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IMMER EINE FRAGE DES WILLENS

Krampfhaft wurde vorhin in den Medien nach Gründen gesucht, warum der DAX heute Morgen auf einmal so deutlich in die Knie ging. Und die Verwirrung ist groß: Man findet nichts. Die Wall Street war ja am Montagabend nur geringfügig zurückgekommen. In Japan ging es bergab, dafür aber in Shanghai nach oben. Rohöl war minimal leichter, aber man hatte doch am Montag einen viel deutlicheren Rückgang ignoriert. Und der Euro kam heute Früh sogar leicht zurück. Also?

Ob es vielleicht die Konjunkturdaten waren? Aber da kamen um 8 Uhr nur die deutschen Auftragseingänge der Industrie für Februar auf den Tisch. Die waren zwar um 1,2 Prozent gegenüber Januar gefallen, während man mit einem leichten Anstieg gerechnet hatte. Aber das wäre ja kein Grund, warum neben dem DAX auch der Rest der wichtigen Eurozone-Börsen unter Druck geriet. Und die Einkaufsmanager-Daten (siehe Thema im Fokus) kamen erst, als der DAX schon tief im Minus lag. Ein Mysterium!

DIE KURSE REAGIEREN NICHT, DIE ANLEGER REAGIEREN

Stimmt. Es ist ein unlösbares Geheimnis, solange man in fast allen Medien so tut, als würden die Kurse wie Roboter auf externe Impulse reagieren und immer nur dort nach Gründen sucht. Sicher, so ist es auch einfacher zu erklären. Aber damit wird die eigentlich entscheidende Komponente ignoriert und die meisten Erklärungen für steigende und fallende Kurse zu Unfug. Man ignoriert das, was sich in den Köpfen insbesondere der großen Adressen abspielt: den Willen.

Jeder Anleger kauft oder verkauft nicht wie ein willenloses Etwas, das auf andere Impulse reagiert, sondern mit dem Ziel, Gewinne zu erzielen und Verluste zu vermeiden. Dabei kann eine solche Entscheidung durch die Aktivitäten anderer ausgelöst werden, kann aber auch das Ergebnis eines tagelang laufenden Reifeprozesses sein. Im Fall dieses scheinbar so grundlos in die Knie gehenden DAX kann es z.B. folgendermaßen abgelaufen sein:

Viele Akteure haben gesehen, dass der Index (siehe den Chart in „Märkte im Überblick“) ebenso wie der Euro Stoxx 50 und andere wichtige Eurozone-Indizes in einer Seitwärtsspanne festhängt. Sie haben gesehen, wie es immer wieder misslang, deren obere Begrenzung zu durchbrechen. Man bekommt also den Eindruck: Hier ist ein Deckel drauf. Ob sie nun mittelfristig agieren oder kurzfristige Trader sind: Dadurch reift die Überlegung, vielleicht nun doch wieder Gewinne mitzunehmen bzw. Short zu gehen.

QUARTALSWENDE ABGEWARTET

Nun ist die Quartalswende ein Zeitpunkt, der die Karten am Tisch neu verteilt. Die großen Adressen haben den wichtigen Quartalsultimo absolviert und überlegen nun neu, wie sie vorgehen. Doch sie wissen nicht, was die anderen großen Akteure denken und tun werden. Also belauert man sich, schaut, was die anderen tun. In unserem Fall war es nun so, dass der DAX weder am ersten noch am zweiten Handelstag des neuen Quartals Anstalten machte, nach oben davonzuziehen. Also dürften nun am Tag 3 des Quartals viele zugleich entschieden haben, in dieser Konstellation lieber auszusteigen oder Short zu gehen, weil die Unterseite der Kurse ergiebiger scheint. Hinzu kommen dann die Daytrader, die auf jeden kurzfristigen Impuls aufspringen, so er denn einigermaßen intensiv ist, und ihn dadurch verstärken.

Und schon sehen wir einen DAX zu einem Zeitpunkt fallen, zu dem eigentlich gar nichts passiert ist, was diesen Druck seitens der Nachrichtenlage hätte auslösen müssen. Es ist einfach eine Frage des Willens, der Entscheidungen der großen, aufgrund ihrer Kapitalkraft das Geschehen dominierenden Adressen, die genauso Entscheidungen treffen, wie Sie und ich es ja auch tun.

Wer diese einfache Wahrheit ignoriert, versteht die Börse nicht. Und bisweilen scheint es wirklich so, als wäre diese grundlegende Erkenntnis bei so manchem Kommentator nicht vorhanden. So gesehen mag man heutzutage mehr und schnellere Informationen bekommen als vor zehn oder zwanzig Jahren … aber selber mitzudenken ist immer noch das beste Erfolgsrezept.

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