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Brenzlige Vorlage für die US-Börsen

Die Konjunkturdaten, die am Freitagnachmittag für das zweite Quartal auf den Tisch kamen, waren nicht gut. Und die Quintessenz, die man aus den Aussagen der US-Notenbankführung beim jährlichen Notenbanker-Meeting in Jackson Hole ziehen konnte, ebenso wenig. Die Reaktion der Investoren am Freitag war dergestalt, dass man konstatieren muss: Für die US-Aktienindizes steht es jetzt Spitz auf Knopf. Sehen wir uns das genauer an:

Die zweite Berechnung des US-Bruttoinlandsprodukts brachte keine Verbesserung: Mit +1,1 Prozent war das Quartal deutlich schlechter ausgefallen als man vorher erwartet hatte. Und bei dieser Zahl handelt es sich um eine sogenannte „annualisierte Zahl“, d.h. man rechnet das Wachstum des Quartals auf ein ganzes Jahr hoch. Um das reale Wachstum zu erhalten, muss man diesen Wert also vierteln – und kommt auf nur 0,275 Prozent. Hinzu kam, dass die Unternehmensgewinne in diesem Zeitraum schon wieder gefallen sind. Um 2,4 Prozent, wie die Behörden errechneten … das ist der vierte Abstieg binnen der letzten sechs Quartale.

Fed-Vize Fisher relativiert Hoffnungen

Da sollte man denken, dass die US-Notenbank angesichts solcher Daten das Damoklesschwert weiterer Leitzinsanhebungen von den Anlegern nehmen würde, aber nein: US-Notenbankchefin Yellen erklärte in ihrer Eröffnungsrede in Jackson Hole am Freitagnachmittag, dass die US-Wirtschaft sich weiterhin in Richtung eines Szenarios bewege, in der erneute Zinsanhebungen angemessen bzw. nötig seien. Zwar quittierte man das zunächst positiv, weil die Ausführungen wirkten, als würde sie durchblicken lassen, dass das wenn, dann erst am Jahresende anstehen würde, aber:

Kurz darauf sagte der Vizepräsident der US-Notenbank Fisher, dass diese Interpretation seiner Ansicht nach nicht korrekt sei. Aus seiner Sicht könne es durchaus auch schon bei der kommenden Sitzung am 20./21. September zu einer Anhebung kommen. Damit wird nun mit Unruhe auf die am Freitag anstehenden US-Arbeitsmarktdaten für August gewartet, die in Bezug auf diese Frage das Zünglein an der Waage sein werden.

Das wiederum beendete die kurze positive Reaktion auf Mrs. Yellens Rede abrupt. Und nicht wenigen dürften dabei dann auch die vorher, um 14:30 Uhr veröffentlichten, oben erwähnten Konjunkturdaten wieder eingefallen sein, die man zuvor als „alt“ vom Tisch gewischt und sich auf die Yellen-Rede konzentriert hatte. Ergebnis beim Nasdaq 100:

Die 20-Tage-Linie muss halten

Im Gegensatz zu S&P 500 und Dow Jones schaffte man es zwar, sich in der letzten Handelsstunde noch in ein winziges Plus zu retten, aber der Index steht auf der Klippe. Die im Chart dick rot eingezeichnete Linie ist der Level des uralten Verlaufsrekords aus dem Jahr 2000 (4.816 Punkte). Man sieht, dass die bullishe Seite Probleme hat, da durchzukommen:

Nur einen Tag lang gelang ein Closing, das nennenswert höher lag, dann aber kam es sofort zu einer Seitwärtsbewegung. Der zweite Versuch, sich nach oben abzusetzen, wurde abgewiesen und hat den Index jetzt an die 20-Tage-Linie getragen. Die muss halten, denn sie ist eine für kurzfristige Trader wichtige Auffanglinie. Gelänge das nicht, kann es leicht zu einer Korrektur in den Bereich 4.540/4.575 Punkte kommen.

 

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