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DIE EZB SPIELT MIT DEM FEUER

Was meinte EZB-Präsident Mario Draghi, als er gestern in einer Rede sagte, dass „mögliche Nebeneffekte“ kein Hindernis seien, sollte eine weitere Lockerung der Geldpolitik notwendig sein? Das klingt nach absoluter Kompromisslosigkeit, um das offizielle Ziel der EZB, die Geldwertstabilität, und dabei speziell eine Inflationsrate von etwa zwei Prozent zu erreichen.

Nun kann man als Anleger ohnehin die Frage stellen: Warum brauchen wir denn unbedingt zwei Prozent Inflation? Nun, das ist ein komplexes Thema. Kurz und ohne Anspruch auf Vollständigkeit: Zum einen, damit sich die Staaten so automatisch entschulden, zum anderen, weil Inflation normalerweise Wachstum bedeuten würde … das zu erhalten nicht die Aufgabe der EZB ist, aber so durch die Hintertür sichergestellt werden soll. Das Problem:

VIEL AUFWAND, KEIN ERTRAG

Es klappt bislang nicht. All die Maßnahmen, die seitens der Europäischen Zentralbank bislang vollzogen wurden, haben einen geringen oder gar keinen Effekt: Zinssenkungen, Anleihekäufe, Senkung des Einlagensatzes. Und wer imstande ist, vernünftig zu überlegen, fragt sich: Was soll der Humbug? Da die Rohstoffpreise dramatisch fallen, kämpft man da momentan doch gegen Windmühlen. Wenn die Rohstoffe so erheblich billiger werden, sind zwei Prozent Inflation doch nie zu schaffen. Und würde man es dennoch auf Biegen und Brechen versuchen, würde man Billionen in den Anleihemarkt pumpen, weil die Spekulanten Rohöl mit weit weniger Kapitalaufwand in Grund und Boden traden … das ist doch absurd! Drehen die Rohstoffpreise wieder nach oben, kommt die Inflation ja von alleine.

DIE KRITIK NIMMT ZU

Nun, die EZB weiß das durchaus. Aber da kommt das Thema Konsum ins Spiel. Je niedriger die Zinsen, desto weniger sparen die Bürger. Sie geben mehr aus, das erzeugt Wachstum. Wachstum erzeugt höhere Preise und mehr Nachfrage nach Rohstoffen und – voila – alles ist im Lot. Einziges Manko: Die Bürger spielen dieses Spielchen nicht mit und kaufen nicht, was sie nicht brauchen, nur, weil man ihnen die Zinsen nimmt.

Und da nicht nur Notenbankchefs wie Jens Weidmann von der deutschen und Klaas Knot von der niederländischen Zentralbank diesen Weg der EZB kritisieren, sondern zuletzt auch Yves Mersch aus Luxemburg mahnte, besonnen zu handeln, spaltet der Parforce-Ritt von Mario Draghi offenbar auch noch zusehends den EZB-Rat. „Mögliche Nebeneffekte kein Hindernis“ … das spukt einem im Kopf herum. Die EZB werden wir in den kommenden Wochen im Auge behalten müssen!

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