

Je schneller die Kurse sich bewegen – und an solchen Terminen bewegen sie sich sehr schnell – desto mehr machen die Kurse die Nachrichten statt umgekehrt. Die erste Reaktion war negativ. Und sie fiel so vehement aus, verstärkt durch Verkäufe der rein technisch agierenden Daytrader und computergesteuerten Handelsprogramme, dass diejenigen, die die Ruhe bewahrten und sehr wohl erkannten, dass man hier völlig irrational reagierte, entweder vom Volumen der bearishen Akteure überrannt wurden oder sich klugerweise bedeckt hielten, bis der unmittelbare Verkaufsdruck vorüber war. Der hielt indes den ganzen Tag über an, weil die Medien ihre Sicht der Dinge von den fallenden Kursen leiten ließen und die EZB-Entscheidung als negativ darstellten … und weil die US-Börsen, ebenso vor allem durch die rein technisch fokussierten Akteure dominiert, den schwachen Vorgaben aus Europa folgten und die Kurse bei DAX & Co. auch noch am Abend weiter unter Druck setzten.

Dass man hier überreagiert hatte, wurde vielen Investoren bereits am Freitag klar. In den USA, wo als Konsequenz des nach der EZB-Entscheidung haussierenden Euro der US-Dollar markant fiel, was für die US-Unternehmen ein Segen war, wurden die Verluste des „EZB-Tages“ mehr als aufgeholt. Auch in Europa versucht man nun, wieder zu einer gelassenen und damit tendenziell positiven Sichtweise zu finden (Chart: Euro Stoxx 50), was bedeutet: Die Chance für „bullishe Weihnachten“ ist noch vorhanden!

 

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