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E.ON: Muss man sich hier jetzt Sorgen machen?

Das sieht derzeit aber gar nicht nett aus, was die E.ON-Aktie da zeigt. Der Kurs des Energieversorgers (ISIN: DE000ENAG999) produzierte am vergangenen Dienstag ein „bearish engulfing pattern“ – an dem Tag, an dem er am Morgen noch mit 9,73 Euro ein neues Jahreshoch markiert hatte. Nicht gut, keine Frage. Ob sich das aber zu einer größeren Korrektur auswächst oder die Aktie auf den jetzt erreichten Supportlinien zackig wieder nach oben dreht, ist noch völlig offen. Interessant ist dabei, wenn man versuchen will, in diese – gemeinhin ja unsichere – Zukunft zu blicken, die Frage nach dem Warum des Rücksetzers.

Und da findet man auf Unternehmensseite nichts, das negativ wäre. Und auch, wenn sich ab und an mal ein Analysehaus findet, das sein Kursziel senkt … die Mehrheit der Analysten sind und bleiben für E.ON positiv. Auffällig ist, dass E.ONs Abstieg Hand und Hand mit einem vergleichbaren Rücksetzer bei RWE ging und die beiden defensiven Aktien fielen, nachdem der DAX zulegte. Und das unmittelbar vor einem großen Abrechnungstermin an der Terminbörse …. den E.ON dann nahe am Options-Strike-Preis von neun Euro absolvierte. Das „riecht“ sehr nach Hexentanz vor dem Verfalltermin, einem gezielten Druck auf die Aktie, speziell ausgerichtet auf diesen Termin. Der indes am Freitag bereits über die Bühne ging. Was heißt:

 

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Wenn E.ON jetzt wieder anziehen würde, wäre das nicht nur charttechnisch nachvollziehbar, denn das Ziel, E.ON „tief“ in den Verfalltermin gehen zu lassen, wäre jetzt erreicht und für die Zukunft nicht mehr von Belang. Und die Aktie liegt momentan noch über der Kreuzunterstützung aus der Mai-Aufwärtstrendlinie und dem Zwischenhoch vom Juni bei 8,07/9,17 Euro. Aber:

Knapp darunter sollte man sich via Stoppkurs absichern. Denn wehe, E.ON reißt diese Auffanglinien. Dann würde die nächste wirklich taugliche Unterstützungszone nämlich erst im Bereich 7,80/8,00 Euro warten – und auch, wenn das momentan die weniger wahrscheinliche Variante für die kommenden Tage und Wochen wäre: Das müsste man sich auf der Long-Seite keineswegs antun!

 

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Evotec: Korrektur erlaubt – aber bis zu welchem Punkt?

Vor einer Woche erreichte die Evotec-Aktie (ISIN: DE0005664809) mit 19,23 Euro ihr bisheriges Jahreshoch. Seither ist zwar ein wenig die Luft raus. Aber dieses Hoch bleibt in Reichweite, könnte somit jederzeit überwunden werden. Wirklich relevante Widerstandslinien gäbe es keine. Die uralten Hürden aus der Zeit des Platzens der Dot.Com-Blase 2000-2002 sind nur bedingt relevant und selbst wenn, so läge die nächste dieser alten Wendemarken erst bei 23 Euro. Nach oben wäre also a) Luft und b) würde die Aktie auch steigen, wenn man nicht nonstop auf den Kursmonitor starrt. Was man tun muss, wenn man hier dabei ist, beschränkt sich also auf sinnvolles Risiko-Management, sprich die Steuerung der Positionsgröße und deren Absicherung.

Ersteres ist Nervensache. Evotec ist, man kann es im Chart ja nicht übersehen, hochvolatil. Man sollte hier also keinesfalls mit Summen agieren, die einem des Nachts den Schlaf rauben, wenn es mal in die Gegenrichtung geht. Und was die Absicherung angeht, bietet der Chart derzeit taugliche Vorlagen. Aber:

 

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Die super-steile, Anfang August etablierte Aufwärtstrendlinie bei derzeit 18,30 Euro als Basis für einen Stoppkurs zu wählen, wäre dabei ein wenig zu restriktiv. Evotec schwankt nun einmal relativ stark und diese Linie ist zu steil, um auf Dauer halten zu können. Das dürften viele Akteure so sehen, was hieße: Bricht sie, muss das keinen allzu großen Abgabedruck nach sich ziehen, also wäre es besser, sich eine Etage tiefer abzusichern, wo es für den Bestand des Trends wichtigere Supportlinien gibt.

Hier bietet sich der Bereich 17,10/17,40 Euro an, wo sich auf engem Raum die 20-Tage-Linie und die obere Begrenzung des mittelfristigen Aufwärtstrends vereinen. Das ist eine Zone, die Evotec unbedingt halten muss, um nicht den Anschluss nach oben zu verlieren. Bis dort hinunter ist es zwar ein gutes Stück – aber diese Aktie ist nun einmal schwankungsintensiv und zugleich keine Einbahnstraße, daher bietet sich grundsätzlich ja auch ein eher kleiner Kapitaleinsatz an.

 

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adidas: Schlüsselmarke 200 Euro – geht die Super-Hausse weiter?

Vor zwei Jahren notierte die adidas-Aktie (ISIN: DE000A1EWWW0) noch bei 70 Euro, seither hat sie sich fast verdreifacht. Damit hat sie den DAX deutlich hinter sich gelassen, gehört über diese Zeitspanne zu den ganz großen Outperformern. Aber das kann ja nun nicht ewig so weitergehen. Oder doch?

Doch, diese Hausse könnte weitergehen. Immerhin, die Analysten vermuten im Durchschnitt einen Gewinn von stattlichen acht Euro im kommenden Jahr. Fünf Euro waren es 2016 gewesen, 6,65 Euro sollen es dieses Jahr werden. Mit acht Euro Gewinn pro Aktie wäre adidas bei knapp 200 Euro nicht zu teuer. Aber das erfordert zwei Dinge:

 

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Erstens muss adidas diesen Gewinn auch wirklich einfahren. In einer volatilen Branche wie dem Marken-Einzelhandel ist das nur zu erwarten, wenn der Konsum weltweit deutlich weiter zulegt und adidas die Konkurrenz weiter deutlich auf Distanz halten kann. Was erhofft wird, aber keineswegs sicher ist. Aber der Vorteil des bullishen Lagers in einer solchen Gemengelage ist: Solange keine gegenteiligen Nachrichten kommen, adidas verhaltene Perspektiven und enttäuschende Quartalsgewinne vorlegen müsste, kann man einfach fest daran glauben – und weiter einsteigen.

Zweitens muss die Motivation zum Einstieg aus charttechnischer Sicht erhalten bleiben. Und ein Doppeltopp wäre da nicht gerade förderlich, daher muss adidas die bisherigen Hochs um 200 Euro, an denen die Aktie aktuell nach unten abzudrehen droht, zeitnah bezwingen. Denn kippt der Kurs, kippt die Zuversicht. Dann verlagert sich das Verhältnis Gewinnmitnahmen & Leerverkäufe zu Käufern schnell zu Gunsten der ersten Gruppe und diese Super-Hausse würde – mindestens – für eine erneute Korrektur unterbrochen.

 

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K+S: Es geht zur Sache – kommt der Kurs durch die Schlüsselzone?

Ist das nur Spekulation, die die K+S-Aktie (ISIN: DE000KSAG888) letzte Woche wiederbelebt und am Freitag und Montag deutlich höher getrieben hat? Es wirkt so, denn offizielle Nachrichten seitens des Unternehmens, die diese Rallye hätten unterfüttern können, gibt es nicht. Dieser Anstieg könnte also durchaus, womöglich durch den am vergangenen Freitag absolvierten Verfalltermin am Optionsmarkt befeuert, vor allem charttechnischer Natur sein. Was aber nicht heißt, dass sie zwingend verhungern müsste, denn steigende Kurse gebären Zuversicht. Und Zuversicht löst Käufe aus. Dieser Anstieg kann also allemal weitergehen – unter zwei Voraussetzungen:

Zum einen muss K+S die jetzt erreichte, charttechnische Widerstandszone überwinden. Zum anderen muss ein solches, wieder deutlich höheres Kursniveau relativ bald von „good news“ untermauert werden. Denn dass K+S unter die Supportzone 20,30/20,70 Euro rutschte, kam ja nicht grundlos. Die Quartalsbilanz zum 2. Quartal war enttäuschend, das mittelfristige Gewinnziel wurde kassiert, der erhoffte kapitalkräftige, neue Partner ist bislang nicht gefunden. Dass der Hedgefonds Elliott an K+S interessiert sei, hatte die Abwärtsbewegung Mitte August gestoppt – aber bislang kam keine Bestätigung dieses Gerüchts. Fazit:

Da sollte schon etwas Gutes nachkommen, denn bliebe es bei einer rein spekulativen, charttechnisch motivierten Rallye, wäre der Anstieg auf der Zeitachse begrenzt. Aber bis dahin kann noch allerhand nach oben gehen, Anschlusskäufe auftauchen … vorausgesetzt, dass K+S die jetzt erreichte Schlüsselzone bezwingt: Die Nackenlinie der im Sommer vollendeten Schulter-Kopf-Schulter-Formation bei 21,90 Euro und die 200-Tage-Linie bei 22,30 Euro. Zur Stunde scheint es zwar, als wolle K+S genau dort wieder abdrehen … aber der Tag ist noch lang!

 

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Machen Sie es besser – Wahl nur mit geringem Einfluss

Guten Tag liebe Anlegerinnen und Anleger

obwohl der diesjährige Wahlkampf der vielleicht langweiligste Wahlkampf in der Geschichte der Bundesrepublik ist, versuchen die Medien allerhand, um das Duell zwischen Schulz und Merkel zu etwas besonderem hoch zu stilisieren. TV-Duell, Fragerunde mit Bürgern und und und. Es werden alle Register gezogen. Eines ist klar:

Anleger hassen nichts so sehr wie die Unsicherheit. Und auch wenn der Wahlausgang und damit eine Fortsetzung der Großen Koalition „relativ“ klar ist, bleibt ein gewisses Restrisiko. Angesichts der positiven Saisonalität bestehen gute Chancen, dass die Märkte im Anschluss an die Bundestagswahl befreit nach oben durchstarten. Denn angesichts der unveränderten Geldschwemme und der fehlenden Anlagealternativen bieten Aktien unverändert die höchsten Renditen. Das heißt:

Nachdem die Wall Street ohnehin in Schlagdistanz zu den Allzeithochs notiert, kämpften sich zuletzt auch DAX & Co. wieder nach oben. Die kurzfristigen Abwärtstrends sind damit erst einmal vom Tisch. Derzeit sieht es ganz danach aus, als ob die Aktienmärkte tatsächlich mit Beginn des Winterhalbjahres eine neue Rallye einleiten werde.

Ihr

Nils Schröder

Chef-Redakteur Projekt: Börsenmillion

Über den Autor

Nils Schröder ist Börsianer durch und durch. Seit mittlerweile rund 15 Jahren beschäftigt sich Schröder mit den Entwicklungen an den Kapitalmärkten. Bei dem einzigartigen Projekt: Börsenmillion können alle Teilnehmer auf seinen erfolgserprobten Ansatz zurückgreifen, der herausragende Ergebnisse erwarten lässt.

Deutsche Bank: Verhungert die Mini-Rallye schon jetzt?

Es wird seit gefühlten Ewigkeiten restrukturiert bei der Deutschen Bank. Bisweilen muss der Kurs korrigiert werden, aber immer geht es nach Aussage des Vorstands voran. Nur … fertig scheint man irgendwie nie zu werden. Und die Ertragslage leidet, nicht zuletzt am zu niedrigen Zinsniveau, ein Problem, das die EZB wohl nicht so schnell beheben wird. Kann sich eine solche Aktie (ISIN: DE0005140008) in einem solchen Umfeld dauerhaft aus ihrem Abwärtstrend befreien? Man möchte es eher nicht vermuten, aber solange es keine neuen Bilanzdaten gibt, regiert die Charttechnik. Der Vorteil:

Man kann sich Vermutungen über mittelfristige Perspektiven sparen, sich mit seinem Trading eng an den Vorgaben des Charts orientieren. Der derzeit nicht wirklich gut aussieht. Richtig ist zwar, dass es Anfang letzter Woche zu einem Aufwärtsschub kam, der die Aktie wieder über die Widerstandszone 13,81/14,05 Euro trug. Richtig ist aber auch, dass der Kurs danach keine Anschlusskäufe sah, sondern auf der Stelle trat. In einem für Kursgewinne tauglichen Umfeld hätte da mehr kommen müssen. Und jetzt?

Jetzt rutscht die Deutsche Bank-Aktie auch noch wieder in diese Zone zurück … während der Benchmark-Index, der DAX, zulegt. Kein gutes Omen für die Bullen … und sollte die Aktie auch noch unter die derzeit bei 13,65 Euro verlaufende 20-Tage-Linie rutschen, wäre der Weg für das Bären-Lager wieder frei. Hier Long-Trades zu erwägen, wäre nur sinnvoll, wenn der Kurs jetzt, innerhalb der Zone 13,81/14,05 Euro, wieder Fahrt aufnimmt und das letzte Zwischenhoch bei 14,29 Euro auf Schlusskursbasis bezwingt. Was nicht auszuschließen ist, aber das Chartbild vermittelt einen Bias, der eher zu Gunsten der Bären spricht.

 

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Daimler: Sekt oder Selters? Die Schlüsselzone ist erreicht

Kaum sind Abgasproblematik und Kartellvorwürfe einige Tage aus den Schlagzeilen verschwunden, der teure Euro nicht mehr ganz so teuer und die kosten für die Anpassung an die E-Mobilität nicht in aller Munde, steigen die Aktien der Automobilhersteller wieder. Angefacht durch das, was um diese Jahreszeit immer wirkt: Die IAA, die Internationale Automobilausstellung. Neue Modelle, große Pläne, das zieht auch die Daimler-Aktie (ISIN: DE0007100000). Dass die neuen Modelle erst einmal einschlagen und die großen Pläne umgesetzt werden müssen, wird von vielen zumindest kurzfristig einfach mal ignoriert. Aber auf Dauer?

Da darf man jetzt gespannt sein. Denn was eine Aktie natürlich kurzfristig vor allem zieht, sind überwundene charttechnische Hürden. Solange die Kurse laufen, bleibt der Optimismus hoch, solange der Optimismus hoch bleibt, wird weiter gekauft – das perfekte Perpetuum Mobile, wie es scheint … zumindest solange, bis das bearishe Lager zum Gegenangriff übergeht oder alleine Gewinnmitnahmen den Kaufdruck ausbremsen bzw. überwiegen. Jetzt ist eine charttechnische Schlüsselzone erreicht, die noch einmal ordentlich Schub bringen kann, wenn sie überwunden wird – und die Rallye beenden würde, sollte Daimler hier deutlicher nach unten abdrehen.

Es geht um den Widerstandsbereich 66,10/66,50 Euro, der bereits seit fast einem Jahr immer wieder eine Wendemarke – in beide Richtungen – darstellte sowie die jetzt erreichte, knapp darüber bei 66,80 Euro verlaufende 200-Tage-Linie. Wenn es gelingen sollte, diesen wichtigen gleitenden Durchschnitt zurückzuerobern, wäre aus rein charttechnischer Sicht Luft in die Region um 69,50 Euro … im Fall starker Absatzzahlen für September sogar für mehr – aber bis zu diesen Zahlen vergehen noch drei Wochen. Sollte Daimler hier aber abgewiesen werden, was durchaus möglich wäre, weil wir heute noch die „Nachwehen“ des Verfalltermins vom Freitag sehen, ab morgen aber dieser die Kurse ziehende Aspekt vom Tisch ist, wäre es alles andere als überraschend, würde sich die Aktie sehr zügig wieder in Richtung der letzten Zwischentiefs bei 59 Euro orientieren!

 

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Nordex: Die Bären haben kassiert – kann die Aktie jetzt wieder steigen?

Ist es ein Zufall, dass das Plus, welches die Aktie des Windkraftanlagenherstellers Nordex (ISIN: DE000A0D6554) am Donnerstag erzielte, am Freitag komplett abverkauft wurde, der Kurs auf Tagestief und nahe mehrjähriger Tiefs aus dem Handel ging? Höchstwahrscheinlich nicht, denn am Freitag war „dreifacher Hexensabbat“, der Abrechnungstermin für Optionen und Futures an der Terminbörse. Und Nordex war, wie könnte es bei diesem Chartbild anders sein, einer der Kandidaten, bei dem die großen Akteure an der Terminbörse daran interessiert waren, dass diese Optionen so tief wie möglich abgerechnet wurden.

Warum da versucht wird, Extrempunkte anzusteuern, ist eine komplexe Thematik, mit der man dicke Bücher füllen könnte, daher eine extrem verkürzte Erklärung: Große Adressen am Terminmarkt gehören eher zu Options-Verkäufern, den sogenannten Stillhaltern. Für die ist es ideal, wenn so viele der von ihnen verkaufen Optionen wie möglich wertlos verfallen, sie also keinen Gewinn auszahlen müssen (bei Indizes) bzw. die Aktien (bei verkaufen Aktien Call-Optionen) nicht liefern müssen, sondern den Verkaufspreis der Optionen voll als Gewinn einstreichen können. Wenn ausreichend viele Options-Käufer in den letzten Wochen darauf gesetzt hatten, dass die Aktie steigt und daraufhin Calls gekauft haben, ist deren Anteil wahrscheinlich höher als der der umgehenden Puts. So gesehen bedeutet ein Kurs „ganz unten“ für die Stillhalter ein perfektes Gewinn-Szenario.  Das mag manchem schon wie Chinesisch vorkommen, also zurück zur Aktie selbst:

 

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Gerne wird bei den Stillhaltern ein wenig nachgeholfen, denn die Marktmacht, sprich das Kapital, um hier zur Abrechnung ein perfektes Szenario zu generieren, indem man gezielt noch auf die Aktie drückt, haben sie. Jetzt stellt sich die Frage, ob Nordex noch weiteren Druck abbekommt, weil das Quartalsende und damit das sogenannte Window Dressing naht, bei dem die großen Fonds vor der Offenlegung ihrer Performance gerne noch die großen Verlierer im Depot reduzieren, um ihr Schaufenster für bestehende und potenzielle Kunden noch aufzupolieren. Aber das dürfte zu vermeiden sein, wenn die Aktie jetzt, von der Last des Verfalltermins befreit, schnell wieder anzieht.

Wenn es gelingt, das in Reichweite liegende, vorherige Jahrestief aus dem Juni bei 10,21 Euro zurückzuerobern, wäre schon sehr viel gewonnen. Zumindest auf der Trading-Ebene wäre Nordex dann wieder positiv zu sehen, wobei das aus mittelfristiger Sicht natürlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein wäre. Aber die Chance, dass dieser permanente Druck auf die Aktie jetzt nachlässt, ist gestiegen. Hier zuzugreifen, bevor man keine zurückeroberte Widerstandslinie als Beleg eines wieder wachsenden bullishen Lagers im Rücken hätte, wäre indes gewagt. Bislang hat Nordex nur eine Chance – genutzt werden muss sie erst noch!

 

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MediGene: Steht jetzt die nächste Kaufwelle an?

Die im TecDAX notierte Aktie der im Bereich der Immunonkologie arbeitenden MediGene (ISIN: DE000A1X3W00) war erst Anfang des Jahres wieder in den TecDAX aufgestiegen. Seither war der Kurs deutlich gefallen, bevor es Ende August plötzlich zu einer immens dynamischen Aufwärtsbewegung kam. 50 Prozent Anstieg binnen weniger Tage, das sieht man nicht alle Tage. Erst recht nicht, wenn es dazu keine unmittelbaren Nachrichten gibt. Wie ist das möglich?

Zunächst war wohl die Index-Überprüfung der Deutschen Börse ein Thema. MediGene wäre wieder aus dem TecDAX herausgefallen, weil das Umsatzvolumen zu gering war. Das änderte sich durch diese Kaufwelle schlagartig. Und schon mussten die hier investierenden Fonds die Aktie nicht verkaufen. Hinzu kommt die „Biotech-Manie“ der letzten Wochen. In den USA ging es los, hier ging es weiter: Auf einmal wollten alle Biotech-Aktien haben. Solche Kaufwellen gibt es in dieser Branche ab und an. Verkaufswellen aber auch. Und zuletzt hatte man MediGene im Auge, weil man hoffte, die in den USA Anfang des Monats gelaufene Fachkonferenz, auf der das Unternehmen seine T-Zellen-Therapieplattform vorstellte, könne die Basis dafür sein, dass sich große Konzerne für MediGene interessieren und eine kurstreibende Übernahme ins Haus steht. Doch alle drei Aspekte haben einen großen Haken:

 

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Sie sind vergänglich. Die Index-Überprüfung ist vorüber. Die Fachkonferenz ebenso, ohne dass es bislang Nachrichten gegeben hätte die andeuten, dass MediGene in Kürze unter die Haube kommt. Bleibt die allgemeine Kaufwelle der Biotech-Aktien. Die geht weiter, zumindest bislang. Aber wenn es am nötigen Unterbau einer solchen Hausse fehlt, endet sie eben trotzdem über kurz oder lang. Neue Jahreshochs bei MediGene sind damit zwar möglich, aber alles andere als sicher. Und da das Unternehmen weiterhin rote Zahlen schreibt, der Kurs also vor allem von einer positiven Anlegerstimmung abhängig ist, kann es, wenn es denn abwärts geht, ebenso schnell und weit nach unten gehen wie zuvor nach oben. Aber:

Wer hier Long ist, hat in den letzten Tagen einen klaren Ankerpunkt beschert bekommen, dessen Unterschreiten ein solches Durchsacken beschleunigen würde, wohin man also sinnvoll einen Stoppkurs legen könnte. Sie sehen im Chart, dass die 20-Tage-Linie jetzt mit der 200-Tage-Linie eine Kreuzunterstützung bildet. Genau dort, auf der 200-Tage-Linie, wurden die kräftigen Gewinnmitnahmen in der vergangenen Woche abgefangen, genau dort setzten wieder Käufe ein. Damit wird dieses Niveau um 11,60 Euro zur Schlüsselzone der Rallye: Fällt sie, hieße es nichts wie raus … aber solange sie hält, wäre man auf der Long Seite – wegen der Marktenge der Aktie aber unbedingt mit kleinem Kapitaleinsatz – noch richtig.

 

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Nasdaq 100: Erst nach dem Hexensabbat fällt die echte Entscheidung!

Je öfter man gegen eine Festung anrennt, desto höher wird die Wahrscheinlichkeit, dass die Verteidiger aufgeben. Beim technologielastigen US-Index Nasdaq 100, Heimat von Apple, amazon.com, Google, Facebook oder Netflix, ist das die runde Marke von 6.000 Punkten. Seit Juli klopft der Index immer wieder an, wobei die Abstände kürzer werden. Mittlerweile wird diese Marke nonstop belagert. Am Mittwoch gelang sogar ein Schlusskurs vier Punkte darüber. Doch die Anschlusskäufe wollen nicht kommen. Wird schon?

Kann sein, muss aber keineswegs. Denn es ist die Frage, ob hier große, Short investierte Adressen die 6.000 verteidigen oder aber einfach immer wieder Gewinne mitgenommen werden, sobald der Index sich dieser Linie nähert. Denn wäre letzteres der Fall, würde der Nasdaq 100 durchsacken, sobald Käufe, die womöglich speziell auf den heutigen großen Verfalltermin an der Terminbörse ausgerichtet waren, aufhören. Das heißt:

 

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Dieser Verfalltermin wird zum Schlüsselfaktor. Denn ist es dieser sogenannte „dreifache Hexensabbat“, der den Anstieg bremst – oder war es dieser Verfalltermin, der den Index erst erneut an die 6.000er-Linie gezogen hat? Die Positionen, die da abgerechnet und teilweise neu aufgestellt werden, sind so riesig und komplex und verteilen sich auf Futures und Optionen gleichermaßen, dass das unmöglich absehbar ist, solange dieses Ereignis nicht komplett über die Bühne ist. Wobei der Montag oft noch sogenannte „Nachwehen“ bringt, an denen noch Aktien eingedeckt werden müssen.

Ab Dienstag käme es dann aber spätestens zum Schwur. Und sollte es da nicht zu weiteren Käufen kommen, würde allen Akteuren glasklar: Nach oben ist der Weg steinig. Auch die kurzfristigen Trader würden das registrieren, ebenso die computergesteuerten Handelsprogramme. Und wenn die erstmal die Seiten wechseln, kann es sehr ungemütlich werden. Der Chart zeigt:

Die den Trend begleitende Dezember-Aufwärtstrendlinie ist mit 5.860 Punkten keineswegs weit entfernt, denn der Anstieg des Index hatte in den vergangenen Monaten an Schwung verloren. So gesehen wäre das eine Linie, die schnell getestet werden könnte – und fiele sie, wäre ein Test der 200-Tage-Linie bei knapp 5.500 Punkten alles, nur nicht überraschend. Ein Stopp Long knapp unter dem Aufwärtstrend wäre derzeit sicherlich kein Fehler …

 

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