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Zalando: Jetzt ist es also passiert

Die am 6. November veröffentlichte Quartalsbilanz wirkte, als habe sich unter der Zalando-Aktie (ISIN: DE000ZAL1111) eine Falltür aufgetan. Die Aktie brach an diesem Tag heftig sein, versuchte sich danach an einer Stabilisierung und musste diesen Versuch aufgeben. Seit gestern wird erneut kräftig verkauft. Und das hat charttechnisch immense Bedeutung, denn:

Dadurch ist die langfristige Aufwärtstrendlinie gefallen. Die Linie, die um 31,20 Euro verläuft und die Aktie seit ihrem Debüt vor gut vier Jahren begleitet. Auch die vorherigen Zwischentiefs sind dahin. Der Weg nach unten wäre somit aus rein charttechnischer Sicht frei, erst im Bereich um 24 Euro würde sich wieder ein mittelfristig relevanter Support anbieten. Aber kann Zalando wirklich so weit fallen?

 

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Eigentlich hatte man für das dicke Minus des dritten Quartals das zu lange zu heiße Wetter verantwortlich gemacht, das dazu führte, dass die Kunden später ihre Herbstmode bestellten. Was hieße: Das könnte man ja jetzt aufholen. Aber es ist vor allem das Margenproblem, das auf die Kurse drückt: Zalando weist stetig wachsende Umsätze aus, verdient aber immer noch fast nichts. Und der Vorstand will, im Stil von amazon.com, vor allem das Wachstum fokussieren, nicht die Gewinnerzielung. Dass man die dann ins Auge fassen kann, wenn die Marktstellung stark genug ist, wäre zwar nachvollziehbar. Aber so mancher Anleger fragt sich, ob Zalando diesen Punkt wirklich erreichen und dann genug auf der Gewinnseite dabei herausspringen wird. Grundsätzlich könnte die Aktie jetzt, da der Optimismus dahin ist, also in der Tat weiter fallen, aber:

Man sollte das mit ein wenig Vorsicht betrachten. Denn auffällig ist schon, dass dieser erneute Druck, der Bruch dieser langfristigen Trendlinie, ausgerechnet so unmittelbar vor dem Abrechnungstermin für Aktien-Optionen heute um 17:30 Uhr entstanden ist. Das kann gezielt darauf ausgerichtet sein, was hieße: Es ist zumindest gut möglich, dass die Aktie Anfang kommender Woche eine Gegenbewegung nach oben zeigt. Das muss nicht so kommen, aber man sollte es angesichts dieses engen zeitlichen Zusammenhangs zum Verfalltermin am Optionsmarkt besser im Hinterkopf haben.

 

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Commerzbank: Böden können auch brechen …

Seit der am 8. November präsentierten Quartalsbilanz ist es um die Commerzbank-Aktie (ISIN: DE000CBK1001) auf der Nachrichtenseite eher ruhig geworden. Das einzige, was da herausstach, ist die Aussage des Deutsche Bank-CEOs Sewing, dass er seitens der Politik keinen Druck verspüre, was eine mögliche Übernahme der Commerzbank angeht. Das ist nicht gerade erfreulich, aber eigentlich wissen diejenigen, die bei der CoBank-Aktie auf eine solche Entwicklung spekulieren, dass das wenn, dann erst in ein, zwei Jahren angegangen werden könnte. Aber was den Kurs angeht, ist etwas anderes bemerkenswert:

Ohne neue Nachrichten tendiert die Aktie doch eher abwärts. Die Quartalsbilanz löste einen kurzen Hüpfer aus, nach dem Motto „es hätte doch schlimmer kommen können“, seither bröckelt der Kurs aber wieder ab, hat den Level, den die Aktie vor der Quartalsbilanz-Veröffentlichung hatte, bereits unterboten. Was daran erinnert: Böden können auch brechen.

 

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Es ist zwar richtig, dass sich bei der Aktie ein massiver Boden ausgebildet hat, nachdem es seit Juni gleich viermal gelang, den Kurs aus der Zone 7,91 zu 8,00 Euro wieder nach oben zu ziehen. Aber weiterhin reicht das nicht aus, um die Bullen wirklich nachhaltig zu mobilisieren. Der Boden wäre erst vollendet und damit trittfest, wenn die Commerzbank die daraus resultierende, darüber liegende Handelsspanne nah oben verlassen würde. Und das hieße: Schlusskurse über 10,05 Euro. Das ist weit weg. Der Boden wäre näher. Und …

… wie reizvoll wäre es für die Leerverkäufer, hier durchzubrechen. Immerhin kann man sich ausrechnen, dass da eine ganze Menge an Stop Loss-Verkaufsorders liegt, die allesamt im Fall eines klaren Breaks unter 7,91 Euro ausgelöst und den dann entstehenden Abwärtsimpuls noch intensivieren würden. Gut möglich also, dass man es versucht. Darauf zu wetten, wäre indes nicht ungefährlich, denn dass die Bären dann in einen solchen Selloff hinein eindecken und die meisten Akteure erneut auf dem falschen Fuß erwischen, indem sie dann umgehend dort Long gehen, wo alle anderen gerade aussteigen, wäre keineswegs untypisch und würde ein vermeintlich klares Short-Signal zur Bärenfalle machen, daher: Vorsicht!

 

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Siltronic: Aufwärtsdreh nach dem Verfalltermin?

Seit Monaten kommt es bei der Aktie des Wafer-Produzenten Siltronic (ISIN: DE000WAF3001) immer wieder zu Gegenbewegungen. Aber der übergeordnete Trend weist abwärts, die größeren Impulse finden sich auf der Unterseite. Dabei hat sich der Kurs in nur wenigen Monaten bereits halbiert – reicht das nicht langsam? Und könnte es sein, dass der heutige Abrechnungstermin am Optionsmarkt (Verfalltermin) die Aktie gezielt drückt und sie kommende Woche wieder kräftig anziehen könnte?

Es kann sein. Es muss aber nicht. Oft ist es so, dass die Abrechnung der Optionen dort abläuft, wo so viele Optionsbesitzer wie möglich auf dem Falschen Fuß erwischt werden. Denn die ganz großen Adressen am Terminmarkt sind meist vor allem Options-Verkäufer, „Stillhalter“ genannt. Die Bezeichnung passt, denn sie müssen stillhalten bis zur Abrechnung. Sie haben Optionen verkauft, sprich ausgegeben. Und jetzt müssen sie hoffen, dass so viele dieser verkauften Optionen wie möglich wertlos verfallen. Dann ist der Preis, den sie zuvor beim Verkauf eingenommen haben, Reingewinn. Wenn die Optionen aber einen Wert haben, müssen sie dafür geradestehen. Und das kann ggf. teuer werden. Da wird gerne versucht, die Aktie zu „steuern“, sie zu kaufen oder zu verkaufen, bis man aus der Gefahrenzone ist. Das klingt, als würde es den Aufwand nicht rechnen, aber das tut es sehr wohl. Immerhin geht es bei den Optionen um immense Hebel. Wer das Kapital hat und Millionenverluste drohen, der zieht die Aktie nur zu gerne da weg, wo es teuer würde. Selbst, wenn man damit ein paar Prozent Verlust in der Aktie machen würde (wobei dabei ja auch Gewinne entstehen können), es käme immer noch billiger, als von schiefliegenden Optionen überrollt zu werden. Aber was Siltronic angeht, sehen wir hier keine ungewöhnliche Entwicklung. Diese Abwärtsbewegung wirkt geordnet und trendkonform, nicht Terminmarkt-beeinflusst. So gesehen:

 

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Dass Siltronic ab Montag wie ein Phönix aus der Asche davonzieht, ist nicht unmöglich, aber das deutet sich zumindest im Chartbild nicht an. Und was den anderen Aspekt der Kurshalbierung angeht: Das ist schon wahr … aber wenn man sich überlegt, dass diese Aktie noch im September 2016, vor kaum mehr als zwei Jahren, noch unter 20 Euro zu haben war, wäre da allemal noch Luft nach unten, vorausgesetzt, die Argumente, mit denen Siltronic derzeit verkauft wird wie sauer Bier, bekommen langsam ihre Bestätigung in den Bilanzen des Unternehmens selbst bzw. in denen seiner Kunden, nämlich der Chiphersteller. Siltronics Gewinne sind nahezu explodiert, weil ein markanter Nachfrageüberhang dazu führte, dass man höchst stolze Preise für die Wafer verlangen konnte, was die Gewinnmarge massiv anhob. Fällt die wieder, weil eben dieser Nachfrageüberschuss verschwindet, kann der Gewinn dramatisch schnell durchsacken. Zum Vergleich:

Der Gewinn pro Aktie lag bei Siltronic 2016 bei 0,40 Euro pro Aktie. Für 2018 rechnet man mit etwa 12 Euro. Da hängt also sehr wohl ein äußerst scharfes Damoklesschwert über dem Kurs. Und solange der Trend abwärts weist, haben die Bären einen Vorteil: Niemand könnte beweisen, dass ihr Argument, ein bald markant sinkender Gewinn, nicht greifen wird. Es würde sich daher anbieten, erst dann darüber nachzudenken, hier einzusteigen bzw. In Derivaten Long zu gehen, wenn die beiden Linien, die diesen Abwärtstrend dominieren, bezwungen sind. Der Chart zeigt, worauf es ankommt: Die 20-Tage-Linie und die August-Abwärtstrendlinie stellen eine Art doppelten Leitstrahl der Abwärtsbewegung dar. Sie müssten bezwungen werden, vorher ist der Weg nach oben verbaut – und dazu müsste Siltronic derzeit über 85 Euro schließen – noch eine Menge Holz, das die Bullen da wegräumen müssten.

 

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Dialog Semiconductor: Gute Chancen nach Gap-Closing

Es ist schon eine ganz besondere Geschichte mit diesem Chiphersteller Dialog Semiconductor (ISIN: GB0059822006), der eine so enge Bindung an Apple aufweist. Als im Frühjahr 2017 erstmals laut nachgedacht wurde was wäre, wenn Apple – die das natürlich könnten wenn sie wollten – bald eigene Chips entwickeln und herstellen würde, wurde der Umstand, dass Apple Dialogs mit Abstand größter Kunde ist, zu einer Belastung. Als in diesem Sommer langsam deutlich wurde, dass aus diesem Gerücht nicht mehr wird als das, begann die Aktie wieder zu steigen. Und dann wurde auch noch gemeldet, dass Apple im Gegenteil eine engere Bindung anstrebt, einen Teil von Dialog Semiconductor übernimmt und die mit dem daraus erlösten Geld auch noch eigene Aktien zurückkaufen, als hätte man es dicke wie ein Großkonzern.

Seither wurde aus dem wandelnden Fallobst Dialog Semiconductor die starke, sich zwischen Ende Juni und Anfang November im Kurs verdoppelnde Dialog Semiconductor. Doch jetzt geht es schon wieder los, diese Sache mit Apple. Denn auf einmal ist die im Abwärtstrend. Es scheint, als sei dort das Wachstum in der Bredouille. Apple fällt. Und niemand würde sich wundern, wenn Dialog Semiconductor folgen würde. Aber das ist nicht der Fall, nicht in dem zu erwartenden Maße. Die Aktie hat zwar zuletzt einige äußerst schwache Tage gesehen, holt aber seit Dienstag fleißig wieder auf. Es scheint, die Bären hätten Dialog Semiconductor abgeschrieben, die Käufer können ohne Gegenwind agieren. Geht das so weiter?

 

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So sehr man es dieser gebeutelten Aktie auch gönnt, Vorsicht bleibt angezeigt. Denn die Chiphersteller an sich kommen auf wackligen Füßen daher. Viele Aktien dieser Branche und deren Zulieferer bewegen sich im Abwärtstrend. Wenn man sich Aktien wie Infineon, Siltronic oder Aixtron ansieht, wirkt es seit der zweiten Jahreshälfte, als wäre der Dialog-Chart versehentlich auf den Kopf gestellt worden. Diese Aktie wirkt wie der letzte bullishe Reiter. Es helfen die Charttechnik und der Eindruck, dass Dialog Semiconductor eben viel zu lange unterbewertet war. Aber wie lange?

Das ist nicht absehbar, daher: Ja, Dialog Semiconductor ist derzeit bullish unterwegs. Die Aktie hat jetzt das „Gap“, die Kurslücke, die Ende Oktober nach oben entstanden war, geschlossen und sofort wieder angezogen. Das ist fraglos positiv. Und 25,44 Euro, das Verlaufshoch vom Monatsbeginn, könnten da schon drin sein, womöglich schafft es der Kurs auch darüber hinaus. Aber erst, wenn die gesamte Chipbranche wieder nach oben drehen würde, wäre der Boden, auf dem sich das abspielt, hinreichend stabil, um hier nicht mit permanenter, erhöhter Wachsamkeit agieren zu müssen!

 

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Doppel-Tief oder nächste Welle? – Jetzt fällt die Entscheidung!

Guten Tag liebe Anlegerinnen und Anleger,

Die Aktienmärkte befinden sich weiterhin im Korrekturmodus. Die Erholung nach den unteren Wendepunkten Ende Oktober wurde in der vergangenen Woche beendet, womit die Technik und damit die Trends für den Rest des Jahres jetzt entschieden werden dürfte. Sie wissen:

Tragfähige Böden (also Umkehrformationen von Abwärts- in Aufwärtstrends) werden häufig durch zwei Tiefs auf einem ähnlichen Niveau oder durch einen Sell-Off (also einem Umkehrtag mit drehenden Kursen unter hohen Umsätzen) markiert. Bisher hat kaum ein Index eine der beiden Formationen ausgebildet. Die Tiefs aus dem Oktober entscheiden jetzt also darüber, ob die Kurse bis zum Jahreswechsel weiter in die Knie gehen oder ob es doch noch zu einer Jahresend-Rallye kommt. Wir bleiben bei unserer Einschätzung:

Langfristig sollten Sie solche Korrekturen immer als günstige Einstiegsgelegenheiten sehen, wie sie nur wenige Male in einem Jahrzehnt vorkommen. Falls Sie nicht schon zugegriffen haben, sollten Sie kurzfristig einen Teil Ihrer C(r)ash-Reserven einsetzen, um Ihr Aktiendepot aufzustocken. Solche Chancen bekommen Sie nicht oft!

Hier können Sie sich anmelden

Ihr

Nils Schröder

Chef-Redakteur Projekt: Börsenmillion

Über den Autor

Nils Schröder ist Börsianer durch und durch. Seit mittlerweile rund 15 Jahren beschäftigt sich Schröder mit den Entwicklungen an den Kapitalmärkten. Bei dem einzigartigen Projekt: Börsenmillion können alle Teilnehmer auf seinen erfolgserprobten Ansatz zurückgreifen, der herausragende Ergebnisse erwarten lässt.

Nemetschek: Oh, das wird jetzt knapp und knapper!

Das am 30. Oktober präsentierte Zahlenwerk für das dritte Quartal des Bau- und Ingenieursoftware-Spezialisten Nemetschek (ISIN: DE0006452907) konnte die Aktie nicht aus der charttechnischen Gefahrenzone heraus tragen. Damals nicht. Heute immer noch nicht, im Gegenteil: Es wird für die Bullen immer enger, denn jetzt ringt man unmittelbar mit der Linie, die auf keinen Fall fallen darf:

Mit der 200-Tage-Linie. Schon im Februar hatte die Aktie auf diesem wichtigen gleitenden Durchschnitt aufgesetzt – und sofort angezogen, einen kräftigen Aufwärtsimpuls generiert. Im Oktober gelang das erneut, siehe Chart. Aber im Gegensatz zum Jahresanfang konnte sich der Kurs nicht nachhaltig nach oben absetzen. Nemetschek war bereits Ende Oktober wieder in den Dunstkreis der 200-Tage-Linie zurückgekehrt. Und auf einmal war von den Käufern, die bis Ende September das Geschehen völlig dominierten, nichts mehr zu sehen? Warum?

 

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Weil seither der große Optimismus gegenüber allem aus dem Technologiesektor gekippt ist. Auf einmal sehen die Marktteilnehmer, was sie vorher einfach nicht sehen wollten: Eine hohe, dem Wachstum nicht entsprechende Bewertung der Aktie. Selbst auf dem derzeitigen Niveau ist das Kurs/Gewinn-Verhältnis der Aktie mehr als doppelt so hoch wie das Umsatz- und Gewinnwachstum. Das ist für ein Softwareunternehmen alles andere als billig. Also müssen die verbleibenden bullischen Trader ohne die Schar der Optimisten zusehen, wie sie sich gegen die zur Wehr setzen können, die hier auf eine Trading-Chance Short setzen und Nemetschek leer verkaufen. Sie sehen:

Das gelingt mehr schlecht als recht. Der Kurs war gestern schon durch die 200-Tage-Linie gerutscht, hielt sie zum Handelsende, versuchte heute, weiter nach oben zu laufen, wurde aber am frühen Nachmittag erst einmal wieder gestoppt. Nemetschek müsste klar über der 20-Tage-Linie bei derzeit 115 Euro schließen, denn an ihr wird der Kurs zuletzt immer wieder abgewiesen. Gelingt das nicht und fiele neben der 200-Tage-Linie bei aktuell 108,64 Euro auch noch das Selloff-Tief vom Oktober bei 104,10 Euro, hätten die Bären gewonnen. Dass die eher diffuse Supportzone im Bereich 99/101,50 Euro dann noch etwas würde ausrichten können, wäre zumindest fraglich.

 

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Nordex: Jetzt könnte sogar das Jahrestief fallen

Wir hatten am Dienstag berichtet: Die Quartalsbilanz des Windkraftanlagenherstellers Nordex (ISIN: DE000A0D6554) wurde vernichtend aufgenommen. Man hätte zwar eigentlich keine Wunder erwarten können. Aber dass die Aktie im Vorfeld des Zahlenwerks stetig und kräftig angezogen hatte, ließ vermuten, dass da doch so manche genau darauf gehofft hatten. Deren Enttäuschung und der Eindruck, freie Bahn zu haben, den die Ergebnisse bei den Bären hinterließen, führten zu einem heftigen Selloff. Den Bullen blieb nur noch eine kleine Chance:

 

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Sie hätten diese Flaggenformation, im Chart blau, verteidigen müssen. An deren unterem Ende hatte Nordex am Dienstag geschlossen. Käufe am Mittwoch hätten vielleicht das Ruder noch einmal herumreißen können. Aber Sie sehen es im Chart: Da mochte niemand die Hand aufhalten. Der Verkaufsdruck blieb, Nordex fiel aus der Flagge am Mittwoch klar nach unten heraus und rutscht heute erneut ab. Kursziel jetzt: Das Jahrestief 2017 bei 7,09 Euro und das bisherige Jahrestief 2018 bei 6,86 Euro. Das „bisherige“ Jahrestief, denn angesichts dieses heftigen Abgabedrucks ist es keineswegs ausgeschlossen, dass die Aktie durch diese Unterstützungen hindurch geht wie ein heißes Messer durch die Butter.

Zwar verwies Nordex auf eine Belebung des Geschäfts. Und die sehr starken, überzeugenden Auftragseingänge werden auch den Bären nicht entgangen sein. Aber solange es gelingt, die Käufer derart in Schach zu halten, greift dieser Silberstreif für das Geschäftsjahr 2019 einfach nicht. Man sollte im Hinterkopf behalten, dass das kommende Jahr für Nordex deutlich besser aussehen könnte. Aber jetzt würde man noch in ein fallendes Messer greifen. Die Aktie wäre auf dem aktuellen Niveau zwar grundsätzlich interessant. Aber das Risiko, dass sie in Kürze auf noch tieferem Niveau noch interessanter werden könnte, ist nicht zu unterschätzen.

 

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K+S: Nach magerer Bilanz – Gegenwehr wird abverkauft

Der Düngemittel- und Salz-Hersteller K+S (ISIN: DE000KSAG888) hatte im dritten Quartal zwar einen Umsatz erzielt, der deutlich über dem des Vorjahresquartals lag und auch die Prognosen der Analysten spürbar überbot. Aber beim Gewinn sah das schon ganz anders aus. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen halbierte sich gegenüber dem dritten Quartal 2017, der Nettogewinn fiel flach, da stand sogar ein Verlust zu Buche. Die Gewinnschätzung für das Gesamtjahr musste K+S nach unten korrigieren. 570 bis 630 Millionen könnten es jetzt sein, vorher hatte man 660 bis 740 Millionen angepeilt. Keine guten Nachrichten, zumal das Unternehmen darauf hinwies, dass es zu weiteren Produktionsausfällen im Bereich der Kali-Produktion kommen könne, wenn die ungewöhnliche Dürre weiter anhält.

Und doch, die Aktie stieg zunächst nach den Zahlen, nicht wenige wunderten sich da – zu Recht. Aber mittlerweile hat der Kurs abgedreht – was die „logischere“ Reaktion ist. Zwar verwiesen einige auf eine positive Perspektive bei den Kali-Preisen am Weltmarkt, aber das setzte sich nicht durch. Und jetzt, mit diesem Turnaround nach unten zur Mittagszeit, wird es für die Bären spannend:

 

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Die Aktie drehte, für das Bären-Lager ideal, fast genau an der im August entstandenen Abwärtstrendlinie wieder nach unten ab. Derzeit notiert der Kurs an der 20-Tage-Linie, die bei aktuell 16,80 Euro die einzige noch unter dem Kurs liegende Supportlinie darstellt. Die einzige … außer dem bisherigen Jahrestief bei 15,31 Euro, das K+S am 26. Oktober markiert hatte. Fällt diese 20-Tage-Linie zum heutigen Schlusskurs, wäre der Weg für die Bären an eben dieses bisherige 2018er-Tief wieder frei. Und das mit frischen Rückenwind durch diese recht ernüchternde Bilanz.

 

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Evotec: Das dürfte jetzt die „richtige“ Richtung sein!

Das war schon äußerst seltsam, was man am Dienstag bei der Aktie des deutschen Wirkstoff-Forschungsunternehmens Evotec (ISIN: DE0005664809) zu sehen bekam. Am Morgen kam die Quartalsbilanz. Und die fiel, wie man es auch erwarten durfte, tadellos aus. Die Perspektiven nicht minder. Es blieb dabei: Evotec ist auf dem Weg nach vorne. Und Probleme wie Handelskrieg, BrExit, der Italien/EU-Zwist, das sind für ein Biotechunternehmen wie dieses „Probleme anderer Leute“. Aber was passierte da mit der Aktie! Zuerst ging es folgerichtig höher, doch dann drehte der Kurs auf einmal scharf nach unten ab, versuchte sich zu erholen, fiel erneut. Am Ende des Tages stand ein sattes Minus. Aber Gründe für diesen Abverkauf fanden sich nicht.

Natürlich wäre es denkbar, dass Leerverkäufer versuchten, die Käufer in einem psychologisch besonders wirksamen Moment zu überrumpeln, zumal die Aktie am Vortag Fahrt nach unten aufgenommen hatte. Aber wenn es so war, ging es schief. Die Käufer kamen sofort am Mittwoch zurück. Dadurch gelang es, die Nackenlinie des Doppeltiefs, das im Oktober entstanden war, einigermaßen zu verteidigen und, wichtiger noch, die 20-Tage-Linie zu halten. Das wiederum führte dazu, dass …

 

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… das „seltsame“ Minus des Dienstags egalisiert wurde und eine weiße Kerze entstand, die knapp unter dem roten Kerzenkörper des Vortags begann und knapp über diesem endete: ein „bullish engulfing pattern“. Das negative Signal wurde also umgehend gekontert und führt heute zu Anschlusskäufen die, mit Blick auf die starke Quartalsbilanz, schon eher die „richtige“ Richtung darstellen. Sollte es jetzt gelingen, das bisherige Monats-Verlaufshoch bei 19,78 Euro zu überwinden, hätte die Aktie eine taugliche Chance, sich weiter in Richtung der nächsten Widerstandszone bei 20,86/21,20 Euro vorzuarbeiten.

 

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Daimler: Die Käufer kommen immer wieder, aber bringt das auch mal was?

Das ganze Jahr über läuft die Daimler-Aktie (ISIN: DE0007100000) schon im Abwärtstrend. Und trotzdem geben die Käufer nicht auf. Immer wieder versuchen sie, hier ein Schnäppchen zu machen weil man hofft, dass doch nun ganz bestimmt der Boden erreicht sei. Bislang lag man immer falsch, machte am Ende mit jedem Zukauf Verluste. Was unterstreicht wie wichtig es ist, erst dann zuzugreifen, wenn wichtige, normalerweise von den Bären verteidigte Hürden genommen wurden und so der Beleg da ist, dass der Gegendruck nachlässt. Dann kauft man zwar teurer und logischerweise nie am Tief. Aber man kauft mit höherer Sicherheit, mit der Chance, einen sinnvollen Stoppkurs platzieren zu können. Wer indes ins fallende Messer greift, erkennt bei Abwärtstrends wie diesen, dass „billig“ leicht noch viel billiger werden kann.

Aber irgendwann bekommen die Käufer natürlich Recht, denn die Börse ist nun einmal keine Einbahnstraße. Nach oben nicht, nach unten aber auch nicht. Wäre jetzt ein solcher Moment? Immerhin, das Chartbild suggeriert die Chance auf ein Doppeltief, dessen Vollendung zugleich noch den Ausbruch über die Mai-Abwärtstrendlinie bedeuten würde. Und das Kursziel, das man sich auf der Short-Seite hätte setzen können, nämlich das 2016er-Jahrestief bei 50,83 Euro, wurde ja zeitweise sogar schon unterboten. Stimmt alles, aber:

 

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Jedes Mal, wenn irgendwelche US-Regierungsmitglieder oder –Berater verkünden, man sei ganz prima unterwegs mit den Gesprächen mit China und ein Deal im Handelskrieg nahe, krabbeln die deutschen Autoaktien wieder nach oben, weil man hofft, dass ein Deal mit China hieße, dass auch einer mit der EU gelingt und die US-Strafzölle auf europäische Autos dann über den Status eines Schreckgespenstes nicht hinauskommen. Doch wie oft schon kamen aus Washington solche Sprüche! Und bislang war nie Substanz daran. Im Gegenteil: Man darf befürchten, dass das nicht mehr ist als heiße Luft, die die US-Unternehmen und die Anleger beruhigen soll. Und wenn es doch zu den Strafzöllen käme, Daimler dürfte einen ziemlichen Satz nach unten machen, denn gerade der Umstand, dass so verbissen gekauft wird, sobald sich irgendein Strohhalm zeigt, deutet an, dass das Worst Case-Szenario hier noch nicht eingepreist sein dürfte. Daher:

Wenn dieses mögliche Doppeltief vollendet wäre, wenn die Mai-Abwärtstrendlinie überboten wäre, wäre das aus rein charttechnischer Sicht bullish. Wenngleich mit Blick auf die in dichter Folge darüber wartenden, potenziellen Bremsmarken im Chart nur eine Trading-Chance. Aber dazu müsste die Aktie über 54,82 Euro schließen. Und bevor das nicht passiert ist, bleibt auch das, was wir gerade seinen, eine der so vielen Gegenbewegungen in einem weiterhin intakten Abwärtstrend!

 

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