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Nach dem Crash: Sind das jetzt Kaufkurse?

Sich am Freitag ins Getümmel zu werfen, wäre ein Fehler gewesen. Aber wie sieht es jetzt aus? Könnte man einen Fuß in die Tür stellen, diese plötzlich viel niedrigeren Kurse nutzen, um ein paar solide Standarttitel aus dem DAX zuzukaufen?

Manche würden da mit einem klaren „ja“ antworten. Eigentlich sollte ein solcher Kurseinbruch, der z.B. beim Euro Stoxx 50 bislang elf Prozent ausmachte, ja ängstigen. Aber man ist nach all den Jahren, in denen Käufe in fallende Kurse hinein oft funktioniert haben, derart darauf konditioniert, dass Rücksetzer Kaufgelegenheiten sind, dass viele Anleger jetzt automatisch günstige Kurse sehen. Doch genau das ist ein Risiko:

Wenn an der Börse etwas zum Automatismus wird, missachtet man die Tatsache, dass keine Situation der vorherigen wirklich gleicht. Und die, mit der wir uns seit Freitagmorgen konfrontiert sehen, schon mal gar nicht.

Das Kernproblem ist nicht Großbritannien selbst

Welche Konsequenzen hätte der Austritt der Briten denn nun für die Eurozone? Einige tun so, als würde Großbritannien dadurch auf einmal nichts mehr im- und exportieren und dessen Wirtschaft einfach von der Landkarte verschwinden. Was natürlich Blödsinn ist. Dass man dort den Ausgang des Referendums zutiefst bedauert, weil die meisten derer, die für den Ausstieg gestimmt haben, angeblich nur einen Denkzettel verteilen wollten, ist ebenso fragwürdig. Nein, man kann noch nicht absehen, welche Konsequenzen das haben wird, aber zwei Dinge stehen wohl fest:

Erstens wird es Jahre dauern, bis das Land aus dem Vertragsdickicht der EU herausgelöst ist (siehe auch Seite 11) und zweitens ist das gar nicht der entscheidende Punkt. Die Basis der Nervosität sitzt woanders:

Es ist die Furcht, dass andere EU-Mitglieder ebenfalls den Ausstieg versuchen. Erste Ankündigungen sind umgehend aufgetaucht, die EU-Kritiker wittern nun in vielen Ländern ihre Chance. Und genau das wäre für den Staatenverbund fatal:

Eine Dauerdiskussion über den Sinn und Zweck der EU mit Risiko, dass an den „Rändern“ Mitglieder davonlaufen. Das wäre ein Zustand, der die Investitionssicherheit für außereuropäisches Kapital deutlich reduzieren würde – und dann hätte die EU wirklich ein Problem.

Es ist also vor allem die Symbolwirkung dieses Referendums, welche die Kurse unter Druck setzt. Und die würde nur dann überwunden, wenn die Akteure nun mit aller Macht dagegenhalten und so nach außen hin zeigen: Die Börsen können diesen Wirkungstrefer der EU-Gegner verdauen, das Vertrauen ist weiterhin da. Aber kommt es so?

Charttechnik weiterhin die beste Orientierung

Das ist noch ofen. Bereits jetzt Kaufkurse auszurufen wäre gewagt. Besser wäre es, sich als Anleger nicht ganz vorne in die Reihe zu stellen, wenn es darum geht, die Kohlen aus dem Feuer zu holen. Wenn wir uns den Chart des DAX ansehen:

Da sollte man besser die Charttechnik entscheiden lassen. Die am Freitag noch gerettete Supportlinie des DAX um 9.500 Punkte fel am Montag, ebenso die August/September/Dezember-Tiefs bei 9.315 bis 9.338 Zählern. Die bullishe Seite muss beweisen, dass sie wieder die Kraft hätte, solche Charthürden zu bezwingen, dann kann der Startschuss für Käufe mit einem guten Chance/Risiko-Verhältnis fallen. Das abzuwarten, wäre momentan angeraten, denn wie heißt es doch bei den „alten Hasen“? Was billig scheint, kann leicht noch billiger werden.

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