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Nordex: Nicht schon wieder!?

Irgendwie wundert man sich ja schon gar nicht mehr: Die Leerverkäufer, sprich die Bären, sind wieder da. Nordex (ISIN: DE000A0D6554) wird gezielt durch eine Supportlinie nach der anderen gedrückt. Die Chance auf die Vollendung eines großen Doppeltiefs mit dem Rückendwind immens starker Auftragseingänge im ersten Quartal wurde damit erfolgreich torpediert. Seit Anfang 2016 ist die Aktie fest in den Händen derer, die geliehene Aktien auf den Markt werfen, um den Kurs zu drücken und sie dann billiger wieder zurückzukaufen. Vor zwei Wochen hätte es fast gereicht für diese Aufwärtswende. Bis 11,45 Euro kam die Aktie, bei 11,70 lag die entscheidende Nackenlinie dieses Doppeltiefs. Das jetzt erst einmal auf den Status einer denkbaren Bodenbildung degradiert ist.

Nordex wurde am Donnerstag mit Schwung durch die wichtige Unterstützung bei 9,91 Euro gedrückt, jetzt ist die 200-Tage-Linie erreicht. Die liegt bei 9,39 Euro und wurde im Tagestief bereits getestet. Grundsätzlich ist ein Test dieses wichtigen gleitenden Durchschnitts immer eine Chance, um durchzustarten. Aber mehr als eine Chance ist das eben nicht, dazu wirken die Verkäufe zu zielgerichtet, da werden sich die Bären nicht so leicht die Butter vom Brot nehmen lassen. Und sollte die Linie brechen, geht es an die Tiefs vom Mai bei 8,79 Euro. Würde es gelingen, die zu durchschlagen, wäre der Weg bis hinunter an das mehrjährige Tief von Ende März bei 6,86 Euro frei. Das wäre fundamental natürlich nicht unterfüttert …

 

 

… aber bei kleineren Aktien wie Nordex sind die Fundamentals nur lästiges Beiwerk, wenn die Trader erst einmal das Ruder in die Hand nehmen. Das gilt auch für Rallyes … aber im Fall von Nordex hat man eben die Unterseite als die schwächere erkannt. Damit ist Nordex ein fallendes Messer, in das einfach auf Verdacht einzusteigen unangenehm werden könnte. Erst, wenn die Aktie wieder über der derzeit bei 10,43 Euro verlaufenden 20-Tage-Linie schließen würde, wäre die Gefahr erst einmal gebannt.

 

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Siltronic: Achtung, charttechnische Gefahrenzone erreicht!

Ein Jahr lang, zwischen Herbst 2016 und Herbst 2017, sah die Siltronic-Aktie (ISIN: DE000WAF3001) eine nahezu unglaubliche Hausse. Alles schien möglich, nach oben gab es offenbar keine Grenzen. Danach wurde der Kursverlauf deutlich volatiler, aber bis Ende März gelang dennoch ein neues Rekordhoch nach dem anderen. Bei 160,55 Euro war dann am 22. März Schluss. Was aber zu diesem Zeitpunkt niemand ahnen konnte. Und bis vor zwei Wochen hätte Siltronic noch jederzeit mit zwei, drei festeren Tagen an und über diese Rekordmarke laufen können. Jetzt notiert die Aktie über 30 Euro unter diesem Hoch und droht, mittelfristig entscheidende Unterstützungen zu durchschlagen. Genauer gesagt ist sie schon dabei, denn der Kurs liegt bereits inmitten der dafür relevanten Auffangzone zwischen 125 und 132 Euro. Aber warum? Was ist heute anders als vor zwei Wochen?

Was das Unternehmen selbst angeht: gar nichts. Aber das ist auch nicht der Punkt. Es geht um die möglichen Perspektiven dieses Wafer-Herstellers. Als Zulieferer der Halbleiterindustrie ist Siltronic immens konjunkturabhängig, mehr noch als die Chiphersteller selbst, weil die aufkommenden Margendruck sofort an ihre Zulieferer durchreichen. Und genau da liegt der Hund begraben. Die Investoren sorgen sich, dass der eskalierende Handelskrieg das Wachstum weltweit deutlich beeinträchtigen wird und Siltronic daher nicht die immensen Gewinnsteigerungen erreichen kann, die man seitens der Analysten, aber auch seitens des Unternehmens selbst, momentan erwartet. Denn die momentan allgemein erwartete Fast-Verdoppelung des Gewinns basiert auf einer deutlich steigenden Marge … das wird nur funktionieren, wenn das Wachstum weltweit stark bleibt. Und genau da finden sich erste Warnsignale.

So gesehen muss die derzeit im Feuer stehende, mittelfristige Supportzone keineswegs halten. Der Chart zeigt, worum es da geht: Die Untergrenze dieser Zone wird durch das April-Verlaufstief von genau 125 Euro gestellt. Darüber liegen die bereits im Oktober 2016 (als Siltronic noch für 22 Euro zu haben war) begonnene Aufwärtstrendlinie bei 127,50 und die 200-Tage-Linie bei 128,65 Euro. An der 200-Tage-Linie ist die Aktie dran, unter die etwas steilere, aus dem August 2017 stammende Aufwärtstrendlinie ist der Kurs bereits gefallen. Die 125er-Marke sollte man im Auge behalten, denn sollte die fallen, kann es gut sein, dass sich die Leerverkäufer massiv auf Siltronic stürzen, weil sich darunter erst wieder Wendemarken im Bereich 108/112 Euro als potenzielle charttechnische Unterstützungen anbieten.

 

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MediGene: Kommen die Bullen zurück … oder ist das nur ein Pullback?

Wenn Unternehmen in der Verlustzone arbeiten und nicht recht absehbar ist, wann sich das ändern wird, wenn sie grundsätzlich aber das Potenzial haben, irgendwann erhebliche Gewinne einzufahren, wie das bei vielen Firmen im Bereich der Biotechnologie der Fall ist, was steuert dann die Trends ihrer Aktien? Nachrichten über aktuelle Schritte vorwärts oder zurück, Quartalsbilanzen, Perspektiven, die absehen lassen, wie weit man auf dem Weg in Richtung der schwarzen Zahlen ist, all das kann kräftige Impulse auslösen. Aber was, wenn sich auf der Nachrichtenseite nichts von Bedeutung tut, so wie derzeit bei MediGene (ISIN: DE000A1X3W00)?

Dann ist es die Charttechnik, die die „Pace“ macht. Dann dominieren technisch orientierte Trader die kurzfristigen Bewegungen. Und die stehen bei MediGene jetzt an einem Scheideweg: Long gehen, Short eindecken? Oder Short aufstocken? Ist das, was die Aktie gerade vollzieht, die Basis einer neuen Rallye? Oder ist das nicht mehr als ein Pullback, eine kurzlebige Gegenreaktion an zuvor unterbotene Unterstützungen, die in einen weiteren Abwärtsimpuls mündet? Die kommenden Tage bringen die Entscheidung. Worum geht es?

 

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Nachdem ein Ausbruchsversuch Mitte Mai zur Bullenfalle wurde, wurde die Aktie fast täglich nach unten durchgereicht. Die mittelfristige Aufwärtstrendlinie und die 200-Tage-Linie fielen Ende Mai. Danach blieb nur das März-Tief bei 13,02 Euro als letzter Rettungsanker. Aber auch diese Unterstützung brach am vergangenen Freitag. Das führte zu Anschluss-Verkäufen, die indes am Dienstag in einen Turnaround nach oben mündeten. Griffen da womöglich langfristige Investoren zu, ein Zeichen für eine Wende? Oder waren es nur Leerverkäufer, die da Aktien kauften, um ihre Positionen zu neutralisieren und so den Gewinn zu sichern? Ob dieser Mini-Turnaround Tragfähigkeit hat, erweist sich daran, ob es gelingt, die nächstliegenden, normalerweise von den Bären verteidigten Widerstände zu bezwingen. Und genau da ist die Aktie jetzt dran.

MediGene ist schnell von unten an dieses markante März-Tief bei 13,02 Euro herangelaufen, wurde dort am Donnerstag scharf nach unten abgewiesen und versucht heute Nachmittag erneut, dort durchzukommen. Aber auch, wenn das gelingt, es wäre nur ein kleiner Schritt ihn zu einem neuen Aufwärtsimpuls. Erst, wenn die darüber bei 13,35 Euro wartende 20-Tage-Linie ebenso als Widerstand herausgenommen wird und mit Closings über 14,30 Euro der Rebreak über den vorherigen mittelfristigen Aufwärtstrend und die 200-Tage-Linie gelingt, wäre hier „open sky“ für die Bullen angesagt. Bis dahin ist das, was die Aktie derzeit zeigt, in der Tag „nur“ ein Pullback an den Ausbruchslevel.

 

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Tesla: Die Uhr für „die große Wette“ tickt

Dass die Aktie des Elektrofahrzeuge-Herstellers Tesla ebenso faszinierend wie spekulativ ist, weiß man ja. Es ist das spannende Wettrennen in Richtung Break Even, das Bemühen, schnell genug rentabel produzieren zu können um imstande zu sein, ohne neue Schulden auszukommen und den gewaltigen Schuldenberg abbauen zu können. Tesla (ISIN: US88160R1014) muss rasant wachsen, um die Gläubiger zu beruhigen, aber ohne dabei über seine eigenen Schnürsenkel zu stolpern. Das ist schon spannend und brisant genug. Aber seit CEO Elon Musk vorhergesagt hat, dass es gelingen wird, bis Ende Juni 5.000 des neuen „Model 3“ pro Woche zu produzieren, ist diese Aktie nicht mehr spekulativ, sondern das Objekt einer Wette. Die einen setzen darauf, dass das gelingt und man damit belegen kann, dass die schwarzen Zahlen in unmittelbarer Reichweite sind. Die anderen halten dagegen.

In gut einer Woche endet das zweite Quartal. Bald darauf wird Tesla verkünden müssen, ob das Ziel erreicht wurde oder nicht. Und dann wird diese Aktie in sich zusammensacken oder explodieren … wobei man sich angesichts des Chartbilds fragen darf, ob Letzteres wirklich passieren würde. Denn eines ist unübersehbar:  Die Trader setzen mehrheitlich längst darauf, dass die Wette hinhaut. Ende Mai notierte die Aktie noch bei 285 US-Dollar, am Montag war sie auf einmal bis knapp 374 US-Dollar nach oben geschossen … eine Rallye von gut 30 Prozent in weniger als drei Wochen. Da sind viele also längst eingestiegen. Und das trotz Warnsignalen:

 

 

Dass Musk jetzt bis zu zehn Prozent der Mitarbeiter entlassen will, obgleich die Produktion so schnell als möglich hochgefahren werden muss … wie passt das zusammen? Ist es nicht ein wenig das „Pfeifen im Walde“, dass Musk sofort nach dieser Nachricht kräftig eigene Aktien gekauft hat? Dass ein ehemaliger Mitarbeiter umfassende Sabotageakte ausgeführt haben soll … wie war das möglich? Und weiß man, ob dessen Aussagen stimmen könnten, dass er „beunruhigende Entdeckungen“ bei Tesla gemacht hat? Und wird das Erreichen der 5.000 Stück-Marke beim Model 3 überhaupt ausreichen, um die Notwendigkeit neuen Kapitals vom Tisch zu kriegen? Das wird zwar von denen, die hier auf die Super-Rallye wetten, unterstellt … aber ist das auch so?

Tesla bietet derzeit sehr viele Fragezeichen, dem gegenüber steht eine unbändige Hausse-Spekulation. So beeindruckend diese Aktie auch ist, so grandiose Perspektiven sie auch haben kann, wenn dieses Wettrennen zwischen Wachstum und Schulden gutgeht: Das hier ist eine Phase, in der die Zockerei das Geschehen bestimmt. Wer hier im Getümmel mit dabei sein möchte, sollte das im Hinterkopf haben.

 

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Nicht nervös werden – Die Wichtigkeit einer Strategie

Guten Tag liebe Anlegerinnen und Anleger,

wann immer die Aktienkurse nicht in die gewünschte Richtung laufen, werden (vor allem Neu-)Börsianer nervös. Dabei wissen erfahrene Anleger, dass es nicht um das kurzfristige Zucken an den Märkten geht. Vielmehr stehen die übergeordneten Trends im Mittelpunkt. Konkret:

Die langfristig erfolgreichste Strategie der Welt ist ganz einfach die Trendfolge – also das Ausreizen von mittel- und langfristigen Kursbewegungen. Wenn Sie nach diesem Plan vorgehen, können Sie kurzzeitige Schwankungen geflissentlich ignorieren. Erst dann wenn die übergeordneten Trends kippen, besteht in Trendfolge- Depots Handlungsbedarf. Solange die Trends laufen, ist es für den Erfolg der Trendfolge-Strategie essentiell, dass Sie Ihre Gewinne konsequent laufen lassen. Für uns bedeutet das:

Wie Sie wissen, sind wir Trendfolger und versuchen die übergeordneten Trends bis zum Trendwechsel auszureizen, wobei die Kurse uns dafür die Signale geben. Unsere Amazon-Position mit einem Gewinn von fast 300% ist ein absolutes Paradebeispiel. Genau mit solchen Trades werden wir unser Ziel Börsenmillionär erreichen. Ich hoffe, Sie haben die Geduld, diese kurzfristigen Schwankungen auszuhalten.

Hier können Sie sich anmelden

Ihr

Nils Schröder

Chef-Redakteur Projekt: Börsenmillion

Über den Autor

Nils Schröder ist Börsianer durch und durch. Seit mittlerweile rund 15 Jahren beschäftigt sich Schröder mit den Entwicklungen an den Kapitalmärkten. Bei dem einzigartigen Projekt: Börsenmillion können alle Teilnehmer auf seinen erfolgserprobten Ansatz zurückgreifen, der herausragende Ergebnisse erwarten lässt.

ISRA Vision: Die Bullen bleiben hier dran … das ist stark!

Bei den Banken ist die Stimmung mies, bei den Autobauern und deren Zulieferern geht die Angst um. Da schauen sich die Anleger natürlich nach Alternativen um. Eine wäre, die Barbestände zu erhöhen. Die andere wären Aktien, von denen man hoffen darf, dass sie sich einem eventuell sogar noch zunehmenden Sog am Gesamtmarkt entziehen.

Bei ISRA Vision (ISIN: DE0005488100) sammelten sich in den letzten Tage einige, die nach Alternativen suchten. Und von der Zukunftsperspektive dieses Unternehmens her, das sich mit „Machine Vision“ befasst, d.h. Hard- und Software für optische Überwachung und Steuerung von Präzisions-Produktionsprozessen, ist der Gedanke nachvollziehbar. Das ist ein Bereich, der, was die Möglichkeiten für die kommenden Jahre angeht, „sexy“ wirkt. Und darüber hinaus passt bislang die Charttechnik:

 

 

Der Ausbruch über das alte Rekordhoch aus dem Januar bei 48,70 Euro klappte im Mai noch nicht: Es kam erst einmal ein Rücksetzer. Doch der wurde zur Monatswende genau dort aufgefangen, wo bereits Mitte Mai ein kleiner Rücksetzer sein Ende fand: an der 20-Tage-Linie, im Chart blau eingezeichnet. Die wurde so zum Leitstrahl des laufenden Aufwärtstrends. Und jetzt hat sie sich erneut bewährt:

Genau auf Höhe des alten Rekordhochs und der 20-Tage-Linie stoppten die Gewinnmitnahmen nach dem fulminanten Ausbruch auf neue Hochs Anfang dieser Woche und wichen einem dynamischen Anstieg am Mittwoch. Zur Stunde notiert ISRA Vision zwar leicht im Minus, aber angesichts dieser Unruhe am Gesamtmarkt ist das alleine schon gut … zumal der Kurs zeitweise sogar schon als einer von wenigen TecDAX-Titeln in der Gewinnzone unterwegs war. Das ist eine beeindruckende Relative Stärke … wer hier aktiv ist, sollte nur nicht übersehen, dass diese Aktie äußerst volatil ist!

 

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Aixtron: Bullen auf verlorenem Posten?

Die Bären reiben sich schon die Hände: Nachdem die Aktie des Chipindustrie-Zulieferers und Beschichtungsanlagenherstellers Aixtron (ISIN: DE000A0WMPJ6) nach dem Bruch der mittelfristigen Aufwärtstrendlinie zu Wochenbeginn auch den Kampf um die knapp darunter gelagerte 200-Tage-Linie verloren hatte, ging es Tag für Tag bergab. Die Sorge, dass der Handelskrieg der USA das Wachstum der Weltwirtschaft erheblich beeinträchtigen würde und dadurch auch die Investitionsbereitschaft der Halbleiterunternehmen reduzieren könnte, ist letztlich auch nicht unbedingt aus der Luft gegriffen. Und gerade bei Aixtron wäre das ein Problem, denn:

Das Unternehmen hat sich gerade erst in die schwarzen Zahlen zurück gekämpft. Die sollen bleiben, noch „schwärzer“ werden … aber das wird nur gelingen, wenn das Umfeld weiter positiv bleibt. Wenn sich der Wind dort dreht, kann das deutlich auf Umsatz und Gewinn beim Anlagenbauer durchschlagen. Und die Anleger hatten bei der Super-Rallye bis März genau das vorausgesetzt: ein perfektes Umfeld. Würde sich das umkehren, könnte auch diese Aktie theoretisch dorthin zurückfallen, wo sie herkommt. Und das wissen auch die Leerverkäufer und versuchen, von der zunehmenden Nervosität zu profitieren und Aixtron über die charttechnische Klippe zu drücken.

Denn unter Aufwärtstrend und 200-Tage-Linie wartet noch eine letzte Haltelinie, sozusagen ein „Reduit“ der Bullen: Das markante, Ende April markierte Zwischentief bei 11,66 Euro. Würde das brechen, lägen die nächsten potenziell unterstützenden Chartmarken im Bereich 10,35/10,70 Euro … und wiederum da drunter käme bis 8,00 Euro erst einmal gar nichts. Verlockend für die Bären … und die sind bereits am Werk. Im Tagestief hatte Aixtron die 11,66 Euro schon unterboten, derzeit notiert der Kurs direkt an diesem Punkt. Würde der deutlich brechen, indem das Tagesstief von 11,57 auf Schlusskursbasis erreicht oder gar unterboten würde, sollte man sich hier vorerst wenn, dann nur auf der Short-Seite eine Position überlegen.

 

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Dialog Semiconductor: Alle schreiben die Aktie ab – großer Fehler?

Am späten Mittwochabend bestätigte der Chiphersteller Dialog Semiconductor (ISIN: GB0059822006), dass er derzeit in der Tat, wie Gerüchte Anfang des Monats besagten, in Gesprächen mit der US-Technologiefirma Synaptics sei, um die Präsenz im Zukunftssektor IoT (Internet of Things) zu erweitern und die Abhängigkeit von Apple zu reduzieren. Gut, das sind bislang einfach nur Gespräche, ob etwas daraus wird, ist völlig offen. Und natürlich müsste die Übernahme auch finanzierbar sein und finanziert werden. Aber dass die Aktie daraufhin am Mittwoch erneut auf Tauchstation ging – und nicht zu knapp – und heute weiter fällt, das zeugt von einem Pessimismus, der wohl nicht mehr zu überbieten ist. Oder, anders formuliert, von einer durch eine Leerverkaufs-Welle nach der anderen manifestierten Selbstsicherheit des Bären-Lagers, die gefährlich ist. Für die Bären.

Dass Apple bald eigene Chips entwickeln und bauen wird, ist mit dieser Kontaktaufnahme von Dialog Semiconductor mit Synaptics übrigens weiterhin nicht belegt. Dieser Gedanke, sich zu verstärken und zu verbeitern, ist nicht neu und basiert nur darauf, dass Apple eben einen so großen Teil des Umsatzes ausmacht, dass die Abhängigkeit zu groß ist. Und wenn man sich jetzt beschleunigt umtut, dann wohl auch, weil Apple die voraussichtliche Bestellmenge eines in iPhones verbauten Chips reduziert hat. Was eher dazu führen müsste, dass man sich über Apples Perspektive Gedanken macht. „Verprügelt“ wird indes bislang nur der Zulieferer Dialog Semi. Nur: Ist die Börse eine Einbahnstraße? Nein, ist sie eben nicht, das gilt für überzogene Rallyes ebenso wie für Dauer-Abverkäufe wie hier.

 

 

Richtig ist, dass die Leerverkäufer den Vorteil haben, dass die Aktie auf mehrjährigen Tiefs notiert und sich daher keine faktisch funktionierenden Unterstützungen mehr in den Weg stellen. Aber immerhin hat sich der Kurs in diesem ersten Halbjahr fast halbiert. Und das, obwohl auch nach der durch o.a. Reduzierung der potenziellen Bestellmenge eines Chips durch Apple ein Plus beim Umsatz gegenüber 2017 erreicht werden soll. Wie wahrscheinlich ist es, dass die Leerverkäufer weiterhin keine Gewinne mitnehmen werden? Solange man große Leerverkaufspositionen hält, sind Gewinne ja nur Buchgewinne. Auf dem Konto ist der Reibach erst, wenn die vorab verkauften Aktien zurückgekauft sind und die Position sich dadurch neutral stellt. Und da liegt die Betonung auf „zurückgekauft“.

Bären, die Kasse machen wollen, müssen die Aktie kaufen. Und wenn eine große Adresse anfängt zu kaufen (einzudecken) kann das eine Stampede auslösen, weil dann alle so schnell wie möglich so viel wie möglich Gewinn sichern wollen. Eine Short Squeeze entsteht, in der die Bären wie Zitronen ausgequetscht werden, daher der Name. Und das kann nach einem derart weitreichenden und seitens der Fakten so wenig unterfütterten Abstieg jederzeit passieren. Daher: Auf diese Aktie sollte man ein Auge haben, denn zu großer Pessimismus endet oft in einer solchen Short Squeeze, Aktien wie Nordex sind dafür recht gute Beispiele. Das heißt nicht, dass man hier wagen sollte, ins fallende Messer zu greifen. Aber die Aktie auf der Long-Seite einfach abzuschreiben, das wäre wohl ein Fehler!

 

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Daimler: Wo liegen die Kursziele auf der Unterseite?

Gestern nach US-Handelsende senkte Daimler (ISIN: DE000710000) seine 2018er-Ergebnisprognose. Das dürfte keinem Anleger entgangen sein, denn die Autobauer zieren am Vormittag die Spitze der DAX-Verliererliste. Als Gründe nannte der Konzern einerseits die (bisherigen) Konsequenzen des von den USA entflammten Handelskriegs, zum anderen die Kosten in Bezug auf die Dieselproblematik. Jetzt soll der Gewinn, als EBIT gerechnet (Gewinn vor Steuern und Zinsen) leicht unter dem des Jahres 2017 liegen. Im Vorfeld hatte man noch mit einem Ergebnis leicht über Vorjahr gerechnet. So absurd es klingen mag:

Das Minus, das die Aktie heute hinnehmen muss und das charttechnisch ganz erheblichen Flurschaden verursacht, basiert wohl vor allem darauf, dass sich manche Akteure erst jetzt klar darüber werden, was mit den Gewinnen der Autobauer passiert, wenn Trump wirklich Strafzölle auf europäische Auto-Importe verhängt. Denn das, was Daimler jetzt zur Reduzierung der Prognose veranlasst hat, ist ja das „Ist“, d.h. das alles war bekannt. Erst jetzt beginnt man also offenbar, eine noch problematischere Zukunft einzupreisen. Und das kann aus charttechnischer Sicht weit führen, denn:

 

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Die Aktie hat dadurch das Tief von Ende Juli 2017 bei 59 Euro gleich zur Eröffnung durchschlagen. Darunter aber mangelt es an nennenswerten Auffanglinien … bis hinab auf 50,83 Euro. Erst dort würde sich das Jahrestief 2016 als markante Unterstützung aufdrängen. Da jetzt erst langsam die Angst umgeht, kann es gut sein, dass die Bären, sprich die Leerverkäufer, das gnadenlos nutzen und diese Aktie deutlich nach unten treiben. Wobei immer betont werden muss: Charttechnische Wendemarken, sprich Unterstützungen, sind Zielzonen, die Kurse müssen dort nicht zwingend ankommen.

Was bleibt, ist eine klare Aussage: Sollte nicht ein kleines Wunder geschehen und Daimler heute Abend doch wieder über 59 Euro schließen, wäre das Papier jetzt auch auf mittelfristiger Ebene klar bearish.

 

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MorphoSys: Erstmals seit 218 Monaten bei 100 Euro!

Das letzte Mal hatte die Aktie des deutschen Biotech-Unternehmens MorphoSys (ISIN: DE0006332003) im April 2000 bei 100 Euro notiert. Heute steht sie erneut dort. Es war ein langer Weg, aber jetzt werden die Bullen sich diese „Dreistelligkeit“ nicht mehr nehmen lassen … oder? Gar so stabil ist dieser Gipfelsturm ja eigentlich nicht, denn worauf fußt er?

Auf den aktuellen Bilanzdaten und/oder der Perspektive für das laufende Jahr nicht. MorphoSys eigene Prognose für 2018 lautet: Weniger Umsatz (weil eine große Kooperation mit Novartis auslief, was aber auch so geplant war) und mehr Verlust als im Vorjahr. 2016 hatte MorphoSys die Gewinnzone verlassen und wird die wohl auch erst einmal nicht wiedersehen. Natürlich bedeuten höhere Forschungsaufwendungen höhere Chancen für die Zukunft … wenn sich die erhofften Erfolge einstellen sollten. Darauf zu setzen, mag in Ordnung gehen. Aber je höher das Kursniveau, desto spekulativer ist das. Und 100 Euro, mehr als in den letzten 18 Jahren, das ist ziemlich spekulativ.

Die Charttechnik treibt die Aktie derzeit, seit Monatsbeginn kommen die Anschlusskäufe, auf die die Bullen vorher vergebens gewartet hatten, nachdem es gelungen war, mit der Widerstandslinie im Form des Jahreshochs 2014 bei 88,50 Euro eine immens wichtige Hürde zu nehmen. Aber ob das Erreichen der 100er-Marke erneute, nachhaltige Kurssteigerungen nach sich zieht oder womöglich ganz im Gegenteil Gewinnmitnahmen, ist noch offen. Letzteres wäre zumindest nichts, was überraschen dürfte. Knapp unter dieser 88,50 Euro-Linie und der mittlerweile auch in diesem Bereich angekommenen Februar-Aufwärtstrendlinie eine Absicherung für die Aktie oder Long-Trades mit Derivaten zu haben, wäre sicherlich sinnvoll!

 

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