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Das Wirtschaftswunder 2.0 kommt doch

Viele Investoren hängen ihr Fähnchen derzeit schnell in den Wind der Märkte. In der vergangenen Woche war man noch halb depressiv, weil das Virus angeblich zurückkommt und damit die Erholung der Konjunktur abwürgt. So verlor der DAX rund 6 % und sackte sogar wieder unter die Marke von 12.000 Punkten ab. In dieser Woche hellt sich das Stimmungsbild nun wieder auf. Also, was jetzt? Kommt das Virus zurück oder starten wir nächstens doch das Wirtschaftswunder 2.0?

Glücklicherweise haben wir in dieser Woche einige belastbare Konjunkturdaten aus den USA auf den Tisch bekommen. Was sagen uns diese Zahlen?

In der Tat ist der private Konsum in den USA im Mai mächtig angesprungen. Im Vergleich zum Vormonat gaben die Verbraucher fast 18 % mehr im Einzelhandel und in der Gastronomie aus. Ferner haben die Unternehmen begonnen, zuvor freigestellte Mitarbeiter wiedereinzustellen. Unter dem Strich haben die Unternehmen im Mai 2,5 Millionen neue Stellen geschaffen.

Diese Zahlen sprechen ganz klar für das Wirtschaftswunder 2.0. Noch nie zuvor haben die Statistiker ein derartig explosives Wachstum bei den Konsumausgaben gemessen.

Aber Vorsicht! Wir müssen den Kontext im Blick haben. Die Trump-Regierung hat in diesem Zeitraum Konsumschecks im Wert von 1.200 US-Dollar pro Erwachsenen ausgegeben. Gleichzeitig wurde die Arbeitslosenhilfe pauschal auf 600 US-Dollar pro Woche hochgefahren. Diese Maßnahme wird allerdings Stand heute Ende Juli auslaufen. Und irgendwann in den kommenden Wochen werden die Verbraucher auch ihre Konsumschecks aufgebraucht haben.

Ist die großartige Mai-Erholung vielleicht nur ein Strohfeuer? Im Kern ist dies genau das Ziel der US-Regierung bzw. der Notenbank. Man stimuliert die Wirtschaft kurzfristig und vorübergehend, bis sie wieder selbsttragend wächst.

Meine Prognose: US-Haushalte laufen diesmal nicht in die Schuldenfalle

Die Unterstützungsmaßnahmen der US-Regierung – wie eben diese Konsumschecks – haben noch eine andere wichtige Funktion. Man will vermeiden, dass die Privathaushalte ähnlich wie 2008/9 erneut in die Schuldenfalle laufen, weil etwa der Familienversorger zuletzt seinen Arbeitsplatz verloren hat. Zur Erinnerung: Mitte 2009 waren fast 7 % der kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Kreditkarten für die US-Banken nicht mehr einbringbar. Das hat das Bankensystem erheblich belastet und gleichzeitig die Konsummöglichkeiten der überschuldeten Privatverbraucher lange eingeschränkt.

Hier sind im Moment noch keine belastbaren Zahlen verfügbar. Generell bin ich allerdings optimistisch, dass die Mehrheit der US-Verbraucher bis jetzt die Krise relativ gut überstanden hat. Die jüngst stark angeschwollene Arbeitslosigkeit führt meines Erachtens diesmal nicht zu einer Überschuldung vieler US-Haushalte, da die Unterstützung für in Not geratene Privatverbraucher doch recht großzügig ausgefallen ist. Das ist ein Unterschied zur Situation der Finanzkrise, als viele US-Amerikaner dauerhaft den Gürtel enger schnallen mussten. Deshalb war damals die Konjunkturerholung ein recht langwierige Veranstaltung.

Fazit: Die Chancen stehen also gut, dass sich die Wirtschaft nun weltweit rasch erholen wird. Auch die letzten Konjunkturdaten aus China deuten in diese Richtung. Dabei werden wir allerdings einige Jahre benötigen, um das ursprüngliche Wohlstandsniveau wieder zu erreichen. Für die Börse ist diese Tatsache allerdings erst einmal nicht relevant. Wichtiger ist, dass die konjunkturelle Dynamik klar aufwärts zeigt. Denn an die Börse zählen nicht irgendwelche Rekordwerte aus der Vergangenheit, sondern vor allem die kurz- und mittelfristige Perspektive. Und diese Perspektive ist ziemlich günstig.

Mit freundlichen Grüßen

Alexander von Parseval

Analyst und Vermögensberater

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