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RIB Software: Mit Microsoft im Rücken auf neue Rekorde?

Mit einer Rallye von 12,67 Prozent stellte die Aktie des Software-Entwicklers RIB Software (ISIN: DE000A0Z2XN6) am Freitag den klaren Tagessieger im TecDAX. Und der Auslöser für die Rallye hat durchaus „Pfeffer“: RIB Software kooperiert mit Microsoft, um die erste Cloud-Plattform für das Bauwesen zu entwickeln. Das wird zwar, so das Unternehmen, in diesem und im kommenden Jahr erst einmal etwas kosten. Aber natürlich sahen die Anleger nicht die logischerweise entstehenden Kosten, sondern die Perspektive dieses Projekts und griffen zu, als diese Nachricht am Mittag über die Ticker kam. Aber ein so schneller Anstieg um 12,67 Prozent ist nicht gerade wenig … und am Tageshoch hatte das Plus sogar um die 15 Prozent betragen … ist das nicht schon zu viel des Guten und somit keine Basis, um zuzugreifen?

Nicht unbedingt. Auf der einen Seite war dieser Anstieg auch charttechnisch bedeutsam, denn die Aktie war gerade auf dem Weg, die aus dem Rücksetzer der vergangenen Woche entstandene Aufwärtstrendlinie zu testen, jetzt sind im Gegenteil die 20-Tage-Linie und die untere Begrenzung eines nach rechts offenen Dreiecks (Trompeten-Formation) zurückerobert. Das ist schon mal gut. Richtig ist auf der anderen Seite, dass RIB Software dadurch bereits in den Widerstandsbereich der Zwischenhochs vom Januar zwischen 27,50 und 28,78 Euro (letzteres ist zugleich das Allzeithoch) gelaufen ist. Aber:

Dieses Projekt hat zwar das Risiko, dass andere vielleicht schneller sein könnten … aber mit RIB Software und Microsoft haben sich da schon die idealen Partner gefunden. Und die Perspektive ist es, was Investoren für eine Aktie begeistern kann. Mit dieser Cloud-Plattform für die Bauindustrie ist die eine sehr gute – eine ab jetzt optimistischere Bewertung der Aktie wäre also durchaus nachvollziehbar!

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Commerzbank: Kommt ein zweiter Abwärtsimpuls?

Die 2017er-Bilanz und die Perspektive für 2018 sorgten nicht gerade für Begeisterung, im Gegenteil, die Commerzbank-Aktie (ISIN: DE000CBK1001) stieg zwar als erste Reaktion, als die Daten am 8. Februar auf den Tisch kamen, wurde aber am selben Tag massiv abverkauft, schloss im Minus und sah am Folgetag Anschlussverkäufe. Das sah absolut nicht gut aus, aber mit dem Beginn der vergangenen Woche begannen die Rückkäufe. Also doch nur ein Ausrutscher? Ist der Weg nach oben wieder frei?

Nicht so, dass es überzeugend wirken würde. Positiv ist, dass der Kurs da an und im Verlauf dieser Woche auch wieder über die September-Aufwärtstrendlinie und die 20-Tage-Linie gestiegen war. Aber genau das steht mit dem heutigen Minus schon wieder zur Disposition. Und es fällt auf, dass der Schwung in dem Moment dahin war, als die Abrechnung der Optionen mit Februar-Laufzeit vergangenen Freitag erreicht war. Das erinnert an die US-Aktienmärkte, die seither vergleichbar volatil seitwärts laufen. Und:

Da der Anstieg der Anleihe-Renditen hierzulande erst einmal gestoppt ist, der den Banken ein besseres Wirtschaften ermöglichen würde und mit einer echten Zinswende in Europa ohnehin nicht zu rechnen ist … da die Zahlen nebst Perspektive jetzt auf dem Tisch liegen … und da sich die die Aktie seit Spätsommer immer wieder treibenden Übernahmegerüchte erst einmal erschöpft haben dürften, da den Gerüchteköchen die potenziellen Kandidaten ausgehen … kann es durchaus sein, dass ein zweiter Abwärtsimpuls ansteht, falls …

… die Aktie mit Schlusskursen unter 12,70 Euro deutlicher wieder aus der vorbestehenden, aufwärts weisenden Keilformation heraus und unter die 20-Tage-Linie rutschen würde. Was möglich ist, aber eben nur möglich. Dem vorgreifen, einfach auf Verdacht schon einmal Short gehen, das sollte man besser vermeiden. Denn sollte es gelingen, das Verlaufshoch dieser Woche, bei 13,15 Euro gelegen, zu überwinden, wäre die momentan wackelige Konstellation erst einmal wieder geheilt und der Weg nach oben  vorerst wieder geebnet. Dennoch: Das jetzt engmaschig zu beobachten, könnte sich lohnen.

 

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E.ON: Na also, es geht doch – jetzt steht die nächste Hürde an!

Der DAX stieg, E.ON (ISIN: DE000ENAG999) fiel. Es schien seit November nichts zu geben, das die Aktie des Energieversorgers wieder hätte in Marsch setzen können. Doch dann fiel auf, dass E.ON im Zuge des Kursrutsches Ende Januar/Anfang Februar relativ stabil blieb. Ob da doch nach und nach mehr Akteure einen Einstieg in E.ON als potenziellen, „sicherer Hafen“ in einem Umfeld eines den Export ausbremsenden Euro-Anstiegs und wackliger US-Börsen sehen? Es schien so, aber kaum startete die Gegenbewegung des Gesamtmarkts nach oben, blieb E.ON schon wieder zurück. Bis gestern.

Wir hatten im Wochenverlauf bereits darauf hingewiesen: Wenn die Aktie es schafft, die Unterstützungszone 7,99/8,23 Euro nach oben zu verlassen und damit zugleich die 20-Tage-Linie zu überwinden, an der sie zur Wochenmitte nach unten abdrehte, wäre der Weg an die übergeordnete Abwärtstrendlinie bei aktuell 8,60 Euro frei. Genau das passierte am Donnerstag, heute sehen wir Anschlusskäufe, die E.ON bereits nahe an eben diese Trendlinie getragen haben. Sollte diese Linie auch noch bezwungen werden, wäre der Weg bis in die Region um neun Euro frei. Konkret an die bei aktuell 9,02 Euro verlaufende 200-Tage-Linie und die darüber liegende Widerstandszone 9,11/9,17 Euro.

Der reguläre Termin für das Ergebnis des vierten Quartals wäre der 14. März. Das ist wichtig, weil das vierte Quartal zwar schon recht lange abgeschlossen ist, dann aber eine Perspektive für die kommenden Monate mitgeliefert werden dürfte. Und darauf warten die Anleger. Zuletzt vermeldete E.ON ja Wachstum in allen Segmenten auß0erhalb (natürlich) des Atomstroms. Aber wie wird sich das in Umsatz und Gewinn niederschlagen? Es ist nicht unmöglich, dass da im Vorfeld vorläufige Ergebnisse kommen – das muss aber nicht sein. Die Zahlen könnten die Aktie natürlich zurückwerfen, wenn sie nicht überzeugen – aber sie könnten E.ON auch zur Kursrakete machen, wenn positive Überraschungen auf den Tisch kommen. Fazit: E.ON ist kurzfristig wieder bullish – aber man sollte unbedingt mit konsequenten, nicht gar zu weit platzierten Stoppkursen arbeiten … für den „Fall der Fälle“.

 

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Aixtron: Diese Rallye sollte mit Vorsicht genossen werden!

Wir hatten uns die Aktie des Anlagenbauers und Halbleiterindustrie-Zulieferers Aixtron (ISIN: DE000A0WMPJ6) an dieser Stelle vor gerade einmal 48 Stunden zuletzt angesehen. Seither ist die Aktie um über zehn Prozent gestiegen. Die hartnäckige Widerstandszone zwischen 13,31 und 13,46 Euro wurde noch am Mittwoch genommen, heute startet die Aktie erneut durch, steht am Vormittag auf den ersten Plätzen der TecDAX-Gewinner. Aber wieso?

Weil die Deutsche Bank heute Früh das Kursziel für Aixtron mal eben von 12 auf 18 Euro angehoben hat. Das sind sportliche 50 Prozent. Und bislang hatte kein Analyst für Aixtron ein höheres Kursziel als 14 Euro. Das wäre ja nicht weiter verwunderlich, hätte Aixtron zuvor grandiose Ergebnisse für das vierte Quartal und eine Top-Perspektive für 2018 präsentiert, die klar machen würde, dass die Rückkehr in die Gewinnzone, die für dieses Jahr erwartet wird, deutlich und nachhaltig sein wird. Hat Aixtron aber nicht. Im Gegenteil: Diese Kursziel-Anhebung erfolgte zwei Handelstage VOR dem Termin, an dem die Ergebnisse erwartet werden, nämlich am kommenden Dienstag. Und da geht dann schon eine Augenbraue nach oben.

Würde man glauben, die Deutsche Bank hätte das Zahlenwerk netterweise schon vor allen anderen bekommen, wäre das a) extrem unwahrscheinlich und b) skandalös. Schließen wir das also aus, ist diese extreme Anhebung des Kursziels unmittelbar vor den Zahlen erfolgt, anhand derer sich ermessen ließe, ob es angebracht wäre, das Kursziel zu erhöhen. Schon bei SMA Solar war eine solche Aktion seitens der Deutschen Bank im November aufgefallen, als für diese Aktie das Kursziel erheblich angehoben wurde, kurz nachdem SMA solar überraschend die eigene Prognose kassiert hatte. Heute notiert SMA Solar deutlich tiefer. Dass es bei Aixtron anders, sprich besser ausgeht, wird sich erst am Dienstag herausstellen, daher:

Vorsicht, dieser Anstieg vor den Zahlen ist eine Hoffnungsrallye. Auch, wenn es bedeuten würde, im Fall herausragender Zahlen am Dienstag später teurer einsteigen zu müssen: Erstens liegt jetzt noch die Wendezone 15,09/15,20 Euro als charttechnischer Widerstand im Weg, zweitens wüsste man nach dem Dienstag, warum man einsteigt. Und man hätte das Risiko nicht, im Fall von Ergebnissen, die diese jetzt mit der Aktie natürlich gestiegenen Erwartungen nicht erfüllen, plötzlich vor einem massiven Minus in einer gerade erst eingesammelten Aktie zu stehen.

 

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Entwarnung oder weiter abwärts? – Jetzt fällt die Entscheidung

Guten Tag liebe Anlegerinnen und Anleger,

wie Sie wissen, lassen sich an der Börse systematische Gewinne nur in Trendbewegungen erzielen. Doch genau an solchen Trends fehlt es seit einigen Tagen. Dafür waren die Verwerfungen der vergangenen Wochen ganz einfach zu heftig. Erst der kräftige Absturz, dann die technische Erholung. Doch wie geht es nun weiter?

Aus charttechnischer Sicht war die Gegenbewegung auf die voran- gegangenen Verluste insbesondere im Deutschland zu schwach, um die Korrektur als einmaligen Ausrutscher abzutun. Das spricht gegen eine zügige Wiederaufnahme der Aufwärtstrends. Daher steigt die Wahrscheinlichkeit für weiter fallende Kurse in den kommenden Wochen und damit für Gewinnchancen auf der Baisse-Seite. Sie wissen:

Während in Aufwärtstrends das Gewinnpotenzial (theoretisch) unbegrenzt ist, die Gewinne aber langsamer sprudeln, verdienen wir in Korrekturen deutlich schneller. Wir stehen daher Gewehr bei Fuß, die nächsten Positionen aufzubauen. Allerdings lassen sich die Märkte Zeit mit klaren Signalen. Wir halten daher vorerst an unserer hohen Cash-Quote fest, werden aber umgehend aktiv, sobald die Märkte neue Trends einleiten.

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Ihr

Nils Schröder

Chef-Redakteur Projekt: Börsenmillion

Über den Autor

Nils Schröder ist Börsianer durch und durch. Seit mittlerweile rund 15 Jahren beschäftigt sich Schröder mit den Entwicklungen an den Kapitalmärkten. Bei dem einzigartigen Projekt: Börsenmillion können alle Teilnehmer auf seinen erfolgserprobten Ansatz zurückgreifen, der herausragende Ergebnisse erwarten lässt.

E.ON: Der Boden für die Wende wäre bereitet

Ende Januar meldete der Energieversorger E.ON (ISIN: DE000ENAG999) Wachstum in allen Bereichen, den Atomstrom natürlich ausgenommen. Die „heiße Kartoffel“ in Form der Kohlekraftwerke hat jetzt nach dem Verkauf der Tochter Uniper die finnische Fortum. Und auch, wenn viele Investitionen auf die Versorger zukommen: Das wusste man auch, als E.ON im November das 2017er-Jahreshoch bei 10,81 Euro erreicht hatte. Doch seither fällt die Aktie stetig. Sogar als der DAX insgesamt kräftig zulegte, war E.ON das Aschenputtel. Aber die Chance, dass sich das ändert, wäre jetzt gegeben.

E.ON hatte die Unterstützungszone 7,99/8,23 Euro nur kurz und knapp unterboten, das kann man durchaus noch als taugliche Verteidigung einstufen. Von deren unterem Ende aus ging es am Dienstag an die obere Begrenzung der Zone. Die wird derzeit durch die 20-Tage-Linie zu einem etwas hartnäckigeren Widerstand, entsprechend wurde der Kurs da zunächst noch abgewiesen. Damit wird dieser Bereich aber auch zu einem Trigger-Punkt: Würde er im zweiten Anlauf mit Closings über 8,25 Euro glaubwürdig deutlich überboten, wäre das eine kurzfristig bullishe Indikation.

Bis zu der deutlich markanteren Hürde in Form des November-Abwärtstrends bei derzeit 8,63 Euro wäre es dann zwar nicht gerade weit. Aber für einen spekulativen Long-Trade mit einem Stop Loss unterhalb des Zwischentiefs, das E.ON direkt vor einem Break über die aktuelle Hürde ausbilden würde, wäre das dennoch eine interessante Basis für eine Positionierung, die sich im Fall eines Ausbruchs über eben diese Abwärtstrendlinie ausbauen ließe. Aber: Erst müsste dieser Break über 8,23 Euro bzw. über die 20-Tage-Linie natürlich gelingen. Dem vorzugreifen wäre angesichts eines zunehmend wieder wackligen Gesamtmarkts nicht zu empfehlen.

 

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MediGene: Negative Divergenz mahnt zu größerer Vorsicht

Die gestern Morgen über die Nachrichtenticker gelaufene Meldung war ein wichtiger Schritt für das deutsche Biotech-Unternehmen MediGene (ISIN: DE000A1X3W00): Es erhält die Genehmigung, die 1. klinische Studie mit dem Wirkstoff MDG1011 zu vollziehen. Es handelt sich dabei um den Versuch, die menschlichen T-Zellen so zu beeinflussen, dass sie bestimmte Krebszellen selbständig erkennen und bekämpfen können. Sollte diese 1. klinische Phase erfolgreich verlaufen, müssten indes weitere folgen. Auch, wenn diese Nachricht bedeutet, dass MediGene auf einen Meilenstein zumarschiert: Bis er erreicht ist und aus diesem Therapieansatz Gewinne erwirtschaftet werden, dauert es noch lang. Kurzfristig ändert das aber trotzdem etwas zum Positiven:

Die Anleger haben etwas, woran sie ihren Optimismus unmittelbar binden können. MediGene agiert in der Verlustzone, da braucht es ab und an gute Nachrichten und darüber hinaus einen intakten Aufwärtstrend. Denn solange von Unternehmen nichts Neues kommt, übernimmt bei solchen volatilen Aktien die Charttechnik die Funktion des Wegweisers. Aber genau da sollte man jetzt genau hinsehen, denn:

Beim Relative Stärke-Indikator RSI ist eine negative Divergenz aufgetaucht, d.h. das gestern markierte, mehrjährige Hoch der Aktie wurde nicht durch ein neues Hoch des Indikators bestätigt. Das ist „nur“ ein Warnsignal, kein Verkaufssignal. Aber nach diesem jüngsten, massiven Aufwärtsimpuls wären Gewinnmitnahmen nicht überraschend, jetzt, da gute Nachrichten auf dem Tisch liegen und die daraus resultierenden Käufe vollzogen wurden. Und da MediGene eine marktenge Aktie ist, können solche Gewinnmitnahmen leicht markante Folgen für die Aktie haben. Als Orientierung für die Absicherung bestehender Positionen würde sich momentan de 20-Tage-Linie bei 16,82 Euro, im Chart dick hervorgehoben, anbieten. Denn die hat sich, vom kurzen Ausflug des Kurses im Zuge der Verkaufspanik des Gesamtmarkts am 6. Februar abgesehen, seit Mitte Januar als zuverlässiger Leitstrahl der Aufwärtsbewegung etabliert.

 

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Apple: Hochbrisanter Turnaround

Apple hatte im vierten Quartal weniger iPhones verlauft als die Analysten im Vorfeld angenommen hatten. Das drückte die Aktie Anfang Februar in einem ohnehin abwärts weisenden Umfeld. Bis Ende vergangener Woche erreichte die Aktie (ISIN: US0378331005), die im Vorfeld bis zu 30 US-Dollar vom am 18. Januar bei 180,10 US-Dollar markierten Verlaufsrekord korrigiert hatte, mit 173 US-Dollar auf einmal wieder ein beeindruckend hohes Niveau. Aber seither trübt sich das Chartbild wieder ein – und das nicht zu knapp.

Denn schon am Freitag, zur Abrechnung der Februar-Optionen an der Terminbörse, konnte Apple zeitweise noch über 173 US-Dollar liegende Kurse nicht halten. Und auch am Dienstag und Mittwoch (Montag war in den USA geschlossen) kam es jeweils nach zeitweiligen Gewinnen zu einem Schlusskurs im Minus – drei Intraday-Turnarounds nacheinander: Das ist selten und bezeichnend. Denn das erhärtet den Verdacht, dass diese Super-Rallye der Tage zuvor einen unmittelbaren Zusammenhang mit dieser Options-Abrechnung hatte. Es scheint, als hätten große Adressen am Terminmarkt hier  ebenso wie bei vielen anderen US-Aktien versucht, die Kurse mit aller Macht zur Abrechnung höher zu ziehen, um Schieflagen auszubügeln. Aber dieses Zugpferd ist jetzt eben ausgeschirrt – und schon scheitern Versuche, Apple noch höher zu tragen. Das sehen auch die Bären.

Gut möglich also, dass jetzt mehr Druck auf die Aktie kommt, dass nicht wenige den Eindruck bekommen, dass jetzt noch ein relativ gutes Kursniveau gegeben wäre, um Positionen abzubauen. Immerhin, bis zum Korrekturtief des 9. Februar bei 150,24 US-Dollar ist nicht viel Platz. Aber sollte Apple heute und morgen weiter an Boden verlieren, wäre der Weg dorthin womöglich schnell beschritten. Spätestens unter 160 US-Dollar, wenn dadurch die 200-Tage-Linie ein zweites Mal in kurzer Zeit unterboten würde, wäre mit einer Intensivierung des Abgabedrucks zu rechnen.

 

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ADVA Optical Networking: Die Zahlen sind da – und jetzt?

Vorhin kamen die Zahlen also: Das Ergebnis des Telekommunikationsinfrastruktur-Unternehmens ADVA Optical Networking (ISIN: DE0005103006) für das Jahr 2017 liegt auf dem Tisch, zugleich gibt ADVA eine Prognose für das laufende erste Quartal 2018. Allzu inspirierend sind die Zahlen nicht. Ein Umsatz, der 2017 etwa zehn Prozent unter dem des Jahres 2016 lag, ein Nettoergebnis in der Verlustzone. Andererseits: Damit war zu rechnen, nach dem schwachen zweiten Halbjahr. Und darauf hatte die Aktie mit ihrem Abstieg im Juli und August bereits reagiert. Interessanter war für die Anleger, wie ADVA ins neue Jahr gestartet ist.

Die Umsatzprognose von 115 bis 130 Millionen Euro bewegt sich im Rahmen einer Größenordnung, die man auch im dritten Quartal sah und mit der die Analysten gerechnet hatten. Die Frage wird sein, was dabei herausspringt. Der Margen-Avis von -1 bis +4 Prozent macht deutlich: Viel Gewinn wird man nicht erwirtschaften können. Aber auch das überrascht nicht, die Analysten rechneten schon im Vorfeld nur – im Schnitt – mit einem Gewinn um die drei Cent pro Aktie im laufenden Quartal. Kurz: Wirklich böse Überraschungen blieben aus, auch, wenn das Zahlenwerk zweifellos nicht gerade als gut bezeichnet werden kann. Aber:

Es reichte, um einen weiteren Abverkauf zu verhindern, zumindest, was die erste Reaktion am Markt angeht. Per 09:30 Uhr notierte ADVA nach anfänglichen, leichten Abschlägen nahezu unverändert. Wenngleich die ultra-kurzfristige Aufwärtstrendlinie schon am Mittwoch leicht unterboten wurde, bleibt der Kurs dadurch doch vorerst in Reichweite der entscheidenden Widerstandszone zwischen 6,39 und 6,96 Euro, deren Überwinden eine mittelfristig relevante Trendwende bedeuten würde. Aber zwischen Stabilisierung und Ausbruch nach oben liegt noch allerhand. Und ob diese Ergebnisse ausreichen, um ADVA über 6,96 Euro zu tragen, ist momentan noch fraglich. Bevor das nicht der Fall wäre, wären Long-Trades riskant. Aber als erstes Fazit ließe sich festhalten: Für Short-Trades war das Ergebnis nicht schwach genug, es sei denn, die Aktie würde heute noch deutlich an Boden verlieren und zumindest unter 5,90 Euro schließen.

 

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MorphoSys: Zu viel Skepsis?

In den kommenden zwei Wochen dürfte das Ergebnis des vierten Quartals für das deutsche Biotechunternehmen MorphoSys (ISIN: DE0006632003) eintrudeln. Mitsamt einem Ausblick auf das Jahr 2018. Im Vorfeld bröckelt die Aktie vor sich hin. Ist man da zu pessimistisch, was die Perspektive angeht? Oder drücken die Bären hier gezielt auf den Kurs, rein aus charttechnischer Sicht?

Beides dürfte zusammenspielen. Dass MorphoSys ausgerechnet zur Abrechnung der Optionen am vergangenen Freitag plötzlich kräftig anzog, dürfte genau mit dieser Abrechnung zusammengehangen haben. Danach war die Luft sofort wieder raus. Und dass die Aktie im Vorfeld weiter abrutschte, während der Gesamtmarkt eine Aufwärtsbewegung begonnen hatte, ist auffällig. Der Kurs konnte nur knapp über der bei aktuell 70,21 Euro verlaufenden 200-Tage-Linie abgefangen werden. Würde die nun doch noch brechen, wäre das ein immens bearishes Signal. Aber auch, wenn man darauf in Unkenntnis dessen, was da auf den Tisch kommt, nicht wetten sollte: Es bestünde die Chance, dass MorphoSys diese Schwäche ablegt, wenn die Zahlen erst einmal auf den Tisch kommen – sofern sie besser aussehen als das, was man seitens der Analysten derzeit vermutet. Denn da ist man durchaus nicht optimistisch:

Momentan geht man davon aus, dass 2018 weder der Verlust kleiner noch der Umsatz größer wird. Die Entwicklung von Wirkstoffen geht zwar voran. Aber es dauert eben Jahre, bis aus solchen Erfolgen wirklich Profite entstehen, der Weg zu tatsächlich eingesetzten Medikamenten, an denen MorphoSys dann seine Anteile erhält, ist ein langer. Aber gerade in einem solchen Bereich kann es immer wieder zu positiven Überraschungen kommen die deutlich machen würden, dass diese Phase des Geldsegens früher ansteht als vermutet. Daher:

Ja, die Aktie sieht derzeit bearish aus und sollte auch in der Tat noch nicht einfach eingesammelt werden. Aber sollte MorphoSys das letzte Zwischenhoch mit Schlusskursen über 78 Euro klar bezwingen, sähe das charttechnische Bild schon weit positiver aus. Und mit Kaufsignalen pflegt auch die Zuversicht der anderen Akteure zurückzukehren, daher: Hier sollte man immer mit einem Auge hinsehen!

 

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