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DAS CHINA-PROBLEM

Der Freitag der 13. war für den DAX eher ein Glückstag, wie wir unten im „Thema im Fokus“ sehen werden, wo wir den DAX mal wieder unter die Chart-Lupe nehmen. Aber die Rahmenbedingungen waren nicht so, dass man den Turnaround am Freitag und den fulminanten Start in die neue Woche wirklich hätte erwarten können. In den USA kam mit dem New York Empire State Manufacturing Index der erste Konjunkturindex einer regionalen US-Notenbank auf den Tisch, der den laufenden Monat Mai beleuchtet – und fiel schwach aus. Denn der Wert lag mit -9 Punkten in einem Bereich, der wirtschaftliche Schrumpfung indiziert. Und damit hatte man nicht gerechnet. Noch wichtiger waren indes die Konjunkturdaten, die, schon wieder am Wochenende, in China auf den Tisch kamen.

Nachdem es am Wochenende zuvor relativ enttäuschende Daten zu den Importen und Exporten des Aprils gab, waren nun die Einzelhandelsumsätze, die ‚Industrieproduktion und die Investitionsausgaben im April an der Reihe. Und alle drei fielen unter den Prognosen und unter dem Wachstumslevel des März aus. Der Einzelhandelsumsatz lag mit +10,1 Prozent gegenüber April 2015 unter dem März-Niveau von +10,5 Prozent (Prognose +10,5 Prozent). Die Investitionsausgaben kamen mit +10,5 Prozent (Prognose +10,9 Prozent, März +10,7 Prozent) und die Industrieproduktion mit +6,0 Prozent (Prognose +6,5 Prozent, März +6,8 Prozent) auf den Tisch.

IMMER NOCH STARKES WACHSTUM, ABER …

Nun könnte man meinen, dass das doch dennoch grandiose Wachstumsraten seien. Und hätte grundsätzlich auch recht damit. Aber für die Anleger geht es nicht alleine um die Frage, ob und wie schnell China wächst. Es geht darum, wie groß der Anteil dieses Kuchen ist, der für die europäischen, japanischen und US-amerikanischen Unternehmen abfällt. Kurz: Was lässt sich in China noch verkaufen? Wir das mehr … oder weniger? Denn wird es weniger, drückt das auf die Gewinne der Exporteure. Immerhin ist China, was den Außenhandel angeht, ein Gigant.

Und genau da liegt der Hund begraben. Das Wachstum ist zwar noch hoch, immer vorausgesetzt, die von den chinesischen Behörden gemeldeten Daten sind so auch korrekt. Aber das vor einer Woche gemeldete deutliche Minus bei den Importen nach China macht klar, dass dieses Wachstum immer mehr zu einem Binnenwachstum wird, d.h. der Anteil der chinesischen Unternehmen am Wachstum wird immer höher. Wenn dann das Tempo des Konsums an sich zusätzlich nachlässt, sind das für große Exporteure hierzulande und in den USA keine unbedingt rosigen Perspektiven.

IMMER EIN AUGE AUF CHINA HABEN

Genau dieses Szenario war im vergangenen Spätsommer ebenso wie zu Jahresbeginn ein entscheidender Grund für die großen Abwärtsimpulse insbesondere in Europa gewesen. Jetzt jedoch tut man so, als sei alles in bester Ordnung. Hat man sich an ein geringeres Wachstum in China, an weniger chinesische „Schubkraft“ bei Umsatz und Gewinn, gewöhnt?

Da die Quartalsbilanzen sehr vieler großer Unternehmen für das erste Quartal 2016 enttäuschend ausgefallen sind, fällt es schwer, das zu glauben. Es scheint eher, als wollten viele Investoren dieses „China-Problem“ verdrängen. Aber das würde nur funktionieren, wenn die Daten für Mai, die in einigen Wochen aus China anstehen, wieder besser würden. Worauf man nicht bauen kann. Daher sollte man aktuell, während alles bei DAX und Dow Jones auf Zuversicht macht, immer ein Auge auf die Börsen in Shanghai, Shenzen und Hongkong haben!

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