Bild

Die moderne Art der Geldanlage.
Für clevere Anleger.

Bild

HABEN POLITISCHE BÖRSEN KURZE BEINE?

Politische Börsen haben kurze Beine … das ist einer diese ewig gescheiten Sprüche, die zwar wie ein Ohrwurm im Gedächtnis kleben, aber die Realität zu sehr vereinfachen. Denn nein, es ist keineswegs immer so, dass politische Turbulenzen sich wenn, dann nur kurz auf die Kurse auswirken und deswegen einfach ignoriert werden könnten. Sicher, wacklige Wahlergebnisse mit schwieriger Koalitionsbildung im Anschluss, Zank um neue Gesetze, all das ist schnell vom Tisch. Aber immer vorausgesetzt, dass das, was sich dadurch verändert, keine nachhaltige Veränderung im Wirtschaftsleben nach sich zieht. Gut, das ist auch nicht allzu oft der Fall. Aber wir könnten einen solchen „Sonderfall“, in dem die Politik die Börse auch für längere Zeit in ihren Bann zieht, nun erleben.

EU WIRD ALS SCHWACH WAHRGENOMMEN

Der weniger gravierende Aspekt zuerst: Die Uneinigkeit in der EU nimmt kein Ende. Ob es nun um die Haltung gegenüber dem türkischen Ministerpräsidenten Erdogan geht, um die Flüchtlingspolitik an sich oder um Griechenland, welches zwar nicht mehr die Schlagzeilen beherrscht, wo aber weiterhin keine effektive Lösung der Krise gelingen mag:

Man hat leicht den Eindruck, ohne dieses Staatenkonstrukt ginge vieles leichter. Das mag eine unrichtige Verallgemeinerung sein, aber was zählt, ist ja der Eindruck, den die politische Struktur Europas bei den Investoren hinterlässt. Und da ist es durchaus so, dass viele Anleger gerade außerhalb Europas den Eindruck gewinnen, dass hier zu vieles nicht recht funktioniert. Und das kann dazu führen, dass man im Zweifel lieber woanders investiert. Dass die US-Börsen gegenüber Mai 2015 stabil sind, DAX und Euro Stoxx 50 aber deutlich tiefer notieren, ist auch auf diesen Aspekt zurückzuführen. Aber wird die Wall Street ihren Vorteil auch konservieren können?

US-UMFRAGEN MACHEN SORGE

Die USA haben nun nämlich ein unerwartetes politisches Problem: Eine ab 2017 höchst unsichere, nicht kalkulierbare Entwicklung in dem Fall, dass der im Juni mit großer Wahrscheinlichkeit zum republikanischen Präsidentschaftsbewerber zu kürende Donald Trump die Wahl gewinnt. Das hielten viele US-Investoren bislang für völlig unrealistisch. Aber das hatte man auch hinsichtlich der Frage gedacht, ob Trump sich gegen die anderen republikanischen Bewerber würde durchsetzen können. Nun weiß man nicht nur, dass er es konnte, nun ist auch seine Wahl zum Präsidenten nicht mehr so unwahrscheinlich wie noch vor Wochen oder gar Tagen:

Gestern wurden die neuesten Umfragen zur Wahl präsentiert. Und da war Hillary Clintons Vorsprung plötzlich verschwunden. Donald Trumps Ansichten und Äußerungen zur Innen- und Außenpolitik machen den Investoren Sorge. Und auch im Bereich der Wirtschaftspolitik ist er ein Unsicherheitsfaktor, denn er mag Unternehmer sein, aber seine Kommentare zu den Märkten in den letzten Jahren waren keineswegs ein Beleg für hohen Sachverstand. Und: Trump ist kein Politiker … was er als Präsident wirklich tun würde, ist nicht vorhersehbar.

Das ist somit etwas, das man an der Börse überhaupt nicht leiden kann: Unsicherheit. Und da die Wahl erst in sechs Monaten stattfinden wird, kann dieser Aspekt die Wall Street sehr wohl lange belasten. Die Präsidentschaftswahl hat alles, aber sicher keine kurzen Beine. Und dass die US-Indizes (siehe „Marktüberblick“) gestern plötzlich nach der Rallye des Vortags deutlich in die Knie gingen, dürfte eng mit diesem ernüchternden Umfrageergebnis zu den Präsidentschaftskandidaten zusammenhängen.

Jetzt kostenlos für Börse am Mittag anmelden!

Diese Aktien steigen im Crash!

  • Die größten Biotech-Hoffnungen!


  • Bis zu 1.024% Kurspotenzial!


  • WKN und konkretes Kauf-Timing!

Exklusiver Bonus: Sie erhalten unseren kostenlosen Newlsetter „Börse am Mittag“ für mehr Erfolg an der Börse. Herausgeber: WRB Media GmbH, Berlin.


Datenschutzbestimmungen

Cookie-Einstellungen