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DAX: BMW vorne, RWE hinten – kehrt die Risikobereitschaft zurück?

Hoppla! Der DAX hatte am Freitag ja einen beeindruckenden Turnaround hingelegt und all die wichtigen charttechnischen Auffanglinien zurückerobert, die zuvor gefallen waren. Das April-Hoch (10.474 Punkte) und die 20-Tage-Linie (10.490 Punkte) waren die wichtigsten – und heute Nachmittag baut der deutsche Leitindex sein wiedergewonnenes Terrain noch aus. Kann das gutgehen?

Es könnte, muss aber beileibe nicht. Denn solche Rallyes fanden sich in den letzten Wochen öfter. Vorgehalten haben sie bislang nicht – und war sollte ausgerechnet jetzt der Befreiungsschlag gelingen, der sich in Schlusskursen über dem bisherigen Jahres-Verlaufshoch (10.802 Punkte) manifestieren würde? Was auffällt:

Autotitel vorne, der Euro zieht

Die Finanztitel, die vom Turnaround der Deutschen Bank am Freitag allgemein profitierten, sind nicht vorne in der Gewinnerliste. Nur die Deutsche Bank selbst steigt relativ kräftig weiter, obwohl klar wurde, dass die am Freitag als Basis der Rallye herumgereichten 5,4 statt 14 Milliarden Strafe an die US-Behörden noch nicht unterschriftsreif sind. Nein, ganz vorne liegen ausgerechnet die Automobilhersteller: BMW, Daimler und VW stellen die ersten drei Plätze der DAX-Gewinner. Warum?

Die gestern veröffentlichten Absatzzahlen in den USA waren alles, nur nicht gut. Nur Daimler legte zu, VW und BMW verloren an Boden. Der Pariser Autosalon läuft gerade, das mag ein wenig motivieren. Aber eigentlich ist es vor allem der etwas schwächere Euro, der die Exporttitel stützt. Und der ist zwar leichter, für einen echten Abwärtstrend jedoch, der die Euro-Exporteure nachhaltig stützen könnte, fehlt noch einiges.

Kursverlierer heute können morgen schon wieder die Gewinner sein

Dass die defensiven Titel heute dafür am Ende der Liste stehen – z.B. RWE, Vonovia, E.ON und FMC mit Abschlägen) deutet aber trotzdem an, dass die Risikobereitschaft in den Markt zurückkehrt – oder? Nein, das tut es nicht. Denn das waren die Aktien, die im 3. Quartal tendenziell gut gelaufen waren – und die im Zuge des Window Dressing der Fonds zum Quartalsende verstärkt gesucht waren. Dass die jetzt wieder gegeben werden bedeutet nur, dass man bei den institutionellen Investoren kurzzeitige Gewichtungs-Verschiebungen zurücknimmt. Eine Bedrohung z.B. für den Aufwärtstrend von RWE ist das nicht. Fazit:

Wir haben den ersten Handelstag eines neuen Quartals, keine zwingenden Hausse-Argumente und auffällig mit Window Dressing verbandelte Kursbewegungen. Dass der DAX weiter zulegt, ist damit nicht gesagt. Wir würden dem Frieden erst trauen, wenn die vorgenannte, bisherige 2016er-Höchstmarke von 10.802 Punkten überboten ist – und das deutlich genug und auf Schlusskursbasis!

 

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