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BILLIGES GELD: VOM KURSTREIBER ZUM ANGSTFAKTOR

Es war schon bemerkenswert, dass die Ankündigung der EZB im Januar, man könnte die bestehenden Stimuli in der nächsten Sitzung am 10. März ausweiten, nicht für eine nennenswerte Reaktion sorgte. Und auch die Wiederholung dieser Andeutungen in der vergangenen Woche durch EZB-Chef Draghi brachte die Bullen nicht in Wallung. Warum? Das hat doch vorher jahrelang funktioniert, die Anleger reagierten fast wie Roboter: Kaum winkte jemand mit der Notenpresse, schossen die Kurse am Aktienmarkt nach oben.

Der Grund dürfte in den überzogenen Erwartungen liegen, die nun enttäuscht wurden. Sehen Sie sich dazu mal den hier abgebildeten Chart an. Die erste Markierung (1) zeigt den Moment, als Mario Draghi im Oktober 2014 andeutete, dass man die damals schon laufenden Stützungskäufe am Anleihemarkt auch auf Staatsanleihen ausdehnen könne.

Das sorgte für eine sofortige Trendumkehr. Der DAX, zuvor noch im Sinkflug aufgrund der Sorgen, das Wachstum werde versiegen, drehte blitzschnell nach oben und stieg bis zum April 2015 fast um 50 Prozent. Das auch deswegen, weil die EZB diesen Schritt geschickt auf der Zeitachse streckte. Im Dezember wurde dann avisiert, dass man den Schritt im Januar beschließen könnte. Dies wurde dann auch getan, der Start der Käufe erfolgte aber erst zur nächsten Sitzung Anfang März (2). So wurde den Akteuren der Mund immer wässriger gemacht. Und je höher der DAX stieg, desto größer wurden die Erwartungen.

ZU GROSSE ERWARTUNGEN

Doch diese Staatsanleihekäufe erwiesen sich eben nicht als das erhoffte Allheilmittel. Schon kurz nach deren Start wurde beim DAX ein Allzeithoch markiert, aber dann ging es sukzessive bergab. Zunächst, weil plötzlich die Zinsen am deutschen Anleihemarkt wider Erwarten deutlich stiegen, statt zu fallen und der Euro stieg. Da zeigten die großen Spekulanten der EZB die Zähne und machten klar: Im Zweifelsfall bestimmen wir, wohin es geht. Später waren es die Wachstumssorgen bezüglich China, die den DAX drückten.

Im Oktober nun kamen erneut Andeutungen der EZB (3). Man werde die expansive Geldpolitik fortführen, weitere Maßnahmen werden erfolgen, wenn es nötig sei. Wie schon genau ein Jahr zuvor drehte der DAX daraufhin. Einige Marktteilnehmer witterten eine Kopie des Szenarios vom Oktober 2014, die Wende, womöglich neue Hochs. Doch Sie sehen im Chart, dass die Rallye diesmal weitaus kürzer und kleiner ausfiel. Anfang Dezember ging es erneut bergab. Zunächst, weil man enttäuscht war, dass die EZB das Volumen dieser Staatsanleihekäufe nicht, wie man dachte, bereits Anfang Dezember ausdehnte. Dann aber vor allem, weil man erkannte: Es hilft ja auch alles nichts.

Man weiß nun, dass die Zentralbank mit großer Wahrscheinlichkeit am 10. März weitere Schritte unternehmen wird – und trotzdem mag daraufhin niemand kaufen. Weil sich die Wirkung dieser Lockrufe verbraucht hat und die aktuellen Konjunkturdaten zeigen: So funktioniert es nicht. Ob die EZB also am 10. März (4) die Wende des DAX einläuten kann, ist angesichts dieser nun bei den Investoren tief sitzenden Zweifel fraglich … auch, wenn der März durchaus ein typischer „Wendemonat“ ist.

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