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GEFAHR DURCH DEGEFAHR DURCH DEN QUARTALSULTIMO?

Der Titel scheint absurd: Was kann den von einem Quartalsende für eine Gefahr ausgehen? Ganz einfach: Dieser Termin kann entscheidend dazu beitragen, dass die Aktienmärkte ein Bild zeichnen, das nicht mehr als eine Fata Morgana ist. Konkret das Bild einer längst vollzogenen, nachhaltig tragfähigen Wende hin zu immer höheren Kursen. Und wieso? Weil ein Quartalsende für diejenigen Akteure, die mit besonders gewaltigen Summen operieren, eine ganz entscheidende Rolle spielt: Für Fonds, Versicherungen, Pensionskassen oder Hedgefonds, d.h. für die sogenannten institutionellen Investoren. Also für alle, die Geld anderer Leute verwalten und die deshalb darauf angewiesen sind, dass eben diese „Leute“ zufrieden sind … denn sonst würden sie ihr Geld abziehen.

Dass die Aktienmärkte ob der niedrigen Zinsen alternativlos sind, ist da eine permanente Parole derer, die darauf setzen, dass die Sparer ihr Geld bei ihnen anlegen. Aber ein Abstieg des DAX von 12.390 auf 8.700 Punkte in zehn Monaten sollte deutlich machen, dass das Unsinn ist. Wenn Verluste drohen, ist das Geld unter dem Kopfkissen immer noch besser aufgehoben als bei Aktien, zumindest für diejenigen, die nicht imstande oder bereit sind, wie wir aktive Anleger ggf. auf der Short-Seite zu agieren. Also muss man als institutioneller Investor versuchen zu verhindern, dass die Anleger den Eindruck bekommen, am Aktienmarkt sei nur Verlust zu erwarten. Und wie?

GUT WETTER MACHEN ZUM ULTIMO

Indem man Barreserven ins Rennen wirft, um zu erreichen, dass an den typischen Terminen, an denen die Performance ausgewiesen wird, wieder ein gutes Bild herrscht. Und ein solcher Termin ist eben das Quartalsende … der Ultimo. Noch Mitte Februar schien es, als wäre dieses erste Quartal 2016 eines zum Vergessen. Als würde es nur noch abwärts gehen. Doch plötzlich drehten die Indizes am 11. Februar. Das basierte zwar zunächst nur auf charttechnischen Aspekten, nämlich dem Umstand, dass die großen US-Indizes ihre Januar-tiefs hielten, daraufhin bearishe Akteure ihre Short-Positionen eindeckten und kurzfristige Trader erste Versuche auf der Long-Seite unternahmen. Aber aus dieser kleinen Rallye wurde Schritt um Schritt mehr. Und das ist nun die Chance für die „Institutionellen“, die Anleger zu besänftigen, ihnen zu zeigen, dass es unklug wäre, ihr Geld aus den Fonds abzuziehen … weil doch längst wieder alles im Lot ist.

Ob das wirklich der Fall ist, spielt da für den Moment keine Rolle. Nur das Bild, das dies suggeriert, soll erzeugt werden. Und Sie sehen in diesem Chart, der die Entwicklung im ersten Quartal für Dow Jones und den S&P 500 einerseits und den DAX andererseits aufzeigt, dass es nun tatsächlich gelungen ist, die beiden US-Indizes gegenüber dem Jahresbeginn ins Plus zu ziehen – und der DAX ist auch nicht mehr weit davon entfernt. Das könnte die Märkte bis zum 31. März noch weiter antreiben, wenn diese institutionellen Investoren noch genug Willen und vor allem genug Barreserven aufbieten können. Was aber auch hieße, dass, wenn zum neuen Quartal nicht reichlich frisches Geld der Anleger neu hinzukäme statt abzufließen, dann die Notwendigkeit bestünde, diese Barreserven gleich im neuen Quartal durch Verkäufe wieder etwas aufzustocken. Und so etwas kann eine Rallye gerne mal kippen, also: Trotz aller positiven Signale, Vorsicht bleibt angesagt!

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