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Nicht ungefährlich: Nasdaq 100 vor historischer Marke

Manchem mag es gar nicht mehr bewusst sein, aber nur zwei der „großen drei“ unter den US-Indizes haben bisher neue Rekordhochs erreicht. Dem Nasdaq 100 fehlen noch zwei Prozent. Und seine vorherigen Rekorde markierte er nicht im Frühjahr 2015. Sondern vor sage und schreibe über 16 Jahren, im Frühjahr 2000. Damals, als die sogenannte „DotCom-Blase“ platzte.

Dieser Chart auf Monatsbasis zeigt, wo der Index herkommt. Bei 4.816 Punkten stand der Verlaufsrekord im März 2000, als der Index plötzlich wie ein defekter Fahrstuhl in die Tiefe rauschte. Binnen eines Jahres drittelte sich das Kursniveau in zwei brutalen Verkaufswellen. Warum?

Weil man erkannte, dass die zuvor ausgerufene neue Zeit keine war und man mit dem Glauben, Unternehmensgewinne seien unnötiges Beiwerk und ewiges Wachstum bei allem, was man unter den Begriff „New Economy“ packen konnte, garantiert, daneben lag. Der Witz dabei:

Nicht die Fakten wecken auf, die Kurse sind es

Das hätte durchaus noch eine Zeitlang so weitergehen können. Dass die Blase dann ausgerechnet im März 2000 platzte, nachdem man vorher alle Warnsignale ignorierte, war eher Zufall. Und das, was dann passierte, reine Psychologie: Plötzlich erkannten alle auf einmal all die negativen Aspekte, die man vorher so erfolgreich aus der Wahrnehmung verbannt hatte. Und auf einmal stellte sich die Sichtweise auf den Kopf: Alle wollten rein in die „sicheren“, vorher geschmähten Aktien der „Old Economy“ und raus aus den kurz zuvor noch als ewig steigend angesehenen Technologie-Aktien.

Faszinierend, wie abrupt sich die Sichtweise ändern kann. Und bemerkenswert, dass es dazu keiner Veränderung der Rahmenbedingungen bedarf. Die Panik begann nur, weil schon „alle“ drin waren, erste größere Gewinnmitnahmen nicht auf das nötige Kaufinteresse trafen und die Kurse dadurch zu fallen begannen. Es waren die Kurse selbst, die die Anleger aufweckten, nicht die begleitenden Fakten. Und genau das kann – und wird – immer wieder passieren.

Neue Hochs sind eine Garantie für … nichts

2007/2008 dachte man noch, der US-Immobilienmarkt sei ein Perpetuum mobile. Ein Jahr später waren er und die Aktienmärkte am Boden zerstört. Heute nun ist man sich sicher, dass die niedrigen Zinsen jegliche Wachstumsschwäche werden kompensieren können. Und daher ist man guter Dinge, diese zwei Prozent beim Nasdaq 100, die ihm zum alten Rekordhoch noch fehlen, noch zu schaffen und dann …

… tja, und dann? Kommen dann erst recht die Käufe? Bei Dow Jones und S&P 500 kamen sie nach Erreichen neuer Kursrekorde nicht. Und wenn auch beim Nasdaq 100 nahe der 4.816er-Rekordmarke Gewinnmitnahmen auftauchen, warum sollte es dann, angesichts der keineswegs rosigen geopolitischen und weltwirtschaftlichen Lage, nicht auch zu wieder fallenden Kursen kommen? Wir meinen: Jetzt sollte man nicht gleich bearish werden, weil dergleichen passieren könnte. Aber nun auf der Hut zu sein, statt sich gelassen zurückzulehnen, wäre allemal ratsam!

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