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Mehr Schein als Sein an der Wall Street

Die Aktienmärkte tasten sich vorsichtig nach oben. Die aktuell einlaufenden Konjunkturdaten sind nicht umwerfend, aber eben auch nicht schlecht. Genau dasselbe lässt sich im Saldo über die bisher veröfentlichten Quartalsbilanzen sagen. Und die Notenbanken sehen zu, dass sie nichts tun oder sagen, um diesen Zustand zu gefährden. Denn sie wissen, dass er zerbrechlich ist. Und sie wissen auch, wo momentan das größte Risiko lauert. Nämlich da, wo viele es ganz und gar nicht vermuten: An der Wall Street.

Dort ist es gelungen, eine große, scheinbar ewig dauernde breite Seitwärtsspanne aufzubrechen und neue Rekordstände anzulaufen. Aus rein charttechnischer Sicht ein tadelloses Kaufsignal. Aber es fällt auf, dass sich die Käufe danach – zumindest bislang – in Grenzen hielten. Prozentual betrachtet ist der Dow Jones noch keineswegs signifkant über den alten Verlaufsrekord aus dem Mai 2015 von 18.351 Punkten hinaus gelaufen (siehe Chart auf Wochenbasis). Und das hat nicht nur die vorgenannten Gründe eines eher mageren Wachstums und der fehlenden Perspektive dahingehend, dass hier in Kürze wieder Dynamik auftauchen könnte. Auch die sogenannten „Internals“ sind nicht unproblematisch. Beispiele:

Vier Aspekte, die man im Auge behalten muss

Nur etwas mehr als zwei Drittel der an der NYSE (New York Stock Exchange) gehandelten Aktien notieren aktuell über ihrer 200-Tage-Linie. Das ist für Aktienindizes auf Rekordhoch eher wenig, man sollte meinen, dass dann fast alle Aktien wenigstens über dieser Scheidemarke zwischen mittelfristigem Auf- und Abwärtstrend liegen müssten.

Die durchschnittliche Dividendenrendite der im Dow Jones gelisteten 30 Aktien ist jetzt auf 2,15 Prozent gefallen. Das ist nicht gerade üppig im Vergleich zu der Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen, die momentan um 1,7 Prozent liegt. Einen zwingenden Vorteil wie beim DAX (DAX-Dividendenrendite im Schnitt 3,2 Prozent, Rendite für zehnjährige Staatsanleihen null) haben die US-Aktien also nicht.

Das KGV (Kurs/Gewinn-Verhältnis, siehe auch Seite 11) des Dow Jones ist auf 19,8 gestiegen. Das ist im langfristigen Vergleich sehr hoch. Außerhalb der Rezessionsphase 2008/09 hatte das KGV des Dow Jones zuletzt im Sommer 2005 höher als 20 gelegen. Das Volumen der Börsenkredite, mit denen vor allem professionelle Trader ihre Positionen fnanzieren, hatte 2009 bis 2015 sukzessive neue Rekordlevels erreicht. Nun aber toppt die Kurve, das Volumen der auf Kredit fnanzierten Positionen sinkt, was andeutet, dass die Profs deutlich vorsichtiger werden.

Warnsignale sind keine Short-Signale

All das sind Warnsignale und keine Verkaufssignale. Aber dies in Kombination mit dem Umstand, dass die Wall Street der einzige der großen Aktienmärkte ist, der sich zugleich mit der Möglichkeit steigender Leitzinsen konfrontiert sieht, ist ein Grund, diesen Markt ganz besonders genau im Auge zu behalten … und dass man dort aktuell besonders sorglos zu agieren scheint, ist ein weiterer Grund, genau hinzusehen. Denn bekanntlich ist die Stimmung nahe an einem Hoch am besten.

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