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BÖRSE JAPAN: WO BLEIBEN DIE BULLEN?

Da hätte nun wirklich ein bisschen mehr kommen dürfen, oder nicht? Heute Früh wurde in Japan das Bruttoinlandsprodukt des ersten Quartals 2015 veröffentlicht. Und es war im Vergleich zum Vorquartal mit +0,4 Prozent klar besser ausgefallen als die Analysten zuvor im Durchschnitt erwartet hatten (+0,1 Prozent). Auf Jahressicht liegt das Plus damit bei 1,7 Prozent. Nicht die Welt, sicher. Aber doch deutlich besser als erwartet. Auch der Konsum legte über den Prognosen zu. Und dass die Ergebnisse des vierten Quartals 2015 zugleich nach unten korrigiert wurden, nun: Das sind für die Börse uralte Zahlen. Da hätte man durchaus ein wenig Kaufneigung erwarten dürfen, doch der Tokioter Leitindex Nikkei 225 gab kurzzeitige Gewinne als Reaktion auf diese Daten Richtung Handelsende wieder ab und schloss am Mittwoch nahezu unverändert.

Was ist los? Wo bleiben die Bullen? Das Problem dürfte schlicht darin liegen, dass man in Japan nicht mehr daran glaubt, dass nachhaltiges Wachstum zustande kommt. Seit vielen Jahren, eigentlich schon seit den 90er Jahren, nachdem die große Blase in Japan geplatzt war und das Land seine Export-Führerschaft in vielen Bereichen nach und nach verlor, pendelt man zwischen Wachstum und Kontraktion hin und her. Und nachdem die japanische Notenbank seit Jahren alles tut, um eben dieses Wachstum zu befeuern, ohne damit Erfolg zu haben, reagieren die Investoren auf solche zarten Anzeichen einer Besserung höchst skeptisch. Nun schön: Aber wie soll der Aktienmarkt dann ins Laufen kommen?

NUR DIE NIEDRIGEN ZINSEN TREIBEN

Die Kurse sausen dann regelmäßig in die Höhe, wenn die Notenbank und/oder die japanische Regierung ihre expansive Geldpolitik forcieren. Nicht, weil man darauf setzt, dass das einen nachhaltigen Effekt auf das Wachstum hat, sondern weil solche Aktionen die Anleihe-Zinsen noch tiefer treiben (mittlerweile sind die Zinsen für japanische Staatsanleihen mit zehn Jahren Laufzeit bei -0,11 Prozent!) und damit der Aktienmarkt immer mehr zum einzig möglichen Anlageziel wird. Daher reagiert man in solchen Fällen sofort – bei guten Konjunkturdaten indes meist nicht. Und das nicht nur, weil man nicht an deren Nachhaltigkeit glaubt. Sondern auch, weil gute Zahlen dazu führen könnten, dass die Notenbank ihre expansive Geldpolitik nicht noch mehr ausweitet, sprich die Zinsen nicht mehr weiter fallen.

So betrachtet ist es nicht wirklich überraschend, dass man in Tokio heute höchst verhalten reagierte. Aber spannend bleibt die Lage dort allemal. Sie sehen im Chart, dass sich der Nikkei 225 nun in der Mitte einer Dreiecksformation etabliert hat und dort seit Tagen seitwärts läuft. Die aufeinander zulaufenden Schenkel der Formation haben dazu geführt, dass die Breite der Handelsspanne von ursprünglich 3.000 auf jetzt ca. 1.600 Punkte geschrumpft ist … und täglich schmaler wird. Das bedeutet hier und heute noch keine Basis für eine Positionierung. Doch „Slow Hand“-Trader, die die nötige Ruhe und Geduld haben, werfen immer einen Blick auf den Nikkei-Index, denn sie wissen: Wenn hier der Ausbruch kommt, geht es rund. Und dann, aber eben erst dann, muss man sofort dabei sein. Wir behalten das für Sie im Auge!

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