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Deutsche Bank: Kriegen die Bullen jetzt die Kurve?

Die Bilanz des zweiten Quartals mag bei der Deutschen Bank (ISIN DE0005140008) positive Signale ausgesendet haben, aber derzeit geraten diese schon wieder in Vergessenheit. Denn dass der Gewinn zwischen April und Juni über den Analystenerwartungen ausfiel, dass man die Kostenziele im Griff zu haben glaubt, ist gut und schön. Aber sollte sich die bislang nur dezente Tendenz nachlassenden Wachstums in Europa verstetigen, ggf. durch eine Intensivierung des von den USA losgetretenen Handelskonflikts und/oder durch eine außer Kontrolle geratende Wirtschaft in der Türkei, wäre die Hoffnung, dass es mit Umsatz und Gewinn der deutschen Banken weiter vorangeht, erst einmal auf Eis gelegt. War das der Grund, weshalb die so bullish wirkende Entwicklung im Juli pünktlich zu Beginn des August in Verkaufsdruck überging?

Das war sicherlich ein Aspekt. Aber nicht der einzige. Das Ganze ist eher eine Kettenreaktion, an deren Ende, vorerst, der Abrechnungstermin für Optionen an der Terminbörse am vergangenen Freitag stand. Die Aktie hatte immerhin im Juli über 20 Prozent zugelegt – da waren Gewinnmitnahmen keine Überraschung. Das Problem war nur, dass am 10. August, genau im falschen Moment, eine Herabstufung der Aktie durch Morgan Stanley kam. Der Kurs war zuvor an die kurzfristige Aufwärtstrendlinie und die auf gleicher Höhe verlaufende 20-Tage-Linie herangelaufen. Durch diese „bad news“ brach dieser doppelte Leitstrahl. Den Gewinnmitnahmen folgten dadurch ausgelöste Stop Loss-Orders. Und das wiederum führte dazu, dass die Aktie zur Abrechnung der Optionen mit August-Laufzeit am vergangenen Freitag am unteren Ende der Handelsspanne seit der letzten Abrechnung des 20. Juli landete. Das erzeugte zusätzlichen Druck. Aber:

 

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Der durch die Terminbörse induzierte Druck wäre jetzt, nachdem dieser Abrechnungstermin über die Bühne ist, vom Tisch. Könnte man jetzt also wieder zugreifen? Immerhin hat die Markttechnik, hier im Chart eingeblendet der Stochastik-Oszillator, dadurch ihr Anfang August überkauftes Niveau in einen überverkauften Level verwandelt. Die Chance, dass sich die Aktie oberhalb der jetzt als Support dienenden, im Juli überwundenen Februar-Abwärtstrendlinie stabilisiert und nach oben dreht, ist da. Aber auch der Optimismus der Trader muss zurückkehren. Das wird maßgeblich davon abhängen, ob die für diese Woche angesetzten Gespräche zwischen den USA und China andeuten, dass die USA im Handelsstreit nicht mehr so aggressiv agieren, so dass Hoffnung besteht, dass der Kelch einer Strafzoll-Lawine an Europa vorübergeht. Eine sich beruhigende Lage in der Türkei wäre ebenso dienlich, den Investoren ihre momentanen Sorgen zu nehmen. Aber kommt es so?

Das ist noch offen, daher wäre es ratsam abzuwarten, ob es über die Verteidigung von Unterstützungen hinaus gelingt, Widerstände zu bezwingen. Also über Hürden zu laufen, die normalerweise von den Bären verteidigt würden. Ginge die Deutsche Bank-Aktie zumindest über die nächstgelegene Widerstandslinie in Form der 20-Tage-Linie bei 10,44 Euro, wäre das ein positives Signal, ein Indiz, dass da nach oben noch mehr drin wäre. Solange es sich hier aber um eine „unbewiesene“ Stabilisierung handelt, kann es jederzeit passieren, dass die Käufer die Chance, jetzt die Kurve zu kriegen, liegen lassen.

 

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MediGene: Vorsicht, Rallye!?

Ein Anstieg um 8,4 Prozent am frühen Nachmittag: Da kann man nicht meckern. Das katapultiert die MediGene-Aktie (ISIN DE000A1X3W00) an die Spitze der Gewinnerliste im TecDAX. Sucht man aber nach Meldungen, die diesen kräftigen Schub ausgelöst haben und/oder unterfüttern, sucht man vergebens. Ein Problem?

Nicht, wenn man diesen Kurssprung richtig einordnet. MediGene operiert in den roten Zahlen, der Umsatz ist derzeit deutlich niedriger als der Verlust. Das ist bei Biotech-Unternehmen nicht unbedingt außergewöhnlich, aber es erschwert die Bewertung. Ist die Aktie aktuell teuer oder im Gegenteil billig? Es ist kaum einzuordnen, denn gerade in dieser Branche kann der milliardenschwere Durchbruch um die Ecke warten – oder nie kommen. Kommt noch hinzu, dass es sich bei einer solchen Aktie um ein eher marktenges Papier handelt, bei dem größere Orders den Kurs stark bewegen, ist es meist nicht die Nachrichtenlage, die den Trend ausmacht. Es ist der Grad des Optimismus der Marktteilnehmer. Der wiederum ist bei einer dünnen Nachrichtendecke vor allem von der Charttechnik abhängig. Und genau darum geht es bei dieser Rallye der MediGene-Aktie auch. Sehen wir hin:

 

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Die am 7. August präsentierte Halbjahresbilanz war zwar nicht umwerfend, aber ermutigend genug, um Käufe auszulösen. Die trugen MediGene über die Charthürde bei 13,02 Euro. Am Kreuzwiderstand aus der Februar-Abwärtstrendlinie und der 200-Tage-Linie um 13,90/14,00 Euro blieb die Aufwärtsbewegung aber zunächst hängen. Die Aktie konsolidierte unter kräftigen Schwankungen und hätte leicht wieder unter dieses März-Tief bei 13,02 Euro zurückfallen können. Was vor allem deshalb ein markant bearishes Signal gewesen wäre, weil sich dieser Support mit der 20-Tage-Linie und der kurzfristigen Aufwärtstrendlinie zu einer markanten Kreuzunterstützung gemausert hatte. Diese Gefahr wurde heute erst einmal beseitigt:

Es waren entschlossene Käufe unter hohen Umsätzen (sehen Sie sich dazu die Umsätze an, die unten im Chart in rot mit eingeblendet sind), die für die Entscheidung sorgten. Wer hier zugriff, wusste um die Macht gezielter Käufe mit ausreichenden Umsätzen bei einer marktengen Aktie. Die im Markt liegenden Verkaufsorders wurden einfach „weggekauft“. Und da bei einem frischen bullishen Signal durch den jetzt überbotenen Kreuzwiderstand aus Februar-Abwärtstrendlinie und 200-Tage-Linie naturgemäß eher wenige Verkaufsorders aufkommen, wäre der Weg für die Aktie erst einmal frei. Die nächste markantere Widerstandszone wartet erst im Bereich um 16 Euro. Aber es gilt festzuhalten: Das hier ist eine rein charttechnisch induzierte Rallye. Das heißt nicht, dass sie nicht trotzdem weit führen könnte, aber man muss eben wissen, dass ihr das fundamentale Fundament in Form bullisher Nachrichten fehlt.

 

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Evotec: Braucht die Aktie eine Pause … oder geht es einfach immer weiter?

Sollte man bei der seit Mitte Mai wieder so dynamisch davonziehenden Aktie des deutschen Wirkstoff-Forschungsunternehmens Evotec (ISIN DE0005664809) besser jetzt nicht mehr einsteigen. Und sollte man, sofern man mit von der Partie ist, ein wenig Geld vom Tisch nehmen, sprich Teilgewinne realisieren? In den letzten drei Monaten hatte Evotec in der Spitze 75 Prozent Kursgewinn gebracht. Das ist nicht gerade von Pappe. Da kann es doch nicht schaden, zumindest teilweise aus- und dann billiger wieder einzusteigen, oder?

Doch, das könnte es. Nämlich, falls Evotec einfach weiter zulegt und man dann entweder mit einer kleineren Position leben muss oder teurer wieder einsteigt. Mit dem Risiko, dass es dann, wenn man wieder auf alte Positionsgröße aufgestockt hat, auf einmal doch zu der Korrektur kommt, auf die man mit seinen ersten Teilverkäufen gesetzt hatte. Denn Gewinnmitnahmen erfolgen in einem intakten Aufwärtstrend immer aus subjektiven Beweggründen. Was bedeutet: Nicht alle müssen die Lage so sehen wie Sie. Und wenn nur wenige oder gar keiner ihre Sicht teilen, dass die Aktie jetzt korrigieren wird, gehen der Trend weiter und die Gewinnmitnahmen schief. Daher:

 

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So verlockend es wäre, jetzt einen so ansehnlichen Gewinn mitzunehmen – der ja kaum weniger ansehnlich ist, wenn man nicht gerade am Mai-Tief eingestiegen ist, sondern z.B. den Anstieg über die 200-Tage-Linie abgewartet hat: Das muss nicht, kann aber daneben gehen, wenn es um die Frage geht, ob man bald darauf deutlich billiger wieder einsteigen könnte. Die Rahmenbedingungen für Evotec sind nach den neu geschlossenen Kooperationen mit Sanofi und Celgene sehr gut, die Halbjahresbilanz glänzt mit einer zunehmenden Umsatz- und Gewinndynamik im zweiten Quartal. Und bedenkt man, dass Evotec im Vergleich zum Branchenkollegen MorphoSys in diesem Jahr mindestens fünf Mal so viel Umsatz machen dürfte, schwarze Zahlen schreibt und MorphoSys nicht, der Kurs der MorphoSys-Aktie aber fünf Mal höher liegt, wird deutlich, was hier alles möglich wäre. Auch, wenn man da zumindest ein wenig Äpfel mit Birnen vergleicht.

Besser wäre es, sich Gewinnmitnahmen zu verkneifen, so lange zumindest kurzfristig wichtige charttechnische Unterstützungen halten. Aktuell ist die hier entscheidende Unterstützungslinie das November-Hoch 2017 bei 19,82 Euro. Oberhalb dieser Linie konsolidiert Evotec momentan. Bräche sie, könnte man über kleinere Gewinnmitnahmen nachdenken. Aber sehen Sie sich den Chart in seiner Gesamtheit an: Ab der bei 14,95 Euro verlaufenden 200-Tage-Linie finden sich bei dieser Aktie bis hinauf an die derzeit bei 18,77 Euro zügig steigende 20-Tage-Linie zahlreiche Unterstützungen. Der Weg nach unten wäre kein leichter, es ist eher zweifelhaft, dass sich die Bären an diese Aktie in nächster Zeit herantrauen. Daher: Wer hier Aktien aus der Hand gibt, läuft in der Tat Gefahr, sie dann wider der eigenen Erwartungen nicht billiger, sondern teurer zurückkaufen zu müssen.

 

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Dialog Semiconductor: Genau am richtigen Punkt gedreht

Im Moment tut sich zwar auf der Nachrichtenseite nichts beim Chiphersteller Dialog Semiconductor (ISIN GB0059822006), aber was Bullen und Bären wissen müssen, wissen sie fürs Erste: Ein Abspringen von Apple als Großkunde zeichnet sich weiterhin nicht ab und das Wachstum beim Halbleiter-Hersteller läuft weiterhin nach Plan. Und man weiß noch etwas anderes: Derjenige, der vor knapp anderthalb Jahren dafür sorgte, dass eine Art Massenpanik bei der Aktie ausbrach, nur, weil er laut darüber nachdachte, dass Apple bald eigene Chips entwickeln und herstellen könnte, ist derzeit der Ansicht, dass die Aktie unterbewertet ist. Das war, mehr noch als die Quartalsbilanz, Auslöser einer Rallye.

Wer vorher stur davon ausging, dass Dialog Semiconductor unrettbar auf den Verlust seines entscheidenden Kunden Apple zusteuerte und gar nicht niedrig genug notieren kann, sah sich plötzlich massivem Kaufinteresse gegenüber. Die Bären mussten ihr Heil in der Flucht suchen. Und die Aktie vollendete mit dem Ausbruch über die Widerstandszone 16,50/17,05 Euro eine tadellose Bodenbildung. Doch am Widerstand bei 18,45 Euro kam sie nicht vorbei, drehte ab, setzte in die vorher überbotene, jetzt zum Support gewordene Zone 16,50/17,05 Euro zurück. Gefährlich, denn damit wurde die riesige Kurslücke von Anfang Juni geschlossen. Es hätte leicht weiter abwärts gehen, die Bären zurückkommen können.

 

 

Das Chartbild war umso brenzliger, weil von unten auch noch die kurzfristige Aufwärtstrendlinie und die 20-Tage-Linie als Rückgrat der Aufwärtsbewegung in diesen Bereich vorgestoßen waren. Unter 16,30 Euro wäre die Aktie auf einmal wieder bearish gewesen. Und bis auf 16,60 Euro war sie am Freitag schon zurückgekommen. Dementsprechend wichtig ist es, dass Dialog Semiconductor heute Vormittag anzieht, ganz oben in der Liste der TecDAX-Gewinner steht. Genau hier muss das Papier auf Käufer treffen, um bullish zu bleiben, genau im rechten Moment kommen sie auch. Gelänge es jetzt im zweiten Anlauf, über die Hürde bei 18,45 Euro hinaus zu gelangen, wäre ein Anlauf in die Zone um 21 Euro durchaus denkbar!

 

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K+S: Das wäre die Chance für einen Boden

Als K+S (ISIN DE000KSAG888) am Donnerstagabend, den 9. August mitteilte, wo das Unternehmen derzeit die Zielzone für das 2018er EBITDA (Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) sieht, quittierte das der Markt am Tag danach mit einem Kurseinbruch. Und das, obwohl man da einen Gewinnanstieg von 15 bis 25 Prozent gegenüber 2017 anpeilt. Grund: Man hatte mehr erwartet, weil die Analysten im Schnitt von 800 Millionen Euro ausgingen, K+S mit diesem Zielkorridor aber „nur“ zwischen 640 und 720 Millionen liegt. Nicht die Schuld des Unternehmens, schließlich hatte man bis dahin nur avisiert, dass man den Gewinn „deutlich steigern“ wolle. Und dass man überzogene Analystenprognosen vorsorglich korrigiert, ist nur vernünftig. Was die Anleger indes anders sahen. Das Kind lag im Brunnen … und fiel auch noch eine Etage tiefer, als die Quartalsbilanz am vergangenen Dienstag auf den Tisch kam. Wobei:

Die Zahlen waren durchaus im Rahmen dessen, was man kurz vorher als Gewinnziel ausgegeben hatte. Wie hätte es auch anders sein können. Trotzdem fiel die Aktie einfach weiter, durchbrach die Supportzone 20,30/20,60 Euro, sackte bis an das Tief vom November 2017 bei 18,91 Euro durch. Dort allerdings  sehen wir einen Stabilisierungsversuch, dieser Level konnte zum Wochenschluss gehalten werden. Aus marktechnischer Sicht ist der RSI-Indikator in der überverkauften Zone angekommen, was nicht allzu oft passiert. Charttechnisch hält – vorerst? – eine wichtige Unterstützung. Und was die Fundamentals angeht, hielt K+S ja nur die vorher zurecht gerückte Erwartung ein, bestätigte diese auch für den Rest des Geschäftsjahres.

 

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Warum die Aktie am Tag nach der Korrektur der überzogenen Analystenprognosen bei 21 Euro schloss, per Freitagabend mit 19,18 Euro aber noch einmal neun Prozent tiefer landete, ist rational eher nicht zu erklären. Man könnte sogar sagen, dass die im Zuge der Zahlen genannte, gegenüber Vorjahr niedrigere Gewinnmarge zwar grundsätzlich nicht erfreulich ist, es aber positiv zu werten wäre, dass es dennoch gelang, den Gewinn zu steigern. Zumal diese Marge bei Unternehmen, die im Rohstoffsektor agieren, keine fixe oder berechenbare Tendenz hat, das kann grundsätzlich im dritten und vierten Quartal schon wieder besser aussehen. Dass K+S auf dieser Supportlinie von 18,91 Euro einen Boden findet, wäre also denkbar. Aber:

Eine derart intensive Abwärtsdynamik zieht die Leerverkäufer, die „Bären“, natürlich an. Solange der Kurs nicht zwei, drei Tage im Plus schließt, ohne dass erneute Abgaben aufkommen, bleibt völlig offen, ob dieser potenzielle Boden auch wirklich einer wird. Immerhin haben wir in den letzten Monaten öfter gesehen, dass eigentlich längst überzogene Bewegungen, ob nun nach oben oder unten, bis zum Exzess weiter getrieben werden, weil sich kurzfristige Trader, die sich um ein „eigentlich günstig“ oder „eigentlich zu teuer“ in keiner Weise scheren, das bestehende Momentum nutzten, um diese Impulse immer weiter zu verlängern, daher: Vorsicht, K+S ist, aller Chancen zu Trotz, die sich da grundsätzlich auftun würden, ein „fallendes Messer“!

 

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Amazon: Warum hier nach oben immer noch Luft wäre

Tesla geht in den freien Fall über, Netflix und Facebook haben letzte Woche erneut nachgegeben … wer zuletzt die hohen Erwartungen der Investoren nicht erfüllen konnte, wird abgestraft. Profiteure: Apple und amazon.com (ISIN US0231351067). Denn da passen die Zahlen, da passt die Perspektive und da heben die Analysten weiterhin den Daumen. Und im Gegensatz zu Apple muss sich amazon.com nicht einmal auf die Stützräder eines gigantischen Aktienrückkaufprogramms verlassen.

Nachdem amazon.com Ende Juli im Zuge der Ergebnisse des zweiten Quartals meilenweit über den Gewinnprognosen der Analysten lag, überschlugen sich diese mit der Anhebung ihrer Kursziele. Und nahezu alle gingen dabei klar über die runde 2.000 US-Dollar-Marke. Aktuell hat sich der Schnitt der Kursziel-Prognosen damit auf knapp über 2.100 US-Dollar nach oben bewegt. Und dabei muss man bedenken, dass viele dieser Kursziele noch aus der Zeit vor dieser Quartalsbilanz von 26. Juli stammen. Von den 47 Analysten, die die Aktie beobachten, haben sagenhafte 41 ein „Kaufen-Rating“. Nun könnte man argwöhnen, dass es gerne schief zu gehen pflegt, wenn zu viele so eindeutig derselben Meinung sind. Dem Markt könnten die Käufer ausgehen – oder?

 

 

Natürlich kann die Amazon-Aktie auch mal kräftig zurücksetzen. Aber das tut sie ja auch bis jetzt schon, wie unser Chart der letzten sechs Monate zeigt. Dass es dennoch immer wieder etwas wird mit neuen Rekordhochs, liegt vor allem daran, dass das Unternehmen gezeigt hat, dass jetzt die Zeit der „Ernte“ begonnen hat. Die langen Jahre, in denen der Gewinn oft ausblieb, weil Amazon-CEO Jeff Bezos den Schwerpunkt auf die Festigung der Marktführerschaft gelegt und alles dort hinein investiert hatte, scheinen vorbei. Amazon expandiert zwar weiter. Aber es reicht dennoch, „nebenbei“ immer höhere Gewinne einzufahren.

Dass die Analystenprognose hinsichtlich des Umsatzes im zweiten Quartal verfehlt wurde, der Gewinn aber trotzdem das Doppelte dessen betrug, was die Experten im Schnitt vorhergesagt hatten, unterstreicht den Eindruck noch: Amazon ist jetzt auf die Überholspur ausgeschert. Und eine solche Perspektive stützt die Hausse, vor allem, wenn andere Publikumslieblinge der US-Anleger wie Netflix,  Facebook und Tesla ins Wanken geraten. Unbenommen jederzeit möglicher Rücksetzer bleibt hier das Fazit: Nach oben wäre immer noch Luft, so „teuer“ diese Aktie auch wirkt.

 

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Tesla: Jetzt könnte es erst so richtig ungemütlich werden!

Das hat gesessen: Die Tesla-Aktie (ISIN US88160R1014) hatte ja schon in der vorvergangenen Woche das Gros der „Musk-Tweet“-Rallye wieder abgegeben, aber in der vergangenen Woche kam noch einmal ein Minus von 50 US-Dollar oder gut 14 Prozent obendrauf. Der Chart zeigt: Die Anleger stimmen mit den Füßen ab, wenn es um die Frage geht, ob man noch der Ansicht ist, dass Tesla auf gutem Wege sei und CEO Elon Musk derjenige wäre, der das Unternehmen auf diesem Weg halten wird. Das derzeitig entscheidende Element ist die Sorge, dass Elon Musk mit dieser über Twitter verbreiteten Absichtserklärung, die Aktie von der Börse zu nehmen, zu „privatisieren“, dem Unternehmen nicht einen großen, womöglich sogar existenzbedrohenden Schaden zugefügt hat.

Die US-Börsenaufsicht SEC ermittelt. Wobei im Zuge dieser Information herauskam, dass die SEC offenbar schon länger genauer hinsieht, was sich da tut. Angeblich sollen erste Untersuchungen schon im vergangenen Jahr eingeleitet worden sein. Mögliche Strafen durch die SEC sind aber nur ein Aspekt, angeblich bereiten sich die Tesla-Anwälte auf Aktionärsklagen vor, die mit dem Aspekt der Privatisierung der Aktie an sich und/oder dessen überraschender Ankündigung mitten in den laufenden Börsenhandel hinein zusammenhängen können. Und das nächste Problem ist:

 

 

Elon Musk versprach in seiner Mitteilung, dass Tesla jedem Anleger, der seine Aktien nicht behalten wolle, wenn diese nicht mehr an der Börse handelbar sein würde, 420 US-Dollar pro Aktie bezahlen wolle. Er behauptet zwar, die Finanzierung dieses „Delisting“ der Aktie sei gesichert, aber dafür gibt es bislang keinen Beleg. Zudem scheint es, als wäre der Tesla-Verwaltungsrat wenn, dann nur kurz vor Musks „Tweet“ informiert und so überrumpelt worden. In der ersten Reaktion bleib die Aktie schon klar unterhalb dieser 420 US-Dollar, was, wir hatten berichtet, schon zur Vorsicht mahnte. Sie drehte bei 387 US-Dollar und damit knapp unter dem bisherigen Rekordhoch (389 US-Dollar, erreicht im September 2017) wieder ab. Und das Tempo des Abwärtsimpulses nimmt zu:

Dieser Chart auf Wochenbasis zeigt, dass der Kurs mit immenser Dynamik fällt, alleine am Freitag gab die Aktie knapp neun Prozent nach. Die 200-Tage-Linie, in diesem Chart als 40-Wochen-Linie in blau dargestellt, ist bereits gebrochen. Das nächste Kursziel ist die längerfristige Aufwärtstrendlinie bei derzeit 263 US-Dollar, darunter wäre dann das bisherige Jahres-Verlaufstief bei 244 US-Dollar ein charttechnisches Ziel. Noch halten sich die Analysten damit zurück, die Kursziele für die Aktie herunterzunehmen, die Situation ist einfach noch zu unklar. Aber wenn Tesla und vor allem der übermächtige Chef Elon Musk nicht in diesen Tagen mit absolut überzeugenden Fakten aufwarten können, werden die ersten, kräftigen Kursziel-Reduzierungen wohl nicht mehr lange auf sich warten lassen. Tesla war schon immer eine immens spannende, aber hochvolatile Aktie. Aber jetzt ist dieses Papier ein brandheißes Eisen!

 

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MorphoSys: Langsam wäre es mal gut mit der Korrektur

Bei Biotechnologieunternehmen brauchen die Investoren einen langen Atem. Es vergehen viele Jahre, bis aus kostenintensiver Forschung neue Wirkstoffe werden. Es vergehen erneut Jahre, bis sie die umfassenden Prozesse bis zur Zulassung durchlaufen haben. Und es dauert noch einmal Jahre, bis daraus dann die großen Gewinne fließen, auf die man als Anleger setzt. Und nicht wenige Unternehmen bleiben auf diesem langen Weg auf der Strecke. MorphoSys (ISIN DE00006632003) nicht. Dort scheint jetzt die Zeit der „Ernte“ zu beginnen.

Das wurde besonders deutlich, als MorphoSys im Juli meldete, dass man zusammen mit Galapagos einen Lizenzvertrag mit Novartis bezüglich MorphoSys‘ Wirkstoff MOR 106 unterschrieben habe, der dem Unternehmen über die kommenden Jahre immense Einnahmen bescheren dürfte. Die Aktie stieg daraufhin weiter, erreichte mit 124,90 Euro den höchsten Stand seit Februar 2000, als die der Kurs eine kurze Woche lang einmal höher, bis 148,13 Euro, geschossen war, bevor die damalige „Dot.com-Blase“ platzte. Und dann ging es auf einmal abwärts. Bemerkenswert, denn MorphoSys war weit vor Bekanntwerden dieses geldwerten Lizenzvertrags wie auf Schienen gestiegen … und kaum sind wirklich mal grandiose „good news“ da, werden Gewinne mitgenommen. Aber:

 

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Dass da dann einige nach dieser beeindruckenden Hausse der vorangegangenen Monate auch mal Kasse machten, was nur normal. Was ungewöhnlich ist, ist die Hartnäckigkeit der Abwärtsbewegung. Das indes liegt auch daran, dass dieser rapide Anstieg der Aktie zuvor keine charttechnischen Unterstützungen ausgebildet hatte. MorphoSys rutschte quasi durch charttechnisch luftleeren Raum. Aber jetzt könnte es langsam gut sein mit dieser Abwärtsbewegung, denn jetzt sind taugliche, markante Supportlinien nahe:

Der Kurs befindet sich bereits nahe an der Februar-Aufwärtstrendlinie bei aktuell 96 Euro. Das wäre eine mögliche Haltelinie. Noch massiver ist der Bereich 87,00/88,50 Euro, wo sich das markante Zwischenhoch vom Dezember 2014, die Zwischenhochs zwischen Januar und April sowie die 200-Tage-Linie zu einer äußerst tragfähig wirkenden Auffangzone zusammenballen. Sollte MorphoSys in diesen Bereich vordringen, wäre das eine Konstellation, um schon einmal die Bullenhörner aus der Mottenkiste zu kramen …

 

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Siltronic: Eigentlich wäre sie jetzt günstig, aber ob die Bären das auch so sehen?

Derzeit haben Aktien der Halbleiterindustrie keinen allzu leichten Stand. Und damit stehen auch die Titel der Unternehmen unter Druck, die als Zulieferer fungieren. So wie der Wafer-Hersteller Siltronic (ISIN DE0000WAF3001). Und das, obwohl die Ergebnisse des zweiten Quartals, die Siltronic Ende Juli auf den Tisch legte, tadellos waren und die Prognose sogar leicht angehoben wurde. Die Aktie war zwar, als sie im März mit 160,55 Euro ein Rekordhoch erreichte, ziemlich ambitioniert bewertet, was das Kurs/Gewinn-Verhältnis angeht. Aber zum einen notiert die Aktie heute weit niedriger, zum anderen ziehen Umsatz und Gewinn so an, dass man das aktuelle Niveau durchaus als lukrativ ansehen könnte, wenn die Gesamtsituation bleibt, wie sie ist. Aber genau das treibt die Investoren eben derzeit um:

Man weiß nicht, ob die dunklen Wolken, die am Horizont auftauchen, näher kommen und sich entladen werden oder nicht. Vor allem die aggressive US-Handelspolitik bedeutet Unsicherheit. Und nachdem Siltronic Anfang August ausgerechnet bei 154 Euro, an einer Charthürde, an der die Aktie zuvor mehrfach abdrehen musste, erneut nach unten schwenkte, haben die Bären diese Steilvorlage genutzt, um sich das Papier mal vorzuknöpfen.

Jetzt steuert der Kurs auf die Auffangzone 107,75 zu 113,45 Euro zu. Eine Zone, die, würde man nur die Entwicklung von Umsatz und Gewinn des Unternehmens betrachten, halten müsste. Aber wie gesagt: Das steht momentan im Hintergrund, Unsicherheit und das die Bären beflügelnde Abwärts-Momentum bestimmen das Geschehen. Was bedeutet: Diese Supportzone kann halten … aber sie muss es nicht. Das nächste Kursziel darunter läge bei 94,48 Euro – eine Verlockung für die Bären. In jedem Fall lohnt es, die Aktie jetzt engmaschig zu beobachten. Idel wäre, wenn Siltronic in die Supportzone 107,75/113,45 Euro eintaucht und von dort aus wieder nach oben hinausliefe. Dann hätte man hier eine Trading-Chance Long, bei der sich ein sinnvoll enger Stop Loss knapp unter diese Auffangzone legen ließe. Das werden spannende Tage!

 

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Aktienmarkt wird attraktiver – Fondsgebühren unter Druck!

Guten Tag liebe Anlegerinnen und Anleger,

gute Nachrichten für alle passiven Anleger, und die, die es noch werden wollen. Waren bisher Fondsgebühren von ein bis zwei Prozent pro Jahr plus Ausgabeaufschlag bisher ein echter Renditefresser, haben Indexfonds mit nahezu Null Gebühren auch die klassischen Fonds unter Druck gesetzt.

So bietet Fidelity in den USA jetzt erstmals Fonds ohne Gebühren an. Damit wird diese Anlageklasse attraktiver. Ich hoffe, dass das ein weiterer Baustein bei uns Deutschen zum Überdenken unserer Aktienphobie ist. Sie als aktive Anleger wissen ohnehin die Vorzüge der Aktienanlage zu schätzen. Renditen von rund neun Prozent (inklusive Dividenden) sucht seinesgleichen. Zusätzlich bieten die Märkte weitere Chancen. Konkret:

Die Aktienmärkte scheinen also wie so oft im Spätsommer doch noch einmal in die Knie zu gehen. Damit favorisieren die Börsen also die „klassische“ Variante, was uns in den nächsten Wochen neue Einstiegschancen eröffnen wird. Wir halten daher unsere Cash-Quote von rund 55% bereit, um diese in die Korrektur hinein weiter einzusetzen. Diese Anfangspositionen werden wir dann mit den im vierten Quartal steigenden Kursen verstärken, um so die Gewinne voll auszureizen.

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Ihr

Nils Schröder

Chef-Redakteur Projekt: Börsenmillion

Über den Autor

Nils Schröder ist Börsianer durch und durch. Seit mittlerweile rund 15 Jahren beschäftigt sich Schröder mit den Entwicklungen an den Kapitalmärkten. Bei dem einzigartigen Projekt: Börsenmillion können alle Teilnehmer auf seinen erfolgserprobten Ansatz zurückgreifen, der herausragende Ergebnisse erwarten lässt.