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HEUTE TANZEN DIE HEXEN

Ab und an wird es nebenbei in den Medien erwähnt, aber in der Regel bleibt man bei der üblichen Berichterstattung, nach der irgendwelche Kommentare von irgendwem, Unternehmensmeldungen und selbst minder wichtige Konjunkturdaten die Kurse bewegen. Der Verfalltermin, die Abrechnung von Optionen auf Aktien und Indizes sowie die Abrechnung der Futures auf Indizes, die heute stattfindet, wird nur am Rande erwähnt, als wäre sie irrelevant. Diese Vorgehensweise der Medien ist so alt wie die Terminbörse selbst. Spekulation, hat man den Eindruck, soll nicht erwähnt werden, damit die Anleger nicht das Gefühl bekommen, an der Börse würde gezockt. Das könnte ja abschrecken.

Freundlich formuliert ist diese „Strategie“ nicht klug. Denn Derivate, ob es nun Optionen und Futures sind oder Zertifikate, Optionsscheine oder CFDs, sind nichts anderes als Instrumente, die mit einer Hebelwirkung umsetzen, was man sonst mit dem Kauf von Aktien oder deren Leerverkauf erreichen müsste – nur mit mehr Kapitalaufwand. Jeder Anleger hat ein Ziel, wenn er an der Börse aktiv wird: Er will einen Gewinn erzielen. Dafür ist die Börse da. Dass man dieses Ziel mit einer Hebelung verfolgt, indem man statt Aktien ein Zertifikat auf den gesamten DAX kauft und damit viel leichter die Breite des Index abbildet und das auch noch mit weniger Kapitaleinsatz, daran kann nichts verkehrt sein.

HEUTIGE SCHWANKUNGEN BESSER IGNORIEREN?

Richtig ist, dass die Schwankungen, die heute im Verlauf des Handels auftreten, mit allergrößter Vorsicht zu genießen sind. Bereits seit der EZB-Entscheidung am 10. März spürte man den Einfluss großer Akteure an der Terminbörse, die diese Instrumente mit gewaltigen Volumina einsetzen und auch gezielt über die Futures auf den Kursverlauf einwirken. Das ist alles auf die Abrechnung, sprich heute gemünzt. Aber dennoch relevant, denn wenn es bereits zehn Tage vorher losgeht mit den „Hexentänzen“, ist das eine Zeitspanne, in der flexible Trader allemal mit kurzfristigen Positionen an den da auftauchenden Bewegungen teilhaben können. Speziell am Abrechnungstag ist das indes anders.

Denn neben den Versuchen großer Adressen, die Kurse und damit die Abrechnungslevels der einzelnen, auslaufenden Derivate in allerletzter Minute noch in die für sie richtige Richtung zu ziehen oder zu drücken, werden heute immens viele Futures- und Options-Positionen „gerollt“. Das heißt, man behält die strategische Position bei, indem man z.B. auslaufende Long-Positionen auf DAX Futures mit Laufzeit März rollt. Machbar, indem man in den März-Futures kurz vor Handelsende Short geht und sich dadurch neutral stellt, dafür aber zeitgleich in derselben Größenordnung in der Juni-Laufzeit des Futures Long geht.

AB MONTAG ZÄHLEN ANDERE DINGE

Hinzu kommt, dass diese Abrechnungen heute über den ganzen Tag verteilt sind. Sie erstrecken sich ja auf alle großen Börsenplätze, nicht nur auf den deutschen Markt. Fast jede Stunde wird irgendwo irgendetwas abgerechnet und beeinflusst so kurzzeitig die Kurse. Das Gros der auf diesen Termin ausgerichteten Aktionen mag im Vorfeld gelaufen sein, aber die hektischen Sprünge in kürzester Zeit, die finden meist heute statt. Daraus nun charttechnische Relevanz ableiten zu wollen, ist daher nicht ratsam.

Dieser eine, heutige Tag „zählt“, was seine Bedeutung für die kommenden Tage und Wochen hat, tatsächlich nicht. Denn die Beweggründe, die große Adressen dazu brachten, heute zu kaufen oder zu verkaufen, sind am Montag nicht mehr vorhanden. Die Tage zuvor mögen trotz vieler schneller, hektischer Bewegungen für aktive Trader nutzbar, oft sogar sehr gut nutzbar gewesen sein. Aber ab Montag ist es bis zum nächsten Verfalltermin wieder einen Monat hin, was bedeutet: Andere Dinge rücken wieder in den Vordergrund, die Karten werden neu gemischt!

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