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Deutsche Bank: Ist der Ruf erst ruiniert …

Eine Fehlbuchung kann mal vorkommen. Sollte es aber eigentlich bei einem großen Geldinstitut nicht. Und bei 28 Milliarden, die versehentlich auf die Reise gehen, erst recht nicht. Das ist tendenziell einen Tick mehr als diese „Peanuts“, die der Deutschen Bank (ISIN: DE0005140008) wohl für immer anhängen werden, obwohl der damalige Chef Breuer, der diese „Peanuts“ prägte, längst Geschichte ist. Das Problem für die Aktie ist dabei auch, dass nicht wenige vielleicht doch insgeheim ein wenig schadenfroh sind. So arrogant und großspurig, wie die „Deutsche“ früher daherkam, so klein sind die Brötchen, die sie heute backen muss. Und man zweifelt, dass selbst die kleinen Backwerke etwas werden.

Dieser erneute Chefwechsel hat keine Aufbruchsstimmung ausgelöst. Wie auch, wenn erst Jain und Fitschen hochgelobt werden und dann doch Cryan weichen mussten, der hochgelobt wurde und jetzt Blessing weichen muss … warum sollte dieser Ringelreihen auf einmal zu Ende sein – und das auch noch erfolgreich? Diese Frage steht nun einmal im Raum. Und selbst wenn Blessing durchstarten könnte, was diejenigen bezweifeln, die solche Patzer wie den mit den 28 Milliarden ebenso aufsaugen wie negative Statements wie die der jetzt weichenden IT-Chefin Hammonds, man würde es frühestens Richtung Herbst in den Quartalsbilanzen erahnen können. Bis dahin hätten die Bären theoretisch freie Bahn.

 

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Nun ist es oft so, dass intensive, vorbestehende Trends bis zu einem Verfalltermin an der Terminbörse – wie wir heute einen haben – weiterlaufen und dann die Chance für einen Richtungswechsel entsteht. Aber was diese Aktie angeht, ist die Frage, ob sich genug bullishe Akteure den steinigen Pfad nach oben antun werden. Bis hinauf zur 200-Tage-Linie bei 14,37 Euro wartet eine Charthürde nach der anderen. Und erst über der 200-Tage-Linie wäre wirklich ein Kaufsignal in der Charttechnik gegeben.

Auf der Unterseite aber versperrt derzeit nur die wacklig wirkende 20-Tage-Linie, die die Aktie zur Stunde erreicht hat, den Weg zum bisherigen Jahres-Verlaufstief von 10,82 Euro. Und der Stochastik-Indikator dreht auf hohem Niveau schon wieder nach unten. Was hieße: Long-Trades wären hier momentan ohne jeden charttechnischen Rückhalt, Short-Trades hätten den hingegen sehr wohl.

 

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Daimler: Welche Rolle spielt der Verfalltermin?

Nachher, um 17:30 Uhr, laufen die Aktienoptionen mit April-Laufzeit aus. Das hat sehr oft eine „trendverlängernde“ bzw. „trendintensivierende“ Wirkung. Bestehende Trends zu verlängern, maximiert den Gewinn derer, die Optionen verkauft haben und jetzt darauf hoffen, dass sie wertlos verfallen und sie so den Käufern keine Aktien liefern oder von ihnen Aktien annehmen müssen. Vor allem dann sind solche „Verlängerungen“ zu beobachten, wenn man zu Beginn der Phase seit dem letzten Abrechnungstermin (der war am 16. März) einen Schwenk bei der vorherrschenden Richtung des Kurses beobachten konnte und so viele Optionsbesitzer aufgrund überraschend ganz woanders als gedacht ins Options-Ziel laufenden Kursen auf dem falschen Fuß erwischt werden. Gilt das auch bei Daimler (ISIN: DE0007100000)?

Es könnte sein. Dass die Aktie nach dem Abschlag der Dividende am 6. April wie festgenagelt im Bereich 65/66 Euro hängen blieb, kann mit dieser Optionsabrechnung zusammenhängen. Natürlich wäre es auch möglich, dass diese Abrechnung die Aktie nur gestützt hat, die Unterstützung bei 64,54 Euro und damit das bisherige Jahres-Verlaufstief nach dem heutigen Options-Verfall bricht und die Aktie doch noch Richtung der Unterstützung bei 59 Euro abdriftet. Wenn man sich aber ansieht, dass die „Kollegen“ BMW und VW in den letzten zwei Wochen steigen, nur Daimler eben nicht, wäre die bullishe Variante derzeit die etwas wahrscheinlichere. D.h. die Variante, in der Daimler ab kommender Woche von der Kette gelassen wird und den beiden anderen Autobauern nach oben folgt. Sofern die nicht ausgerechnet dann nach unten kippen sollten. Aber:

Auch, wenn es in der Tat gut möglich ist, dass dieser heutige Options-Verfalltermin eine bremsende Rolle gespielt hat, wäre es ein Vabanque-Spiel, einfach auf einen Kursanstieg zu setzen, ohne dafür einen charttechnischen Beleg zu haben. Was hieße: Mindestvoraussetzung für ein kurzfristig bullishes Signal wäre ein Schlusskurs, der mit 66,50 Euro über der Handelsspanne der letzten zwei Wochen und über der 20-Tage-Linie läge. Für mehr als reines Trading wäre darüber hinaus der Break über die die 200-Tage-Linie mit einschließende Widerstandszone 67,60/67,85 Euro und die aktuell bei 68,30 Euro verlaufende Januar-Abwärtstrendlinie erforderlich.

 

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Siltronic: Es wird kritisch!

Schwache Quartalsergebnisse bei Taiwan Semiconductor sorgten am Donnerstag für Abgabedruck in der gesamten Halbleiterbranche – und bei ihren Zulieferern wie dem Wafer-Hersteller Siltronic (ISIN: DE000WAF3001). Auch heute steht die Aktie zur Mittagszeit unter Druck. Zwar wird da gerade der Dividendenabschlag eingepreist. Aber die Dividende betrug 2,50 Euro. Der Abschlag gegen 12 Uhr hingegen liegt bei 5,65 Euro. Nun ist es eigentlich Unsinn, die gesamte Branche wie sauer Bier zu verkaufen, nur, weil ein einziger Chiphersteller nicht so läuft wie gedacht. Aber aus dem Unsinn kann trotzdem ein negatives, charttechnisches Signal werden. Das bereits heute vollzogen wäre, sofern Siltronic nicht auf dem Absatz kehrtmacht und das aktuelle Minus tilgt. Sehen wir uns den Chart an:

Sie sehen, dass die Aktie eigentlich auf dem Weg war, sich wieder an das bisherige Rekordhoch von 160,55 Euro aus dem März heranzuschieben. Aber seit vergangenen Freitag läuft etwas schief. Da hatten wir einen Doji, gefolgt von einer roten Kerze. Eigentlich ein negativer „Evening Star“ in der Candlestick-Lehre. Aber der wäre erst gültig, wenn er unmittelbar danach durch eine weitere rote Kerze bestätigt würde. Die blieb aus, also verpuffte das Signal. Das Dumme ist: Es ist sofort ein neuer Evening Star entstanden. Und diesmal nicht mit einem Doji in der Mitte, sondern mit einem „Hanging Man“ am Mittwoch. Der deswegen schon für sich alleine ein Warnsignal ist, weil er indiziert, dass das bullishe Lager alles versucht, um negative Signale zu verhindern. Die Angst liegt also bei den Bullen – ein Grund, aufmerksam zu werden. Und dann kam am Donnerstag die lange rote Kerze. Ergebnis:

Der zweite „Evening Star“ in kurzer Zeit. Aber diesmal kommt die Bestätigung durch die heutigen, wie gesagt nicht allein durch den Dividendenabschlag zu rechtfertigenden Abschlag. Wenn der auch heute Abend zum Handelsende erhalten bleibt, hätten wir hier ein negatives Signal in der Candlestick-Lehre. Nun wird zwar oft vergessen, dass die „Signalreichweite“ bei den Candlestick-Formationen auf Tagesbasis nur drei, vier Tage beträgt. Aber da würde die Charttechnik übernehmen. Denn bliebe der Chartbild so, wie es zur Stunde ist, wäre Siltronic durch die zum Support gewordene Zone 141,30/145,40 Euro und die 20-Tage-Linie gerutscht … und würde die kurzfristig negative Indikation sogar auf eine mittelfristige Ebene tragen, sollte das Zwischentief von Anfang April bei 130,75 Euro unterboten und so ein Doppeltopp vollendet werden.

 

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Lufthansa: Diese Zone muss unbedingt halten!

Aus dem Überflieger ist genau zur Jahreswende eine lahme Ente geworden: Die Lufthansa-Aktie (ISIN: DE0008232125) macht derzeit nicht gerade viel her. Aber das könnte noch ganz anders laufen, sollte eine neuralgische charttechnische Zone brechen. Immerhin könnte man reichlich Argumente auf der bearishen Seite finden, wenn die Aktie erst einmal ins Trudeln gerät. Denn kippt der Kurs, kippt die Stimmung. Und kippt die Stimmung, wird vieles grau in grau gesehen, was vorher, in einer Hausse, keinen zu stören scheint. Geringeres Wachstum, eventuell Stagnation im Fall geopolitischer Störungen und steigende Treibstoffkosten – man könnte bearish denken, wenn man wollte. Aber:

Noch hätten die Bullen ihre Chance. Über 28 Euro wäre die Korrektur als ausgestanden anzusehen. Das ist zwar ein gutes Stück, was da nach oben fehlt. Aber falls die heute laufende Optionsabrechnung die Aktie zusätzlich gedrückt hat – wer weiß, vielleicht kommen die Bullen ab Montag zurück? Aber wenn nicht, wird es eng. Und die entscheidende Unterstützung liegt näher als die Hürde, die man für einen Befreiungsschlag überwinden müsste:

Sie sehen im Chart, dass die Kranich-Aktie mit ihrem bisherigen Jahrestief vom 4. April bei 24,70 Euro genau auf dem 50 Prozent-Retracement-Level der Rallye von August bis Dezember aufgesetzt hat. Eine ideale Basis, um eine Korrektur zu beenden. Aber eben auch eine Achillesferse. Anfang April lag da auch die 200-Tage-Linie. Die liegt derzeit mit 25,58 Euro etwas höher, aber die beiden Levels bleiben nah beieinander. Sollte diese Zone mit dem Bruch des bisherigen Tiefs fallen, wäre der Weg nach unten erst einmal frei – da sollte man in den kommenden Tagen genau hinsehen!

 

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12.000 Besucher auf der INVEST – Und für jeden was dabei!

Guten Tag liebe Anlegerinnen und Anleger,

am Wochenende ging wie immer im April Deutschland größte Anlegermesse – die Invest in Stuttgart – über die Bühne. Die Messe verzeichnete in diesem Jahr rund 12.000 Besucher. Und denen wurde einiges geboten:

Wie in jedem Jahr gab es neben einem Großaufgebot an Ständen auch zahlreiche Podiumsdiskussionen und Expertenrunden. Auch wir waren natürlich mit einem kleinen Team vor Ort und haben uns „unter‘s Volk“ gemischt, um unauffällig Eindrücke zu sammeln. Davon gab es reichlich. Denn für jede Börseneinschätzung gab es gewisse Vertreter. Die Meinungen reichten von „kleine Korrektur“ bis hin zu „Vorboten eines systemischen Schocks“. Damit konnte sich jeder Anleger passend zu seiner eigenen Börseneinschätzung den passenden Analysten raussuchen. Wie praktisch. Bitte, bitte:

Natürlich hat jeder von uns seine eigene subjektive Einschätzung zur Börsenentwicklung. Die spielt für den Anlageerfolg jedoch nur eine untergeordnete Rolle. Entscheidend – das wissen Sie natürlich längst – sind die großen Trends an den Märkten. Denn nur wer konsequent in Trendrichtung investiert, wird langfristig am Aktienmarkt Erfolg haben.

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Ihr

Nils Schröder

Chef-Redakteur Projekt: Börsenmillion

Über den Autor

Nils Schröder ist Börsianer durch und durch. Seit mittlerweile rund 15 Jahren beschäftigt sich Schröder mit den Entwicklungen an den Kapitalmärkten. Bei dem einzigartigen Projekt: Börsenmillion können alle Teilnehmer auf seinen erfolgserprobten Ansatz zurückgreifen, der herausragende Ergebnisse erwarten lässt.

Tesla: Bullen auf verlorenem Posten?

Goldman Sachs und Bernstein befürchten, dass Tesla (ISIN: US88160R1014) noch einmal weiteres, frisches Kapital braucht. Tesla-Chef Elon Musk dementierte umgehend via Twitter. Aber wer hat Recht? Dass das Unternehmen kurzzeitig die Produktion der kommenden „Cash Cow“ Model 3 einstellen musste, sei nicht problematisch, hieß es vom Unternehmen. Ein kleines Problem mit zu hoher Automatisierung, keine große Sache. Dennoch, die Anleger sind unruhig. Und dass der Staat Kalifornien Tesla wegen angeblich geschönter Unfallstatistiken und, wie es heißt, womöglich auch wegen der dortigen Arbeitsplatzbedingungen genauer ins Visier nehmen will, beruhigt auch nicht gerade.

Am 2. Mai werden die Ergebnisse zum ersten Quartal erwartet. Wie es mit Umsatz und Gewinn aussah, wird da sicher wichtig werden. Aber entscheidend ist: Ist man mit dem Model 3 wirklich noch im Plan? Bleibt es bei der Produktions-Prognose? Anfang April wurde schließlich gemeldet, dass die Produktion Ende März mit 2.020 Autos pro Woche klar unter der Prognose von 2.500 Fahrzeugen pro Woche lag. Es wird also nicht leicht, die Anleger nachhaltig optimistisch zu stimmen. Viele Analysten sehen bei Tesla dunkle Wolken aufziehen. Andere bleiben stur bullish. Die Kursziele reichen von 180 bis 470 US-Dollar – da ist also für Bullen wie Bären gleichermaßen alles dabei. Doch selbst, wenn die Zahlen des ersten Quartals Anfang Mai gut ausfallen – käme das für den Aktienkurs noch rechtzeitig?

Dazu müsste die Aktie sofort wieder über die Widerstandszone 287/304 US-Dollar hinaus. Die wurde nach ewig wirkendem Ringen Ende März nach unten durchschlagen. Dann aber war Tesla so schnell an das darunter wartende Kursziel von 240 US-Dollar gelaufen, dass die Aktie umgehend wieder nach oben federte. Zurück in die Zone 287/304. Aber eben nicht über sie hinaus. Da hängt der Kurs jetzt, rutscht aber gerade an ihr unteres Ende. Dort liegt zudem die 20-Tage-Linie, an die klammern sich die Bullen derzeit.  Aber die Markttechnik, hier im Chart der Stochastik-Oszillator, weist einen überkauften Zustand aus. Es wird also nicht leicht, diese Zone zu halten. Und auch das würde nicht viel helfen, denn der Kurs muss über sie hinaus, an und über die bei 331 US-Dollar wartende 200-Tage-Linie, um wieder auf festem Boden zu stehen. Ohne „good news“ wohl ein Unterfangen, bei dem nicht allzu viele Marktteilnehmer aktiv mithelfen wollen.

 

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SLM Solutions: Bodenbildung ja, aber Trendwende?

Der Hersteller von 3D-Metalldruckern SKLM Solutions (ISIN: DE000A111338) hatte in den letzten Monaten keine guten Nachrichten zu bieten. Schon im Herbst wurde die Prognose kassiert. Da hielt sich die Aktie zwar noch, aber die Versuche, den Abwärtsimpuls zu verhindern, scheiterten endgültig, als Anfang Februar die vorläufige 2017er-Bilanz auf den Tisch kam. Für 2018 erwartet das Unternehmen jetzt einen Umsatz, den man zuvor für 2017 avisiert, aber deutlich verfehlt hatte. Aus dem letztjährigen Verlust soll nun wieder ein Gewinn werden. Aber es wundert nicht, dass die Anleger nach den verfehlten Prognosen 2017 skeptisch sind.

Und ein Absturz von fast 50 Euro zu Jahresbeginn auf wenig über 30 Euro Anfang April ist keine Visitenkarte, die man beim Empfang für bullishe Aktien abgeben könnte. Ja, es ist erst einmal gelungen, den Abwärtsimpuls vor dem im August entstandenen 2017er-Tief bei 29,31 Euro abzufangen, als die Aktie erstmals darauf reagierte, dass die Entwicklung nicht nach Plan läuft. Aber das Chartbild macht den Weg zu einer echten, Vertrauen erweckenden Trendwende steinig. Sie sehen es im Chart:

An die erste Widerstandszone zwischen 34,60/35,90 Euro ist SLM Solutions jetzt herangelaufen, das ist schon mal gut. Aber die Aktie ist alleine durch diese kurzfristige Aufwärtsreaktion markttechnisch auf Tagesbasis schon leicht überkauft. Leicht wird es daher nicht, da hindurchzukommen. Und schon bei 37,57 Euro würde dann die 200-Tage-Linie als nächste Hürde fungieren, bevor es zwischen 39,45 bis 40,45 Euro an die nächste Widerstandszone geht. Sich durch all diese Widerstände durchzubeißen wird nicht ganz leicht fallen, es sei denn, SLM Solutions könnte im Zuge der am 9. Mai anstehenden Ergebnisse zum ersten Quartal mit wieder deutlich besseren Ergebnissen und Perspektiven aufwarten!

 

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Nordex: Die Bullen gehen es an – klappt es mit der Wende diesmal?

Erst hatte man im Rahmen der vorläufigen Zahlen zum Jahr 2017 vergebens auf eine Perspektive für 2018 gewartet, dann kam sie mit der endgültigen 2017er-Bilanz Ende März, fiel aber für manche Anleger enttäuschend aus: Nordex (ISIN: DE000A0D6554) hatte danach, wie so oft, eine Attacke der Bären zu verdauen, die die Aktie zeitweise sogar unter das 2017er-Tief bei 7,09 Euro drückte. Aber dann wendete sich das Blatt auf einmal. Die Aktie stieg noch schneller, als sie zuvor fiel – ein Indiz dafür, dass sich die sonst so allgegenwärtigen Leerverkäufer eilends in Deckung begaben. Warum?

Dass Nordex für 2018 nicht mit einem Gewinn rechnet und eine deutlichere Belebung des Marktumfelds erst übernächstes Jahr erwartet, war genauso ein Verkaufsargument der Bären gewesen wie der kommunizierte Entschluss, eigenständig zu bleiben, statt sich nach einem Fusionspartner umzusehen, mit dem zusammen man am Markt möglicherweise hätte stärker auftreten können. Aber dann kam Anfang April die Meldung über einen neuen Auftrag, der das Kopfschütteln der Anleger schlagartig beendete. Neue Aufträge laufen bei Nordex regelmäßig ein und werden ebenso regelmäßig kommuniziert. Aber der hatte andere Dimensionen: 47 neue Windturbinen in die Türkei nebst mehrjährigem Servicevertrag – das war schon eine „big figure“. Und schon kam der Glaube an eine durchaus zeitnah wieder profitable Zukunft des Unternehmens zurück – und die Käufer mit ihm. Klappt es also jetzt endlich mit der Wende?

Das ist möglich, aber nachdem man beim Break über die 20-Tage-Linie und die Widerstände bei 8,60, 9,10 und 9,36 Euro die Unterstützung der Rallye durch ausgelöste Stop Loss-Orders der Bären vermuten durfte, wird es jetzt schwieriger. Die 200-Tage-Linie ist nahe, wartet bei derzeit 9,78 Euro. An der müssten die Käufer vorbeikommen, denn das ist eine Charthürde, die gemeinhin aktiv vom Bären-Lager verteidigt wird. Gelingt das, wäre der Weg nach oben tatsächlich erst einmal frei. Dann, in der Tat, wäre die Chance da, das bisherige Jahreshoch bei 11,70 Euro anzugehen und mit dessen Überwinden eine große Trendwende in Form eines breit angelegten Doppeltiefs zu vollenden. Aber eben erst dann, dieser entscheidende Schritt über die 200-Tage-Linie muss dazu erst einmal gelingen.

 

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adidas: In Rücksetzer einsteigen?

Die Perspektive, die der Sportartikelhersteller adidas (ISIN: DE000A1EWWW0) Mitte März für das laufende Jahr ausgab, elektrisierte die Marktteilnehmer. Weiter steigende Umsätze bei einer sukzessive steigenden Marge, das klang grandios und führte dazu, dass adidas von den 169 Euro vor dem Zahlenwerk auf knapp über 215 Euro haussierte. Ein Anstieg von etwa 27 Prozent in ca. fünf Wochen auf einen Level, der deutlich über dem vorher geltenden Verlaufsrekord von 202 Euro liegt. Ist da noch Luft nach oben?

Die Analysten rechnen im Schnitt mit einem Gewinnanstieg von 23 Prozent im laufenden Jahr, 2019 soll dann ein Gewinnanstieg von 20 Prozent drin sein. Letzteres indes ist noch so weit entfernt, dass man das nicht als in Stein gemeißelt ansehen sollte … und vernünftigerweise selbst die 2018er-Gewinne nicht, immerhin bewegt sich adidas in einer äußerst volatilen, konjunktursensiblen Branche. Erst am 3. Mai stehen die Ergebnisse des ersten Quartals an, dann hätte man eine Orientierung, ob sich die Ziele des Unternehmens im Plan befinden. Wäre es so, wäre die Aktie mit einem Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV) von 26 auf aktuellem Niveau zwar nicht gerade ein Schnäppchen, aber im Vergleich zu den vergangenen Jahren nicht über Normalniveau bewertet. Aber:

Wer jetzt über den Einstieg nachdenkt, setzt ja nicht auf gehaltene Kurslevels, sondern auf weitere Gewinne. Und würde adidas Anfang Mai keine positive Überraschung zu bieten haben und dennoch höher laufen, würde die Rückschlaggefahr wegen des dann eben doch über die übliche Range hinaus laufenden KGV deutlich zunehmen. Fazit: Dieses Kursniveau ist nicht zu teuer, aber für den Neueinstieg oder Zukäufe wäre es günstiger, Geduld aufzubringen und auf einen Rücksetzer zu lauern. Zwischen 199 und 203 Euro findet sich eine solide wirkende Supportzone. Einen Pullback dorthin abzuwarten, um dann mit einem deutlich engeren Stoppkurs den Einstieg zu versuchen, wäre momentan der bessere Weg, sich bei adidas „einzukaufen“. Natürlich könnte ein solcher Rücksetzer auch ausbleiben. Aber dann wäre es doch besser, sich nach dem Motto „andere Mütter haben auch schöne Töchter“ woanders umzusehen.

 

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Deutsche Bank: Jetzt helfen nur noch Ergebnisse!

Die Zuversicht ist weg. Die Restrukturierung, dieses für die Anleger so passiv wirkende Hin und Her, hat bei der Deutschen Bank (ISIN: DE0005140000) einfach zu lange gedauert. Jetzt dürften nur doch harte Fakten überzeugen: Mehr Umsatz, mehr Gewinn. Der „Trainerwechsel“, weg von John Cryan, hin zu Christian Sewing, ist nichts, das an dieser Skepsis etwas ändern würde. immerhin hieß es auch, Cryan würde richten, was zuvor Jain und Fitschen nicht richten konnten. Die UBS senkte gestern ihr Kursziel von 16,30 auf 12,00 Euro. Und die Ratingagentur Standard & Poor’s hat die Aktie auf die Beobachtungsliste für eine schwächere Bonitätsbewertung gesetzt. Warum sollten also die Anleger beherzt zugreifen, wo die Experten zweifeln!

Der untenstehende Chart über die letzten sechs Monate zeigt, dass sich die Aktie bis Dezember besser als der in grün mit eingezeichnete DAX entwickelte, dann aber durchgereicht wurde. Sie fiel weit stärker als der Index und zieht bei dessen Erholung aktuell nicht recht mit. Der kurze Effekt des Führungswechsels ist bereits verpufft, wurde schon am ersten Tag nach Bekanntwerden der Maßnahme durch Gewinnmitnahmen geschmälert. Und bis hinauf zur derzeit bei 14,42 Euro verlaufenden 200-Tage-Linie liegen die charttechnischen Widerstände dicht an dicht: Der Weg nach oben ist steinig. Ist es ein Hoffnungsschimmer, dass es immerhin gelungen ist, die bei 11,54 Euro verlaufende 20-Tage-Linie knapp zurückzuerobern?

Es ist zumindest keiner, der bereits zum Einstieg einladen würde. Zumal die Anleger zu Recht auf die Ende Mai anstehende Hauptversammlung warten. Denn sie sehen auch im Aufsichtsrat Handlungsbedarf. Würde dort nicht ebenfalls eine Erneuerung stattfinden, würde man das äußerst negativ werten, lässt sich vermuten. Also? Also bleibt die Aktie derzeit nur etwas für Short-Trader. Würde der Kurs wieder unter dieser bei 11,54 Euro verlaufenden 20-Tage-Linie schließen, wäre er auch wieder kurzfristig „aktiv“ bearish … und das dürften sich die Bären dann wohl zunutze machen!

 

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