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DIE ROHÖL-BRÜCKE

Ganz grundsätzlich gibt es durchaus eine logische Verbindung zwischen Rohölpreisen und dem Aktienmarkt: Wenn die Wirtschaft stark läuft, ist das gut für Aktien. Und wenn die Wirtschaft gut läuft, steigt normalerweise auch die Nachfrage nach Rohöl und somit, wenn der sich eng an Angebot und Nachfrage orientiert, auch dessen Kurs. Also ist ein steigender Rohölkurs so etwas wie ein bullishes Signal für die Aktienmärkte … zumindest, solange er nicht so weit zulegt, dass er durch die damit einhergehende Verteuerung der Produktion und den steigenden Kosten bei den Konsumenten das Wachstum wiederum ausbremst. Soweit die Theorie einer logischen Brücke zwischen diesen beiden Bereichen.

Diesen mentalen Automatismus, der bei vielen Marktteilnehmern fest verankert ist, haben sich in den letzten Wochen jedoch einige große Spekulanten zunutze gemacht. Da sie wissen, dass viele Akteure wie Pawlow’sche Hunde stereotyp mit Käufen am Aktienmarkt reagieren, wenn Rohöl steigt, agieren sie ganz gezielt dort, bei Rohöl. Denn im Verhältnis zum Aktienmarkt ist der Ölmarkt enger, kleiner, und somit über die Futures leichter zu beeinflussen. Und sie haben gemerkt, dass viele dabei nicht hinterfragen, wie es sein kann, dass die Wirtschaft gestern scheinbar zusammenbricht, weil Rohöl fünf oder mehr Prozent nachgibt und heute boomt, weil Rohöl fünf oder mehr Prozent steigt. Man folgt diesem Leitstrahl wie hypnotisiert. Und das machte man sich zweifellos auch am Freitag zunutze, zumal da noch ein besonderer Aspekt hinzukam:

STEIGT ROHÖL, STEIGEN DIE AKTIEN … AUF DAUER?

Rohöl Brent (Chart), aber auch die US-Sorte Light Sweet Crude, hatten entscheidende Widerstandslinien im Vorfeld überwunden – aber nur hauchdünn. Es hatte noch nicht gereicht, die vielen bearishen Akteure, die ihre Stop Loss-Absicherungen in einem gebührenden Sicherheitsabstand oberhalb dieser Linie platziert hatten, auszustoppen. Man musste am Freitag nur gezielt und entschlossen „anschieben“, danach lief die Rohöl-Rallye von alleine, weil das Auslösen der ganzen Stop Loss auf der Short-Seite ja zur Folge hat, dass diese Akteure dann Long gehen müssen, um sich neutral zu stellen. Und das wiederum trieb die US-Aktienmärkte aufgrund dieser vorgenannten, stereotypen Reaktion auf steigende Ölpreise ins Plus. Aber:

Wie der Chart des Dow Jones in unserer Rubrik „Märkte im Überblick“ deutlich macht, war dieses Plus alles, nur nicht groß. Daher wird es sehr, sehr spannend sein zu sehen, ob diejenigen, die auf diese Weise nicht nur Rohöl wieder in einen dynamischen Aufwärtstrend befördern, sondern auch die Aktienmärkte höher ziehen wollten, damit auch wirklich Erfolg haben werden. Denn ob dieser „Kniff“ auf Dauer klappt, ist fraglich. In den letzten Tagen hatte die Wirkung schon spürbar nachgelassen, weil dann eben doch viele irgendwann merken, dass man sie mit dem Instrument ihrer eigenen Leichtfertigkeit zu steuern versucht.

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