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DIE TERMINBÖRSE IST KEIN WETTBÜRO!

Terminbörsen-Verfalltermine sind Elemente auf der Zeitachse, vor denen viele große Akteure viel zu tun haben. Alle versuchen, „ihre“ Positionen optimal zu positionieren. Jeder will gewinnen, keiner will verlieren. Da kommt es dann gerne zu abrupten, oft auch weitreichenden Bewegungen.

Die meisten Medien tun jedoch so, als würde die Terminbörse überhaupt keine Rolle spielen, als wären Optionen und Futures bloß „Wetten“. Und Wetten laufen ja nebenher, beeinflussen das Geschehen nicht. Eine Wette auf der Rennbahn lässt ja auch kein Pferd schneller oder langsamer laufen. Und das trifft auf die Terminbörse nun wahrhaftig nicht zu. Doch wieso tut man so, als wäre der Terminmarkt für das Geschehen irrelevant?

DIE ARBITRAGE IST DAS BINDEGLIED

Eigentlich müsste jedem Anleger klar sein, dass z.B. massive Käufe beim DAX Future auch den DAX selbst nach oben ziehen, Verkäufe ihn hingegen drücken. Es gibt immer einen verankerten Abstand zwischen DAX Future und dem DAX selbst, das sogenannte Auf- oder Abgeld des Futures. Wenn dieser Abstand zu groß wird, setzt die Arbitrage ein. D.h. automatisch agieren große Adressen, indem sie – oft computergesteuert – Körbe von DAX-Aktien kaufen und den DAX so hinterher ziehen. Umgekehrt werden Akteure den DAX Future kaufen, wenn der DAX-Index selbst durch Käufe, egal, ob in der breiten Masse seiner Aktien oder wegen eines einzelnen nach oben schießenden Werts, davonläuft.

Diese beiden Bausteine, der DAX selbst ebenso wie sein Future, haben also eine enge, unmittelbare Bindung. Der DAX Future ist daher, ebenso wie alle anderen Futures bei ihren jeweiligen Basiswerten, kein irrelevantes „Spielzeug“, sondern eher ein Medium, mit dem man den DAX schneller und markanter bewegen kann, weil er an den Index gekoppelt ist, aber man hier aufgrund des Hebels des Futures mit weniger Kapitalaufwand mehr bewegen kann. Was dieser Hebel bedeutet, dazu bei nächster Gelegenheit mehr.

HIER PASSIERT NICHTS „UNANSTÄNDIGES“

Vor einem Verfalltermin, wenn wie übermorgen Optionen und Futures abgerechnet werden, kommt es dabei für viele große Trader zum Schwur. Wenn diese Abrechnung auf einem für sie ungünstigen Niveau vonstattengeht, wird viel Geld verloren. Das mobilisiert diese großen Terminbörsen-Akteure (Hedgefonds beispielsweise agieren am Futures-Markt, wenngleich nicht nur dort), kurz vorher zu versuchen, Schieflagen zu heilen, indem man noch einmal alles ins Rennen wirft und versucht, den Future entweder zum eigenen Vorteil nach oben zu ziehen oder zu drücken. Das ist es, was momentan zu diesem nervösen Wassertreten bei den meisten Indizes führt: Man traut sich nicht, allzu viel zu tun, um da nicht durch eine solche Kauf- oder Verkaufswelle auf dem falschen Fuß erwischt zu werden. Das US-Notenbank-Statement (siehe Thema im Fokus), das allgemein als Grund dafür benannt wird, spielt eine weit kleinere Rolle.

Dass die Bedeutung der Terminbörse regelmäßig medial ignoriert wird, mag mehrere Gründe haben. Zum einen ist der Terminmarkt ein Bereich, der komplexer aufgebaut und daher nicht in kurzen Schaltungen oder 20-Zeilen-Artikeln erklärbar ist. Zum anderen könnte es daran liegen, dass man Anlegern nicht das Gefühl vermitteln will, dass es da große Akteure gibt, die über Futures imstande wären, den DAX relativ leicht und schnell nach oben und unten zu bewegen. Nur …

… so funktioniert die Börse nun einmal. Und nicht erst seit gestern. Und es gibt absolut nichts, das daran problematisch oder gar fragwürdig wäre. Wer viel Kapital einsetzen kann und es zudem geschickt einsetzt, kann etwas bewegen. Nicht zuletzt deswegen sind die Hedgefonds bei den Anlegern ja auch beliebt. Der Terminmarkt ist ein wichtiges und positives Element, an dem damals wie heute nichts auszusetzen ist. Daher ist es wichtig, sich über seinen Einfluss im Klaren zu sein: Er kann kurzfristig viel bewegen, gerade vor einem Verfalltermin, wie er nun am Freitag ansteht. Deswegen heißen diese Termine auch „Hexentanz“. Aber wer das weiß, stellt sich darauf ein und agiert einfach ein wenig vorsichtig.

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