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MediGene: Ausgebrochen – hält das?

Das ist der Ausbruch, der Anstieg über genau die Hürden, die es zu bezwingen galt, um MediGene (ISIN: DE000A1X3W00) aus der wochenlangen Handelsspanne nach oben hinaus zu tragen. Gut, noch ist der Tag längst nicht vorbei, dieses Plus muss also erst einmal halten. Aber auch wenn es hält, steht es nur auf den dünnen Beinchen der wiedererweckten Kursphantasie. Der unmittelbare Auslöser ist nämlich nicht angetan, um einen 15 Prozent-Kurssprung zu rechtfertigen UND dann darauf zu bauen, dass da gleich noch einmal 15, 20 oder mehr Prozent nachfolgen:

Am Montag meldete MediGene, dass man die Partnerschaft mit Bluebird im Bereich der Krebs-Immuntherapie erweitert habe und dies zu einer Einmalzahlung von acht Millionen Euro führe. Richtig ist, dass acht Millionen für ein kleines Unternehmen wie MediGene viel Geld ist. Wenn man sich die Ende März ausgegebene Perspektive für 2018 ansieht, wird das deutlich: Da visierte das Unternehmen einen Umsatz zwischen 7,5 und 9,5 Millionen Euro an, zugleich wurde mit einem Verlust im EBITDA zwischen 21 und 23 Millionen gerechnet. Da verändern acht Millionen viel, keine Frage, aber:

 

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Es bleibt dabei, dass der Beginn der Zeit tiefschwarzer Zahlen noch nicht absehbar ist. Damit ist die Bewertung der Aktie schwierig bis unmöglich, wollte man einen „fairen Wert“ ermitteln. Es ist und bleibt der Grad der Zuversicht der Investoren und die Wahrnehmung der Aktie, die den Trend bestimmt. Und weist der nach oben, beeinflusst das wiederum den Grad des Optimismus. Was heißt:

Der Ausbruch über die Widerstandszone 15,94/16,06 Euro sendet ein Signal, das die Anleger wohl nicht übersehen werden, gibt aus charttechnischer Sicht den Weg in Richtung des bisherigen Jahreshochs bei 19,42 Euro frei. Aber diese Einmalzahlung ist kein Fundament, das stabil genug wäre um konstatieren zu können, dass MediGene sich jetzt auf dieser höheren Ebene festsetzen müsste. Long-Positionen müssen in jedem Fall konsequent abgesichert werden. Und dass diese Aktie markteng und volatil ist und daher eher weite Stop Loss-Absicherungen braucht, sollte man bei der Bemessung der Positionsgröße in jedem Fall berücksichtigen.

 

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