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DIE OPEC SCHEITERT – IST DAS DIE WENDE?

Wir hatten ja gewarnt, nun ist es auch so gekommen: Die großen erdölproduzierenden Länder, die sich in der OPEC zusammengeschlossen haben, haben die Wette vieler Trader, dass in der Konferenz in Doha (Katar) am Wochenende eine Deckelung der Fördermenge beschlossen wird, nicht eingelöst. Die Ölpreis-Rallye, die den Kurs z.B. von Rohöl Brent, der für uns in Europa wichtigsten Ölsorte, im Vorfeld zeitweise um 20 Prozent nach oben getrieben hatte, sackte im frühen asiatischen Handel um über sechs Prozent durch. Ist das nun die Wende? Rutscht der Ölpreis jetzt wieder in Richtung 30 US-Dollar?

DAS HEMD WAR NÄHER ALS DIE HOSE

Grundsätzlich ist das denkbar. Denn wieder einmal hat sich gezeigt, dass die eigenen kurzfristigen Interessen der Förderländer schwerer wiegen als der Versuch, mittelfristig im Verbund etwas zu bewegen. Der Iran hatte schon im Vorfeld unterstrichen, dass er von dieser geplanten Kappung der Fördermenge nichts hält. Aus nachvollziehbaren Gründen: Dort konnte die Förderung zuletzt erst wieder voll anfahren. Und man will nun erst wieder die vor dem Boykott erreichten Mengen produzieren, bevor man sich einer Deckelung anschließt, statt auf halbem Weg stoppen zu müssen. Daher war der Iran auch gar nicht erst zu diesem Treffen erschienen.

Dennoch war man davon ausgegangen, dass die anderen Länder übereinkommen, zumal Russland, in Doha dabei, aber nicht Teil der OPEC, und Saudi-Arabien zuletzt recht einig wirkten, was diesen Plan der „Deckelung“ anging. Doch dann machte Saudi-Arabien einen Rückzieher. Entweder alle oder gar nicht, hieß es dort auf einmal – und da der Iran gar nicht vor Ort war, war das Meeting somit gescheitert.

Der eigentliche Hintergrund mag auch in der Problematik liegen, dass große Produzenten wie Norwegen und die USA diesem Verbund nicht angehören und man fürchtet, diese Länder könnten aus einer Deckelung der Fördermenge innerhalb der OPEC Vorteile ziehen. Am Ende stand also das übliche „jeder für sich“. Und der Hinweis, dass man sich im Juni erneut beraten wolle, mochte da niemanden beeindrucken.

FALLENDE KURSE BEI ÖL WÄREN EIGENTLICH BULLISH

Die Folge ist ein sinkender Ölpreis. Ob der jedoch nachhaltig fällt, entscheidet sich erst im Laufe des Tages, vielleicht sogar erst im Wochenverlauf. Denn noch wehren sich bullishe Trader gegen einen noch größeren Abriss, ein Teil der Verluste wurde am Vormittag aufgeholt. Vorerst – oder gelingt es wirklich, den Kurs zu stabilisieren? Die Antwort auf diese Frage beinhaltet auch die Antwort auf die Frage, ob die großen Aktienindizes nun weiter anziehen oder ein neuer Abwärtsimpuls ansteht, denn:

Je billiger Öl wird, desto geringer wird die Kostenbelastung für Unternehmen und Privathaushalte. Es wären mehr Gewinne möglich, für unsereins mehr Konsum, weil weniger Geld in den Auto- und den Heizöltank fließt. Eigentlich. Doch die Aktienmärkte hatten zuletzt quasi „falsch herum“ reagiert: Je höher der Ölpreis, desto höher die Aktienmärkte. Mehr zu diesem seltsamen Phänomen und zur Frage, ob man an dieser verqueren Logik festhält, lesen Sie in unserem heutigen „Thema im Fokus“.

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