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Infineon: Übertriebene Vorsicht?

Das sieht schon sehr nach Toppbildung aus, was die Infineon-Aktie (ISIN: DE0006231004) momentan zeigt.  Man tut sich schwer, hält sich zurück, weil zum einen die Chiphersteller rund um den Globus derzeit eher abwärts tendieren, aus Angst, dass die schwache Quartalsbilanz von Taiwan Semiconductor beispielhaft für die gesamte Branche sein könnte. Was indes nur eine Befürchtung ist, kein Fakt. Infineons Ergebnis des 2. Geschäftsquartals (des 1. Kalenderquartals, Infineons Geschäftsjahr endet jeweils am 30.9.) steht am 3. Mai, also morgen in einer Woche, an. Da wird man sehen, ob diese Vorsicht berechtigt war. Ungewöhnlich scheint das defensive Verhalten vor allem deswegen, weil die Akteure noch bis Ende Januar genau gegenteilig agiert hatten, keinerlei Risiko wahrnehmen wollten. Aber gerade das ist eben die Crux: Emotionale, hektische Börsen sehen oft derartig extreme Stimmungswechsel. Und man sollte besser nicht einfach unterstellen, dass diejenigen, die bei Infineon jetzt gerade verkaufen, zwingend falsch liegen, denn:

Im Zuge der am 31.1. veröffentlichten Bilanz zum vierten Kalenderquartal 2017 war die Prognose für das Gesamt-Geschäftsjahr 2017/2018 reduziert worden – basierend auf dem zu festen Euro, der den Export erschwert bzw. auf die Gewinnmargen drückt. Infineon hatte das erwartete Umsatzwachstum deutlich von 7-11 Prozent auf nur noch etwa fünf Prozent zurückgenommen, auch die Margen-Erwartung wurde von 17 auf 16,5 Prozent reduziert. Nun hat Infineon da mit einem Euro/US-Dollar-Kurs um 1,25 kalkuliert. Aktuell liegt er um 1,22, das würde den Druck schon etwas mindern. Aber es müsste zu einer echten Wende kommen, unter 1,2090 US-Dollar in Richtung 1,15/1,16 US-Dollar pro Euro, bevor Infineon die Prognosen nennenswert wieder hochfahren könnte.

Hinzu kommt die unberechenbare US-Handelspolitik, die Gefahr, dass eine Kaskade an Strafzöllen den Welthandel behindern und damit auch den Umsatz der Produkte beeinträchtigen könnte, in die Infineons Chips verbaut werden. Vorsicht ist also durchaus geboten. Aber kein Pessimismus, der Anlass gäbe, hier auszusteigen oder Short zu gehen, solange dieser Anschein einer Toppbildung nicht zum Faktum wird, indem die Aktie unter 20,50 Euro schließt. Und kommen „good news“, sei es seitens der US-Zolldrohungen, sei es durch die eigenen Quartalszahlen oder anderer Chiphersteller wie z.B. Intel, die morgen Abend ihre Ergebnisse melden, wäre es die Abwärtstrendlinie bei aktuell 22,50 Euro, die die Aktie zu überbieten hätte, um aus dem derzeit „toppishen“ Chartbild nach oben auszubrechen.

 

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