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BÖRSE CHINA: ALS WÄRE NICHTS GEWESEN

Das war ein Paket an Konjunkturdaten, wie es bedeutsamer nicht sein könnte. Aber die Reaktion fiel so aus, als wären nur ein paar völlig unbedeutende Zahlen auf den Tisch gekommen. Wie ist denn das zu erklären?

Zunächst die Daten selbst: Die dominante Zahl war natürlich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des ersten Quartal. Das Wachstum lag laut den Daten der Regierung bei 6,7 Prozent. Das entsprach den Prognosen und lag nur minimal unter dem BIP des vierten Quartals 2015 (6,8 Prozent). Darüber hinaus wurden die Eckdaten für den März veröffentlicht:

Einzelhandelsumsatz (immer gegenüber dem Vorjahresmonat März 2015) +10,5 Prozent (Prognose +10,4, im Februar +10,2 Prozent). Industrieproduktion +6,8 Prozent (Prognose +5,9, Vormonat +5,4 Prozent). Investitionsausgaben +10,7 Prozent (Prognose +10,3, Vormonat +10,2 Prozent). Unter dem Strich also ganz ordentliche Zahlen. Aber:

MANCH EINER ZWEIFELT AN DIESEN ZAHLEN

Zum einen zweifelt man nicht nur im Ausland langsam daran, dass diese Daten wirklich so stark sind wie ausgewiesen. Denn immerhin deuten die Importe und Exporte schon seit einem Jahr an, dass das Wachstum deutlich nachlässt, trotzdem liegen die BIP-Werte stur knapp unter sieben Prozent und damit genau dort, wo sie von der chinesischen Regierung aus „hingeplant“ wurden. Zwar kann das auch durch ein reines Binnenwachstum erreicht werden, das den Im- und Export nicht tangiert. Aber diese Plangenauigkeit macht bei einer derart gigantischen Volkswirtschaft schon skeptisch.

Zum anderen mag die Reaktion mager ausgefallen sein, weil der große Kurssprung bereits am Mittwoch erfolgt war, als die Importe und Exporte gut ausfielen und man dies mit kräftigen Käufen quittierte. Der Haken ist nun, dass der Hang Seng China Enterprises Index (HSCEI), den wir Ihnen hier im Chart zeigen, damit zwar über eine immens wichtige charttechnische Hürde (9.050/9.100 Punkte) gesprungen ist, dort nun aber bislang nicht vorankommt. Dieser Index ist interessanter als der CSI 300 oder der Shanghai Composite, weil er zwar ausschließlich chinesische Aktien umfasst, aber in Hongkong geführt wird, wo die das Bild gerne mal verfälschenden Stützungskäufe der großen Fonds im Auftrag der Behörden nicht hinreichen.

Das Risiko, dass dieser Ausbruch zu einer Bullenfalle wird, sprich diese Chartzone sofort wieder unterboten wird, ist also noch latent. Erst, wenn der HSCEI zu Beginn der neuen Woche weiter Gas gibt, wäre der Befreiungsschlag nach oben wirklich in trockenen Tüchern.

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