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Die EU wankt, die Aktienmärkte nicht – wie das?

Unverhofft kommt oft, das ist ein Spruch, der gerade an der Börse immer wieder aus dem Schrank der verstaubten Plattitüden geholt wird. Aber er erklärt nichts. Und dieser Wochenstart bedarf der Erklärungen, um ihn richtig einordnen zu können. Man könnte es sich leicht machen und behaupten, die Anleger hätten auf das gescheiterte Referendum aus drei Gründen gelassen reagiert: Zum einen, weil man im Vorfeld genau das bereits geahnt hatte und schon vorher ausgestiegen war, wer aussteigen wollte. Das kann durchaus sein.

Dann, weil man darauf baut, dass die EZB übermorgen Geschenke verteilt, vielleicht sogar den Leitzins senkt, um die Märkte zu beruhigen. Wobei das gerade für Sparer und Finanzindustrie ein Schritt wäre, den man eher mit Grauen zur Kenntnis nehmen könnte. Immerhin basierte die starke Entwicklung der Bank-Aktien in den letzten Wochen auf der Hoffnung, die Negativzinsphase könnte nun endlich beendet sein. Und zuletzt könnte man behaupten, dass wenigstens in Österreich ein Votum für die EU erfolgt sei, indem der FPÖ-Kandidat Hofer die Wahl zum Bundespräsidenten verlor. Aber fast 47 Prozent, die für ihn gestimmt haben, sind realistisch betrachtet zu viele, um zu behaupten, man sei mit der EU in ihrer jetzigen Form zufrieden.

Offensive Defensive großer Adressen

Um die Wahlen in Österreich und Italien positiv zu sehen, fehlen die glaubhaften Argumente. Und sich einfach darauf zu reduzieren, dass ein Markt nur steigen kann, wenn er auf „bad news“ nicht negativ reagiert, wäre zu kurz gegriffen. Also sollte man genauer hinsehen. Da bietet sich ein Blick auf den Verlauf des Montags an, den wir hier im Chart des DAX Future auf Fünf-Minuten-Basis abgebildet sehen.Hier sehen wir, dass die schwächere Eröffnung des Future zwar schon vor 9 Uhr durch Käufe relativiert wurde. Aber in der Zeit zwischen 9:05 und 9:15 Uhr schoss der DAX Future (und mit ihm der DAX) binnen zehn Minuten um sagenhafte 150 Punkte nach oben, tief in die Gewinnzone, und lief dann noch eine halbe Stunde höher, bevor der Rallye die Puste ausging. Und das ist etwas, das man überdenken muss, denn zu diesem Zeitpunkt gab es keine sensationellen Nachrichten, die das hätten begründen können.

Diese Rallye erinnerte an die Reaktion der Börsen nach der US-Wahl am Morgen des 9. November. Auch da kam es unverhofft zu extremen Kurssteigerungen. Damals war es eine „Flucht nach vorne“, d.h. eine offensive Defensive großer Adressen, die durch gezielte, massive Käufe ein Kippen des Trends verhindern wollten. Was, vor allem an der Wall Street, bislang auch gelungen ist. Klappt das diesmal ebenso?

Short-Seite nicht aus den Augen verlieren

Möglich ist es, denn bis das gescheiterte italienische Referendum sich auf die EU auswirken wird, wird Zeit vergehen. Zeit, in der man sich auf diese Situation einstellen und die unmittelbaren Befürchtungen vergessen könnte. Das aber ändert nichts daran, dass man in Europa ein zusehends problematisches Umfeld vorfndet, in dem Uneinigkeit entschlossenes Handeln blockiert. Dass DAX & Co. den Montag ohne Kursrutsch überstanden haben, sollte daher nicht dazu führen, bei neuen Trades die Short-Seite aus den Augen zu verlieren … denn auch da wird es in den kommenden Wochen extrem spannende Chancen geben!

Wir wünschen eine erfolgreiche Handelswoche!

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