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Aktienmärkte und Realwirtschaft laufen nicht mehr synchron

Lieber Börsianer,

Wir erleben an den weltweiten Aktienmärkten derzeit eine interessante aber nicht ganz ungefährliche Situation. Während das Bruttoinlandsprodukt in vielen Ländern einbricht, feiern die Aktienmärkte neue Rekorde. Insbesondere Technologiewerte gehören zu den Gewinnern. Viele Technologieaktien koppeln sich von der Realwirtschaft ab.

Diese Gründe sprechen für eine Fortsetzung der Rallye

Die Corona-Krise hat alte Geschäftsmodelle ad absurdum geführt. Vor allem in Branchen, die vor der Krise ohnehin bereits Probleme hatten, sieht es düster aus. So stehen mittlerweile zahlreiche Einzelhändler vor den Trümmern ihrer Existenz. Der Einzelhandel rechnet allein in Deutschland mit 50.000 Geschäftsaufgaben in den nächsten Monaten. Dagegen profitieren die großen Online-Händler. Wer sich nicht frühzeitig ein zweites Standbein im Internet aufgebaut hat, wird es auch in Zukunft schwer haben.

Auch die Anzahl der Reisebüros wird sich in den kommenden Jahren noch einmal drastisch reduzieren. Online buchen gehört für viele Menschen mittlerweile zum Standard. Selbst für Kinos könnte sich die Krise als Sargnagel entpuppen. Immer mehr Kundengruppen entdecken gerade die Streaming-Angebote von Netflix, Amazon und Walt Disney.

Fest steht: Unser Leben wird sich auch nach der Krise verändern, und die großen Technologiekonzerne profitieren davon. Auch die Notenbanken tragen ihren Teil zur Börsenrallye bei. Denn ein Großteil des frischen Geldes fließt nicht an die kleinen Unternehmen, die es benötigen würden, um die Wirtschaft in Gang zu halten, indem sie Löhne, Gehälter, Mieten und Lieferanten bezahlen. Stattdessen fließt das Geld an die Börse. Und da kauft man eben das, was gerade noch am Aussichtsreichsten erscheint.

Die Bewertungen sind im Durchschnitt zu hoch

Die Kehrseite der Medaille sind zum Teil stattliche Bewertungen. Die Marktkapitalisierung von Apple beträgt mittlerweile gigantische 1,8 Billionen Euro. Damit ist Apple mehr wert als alle DAX-Konzerne zusammen. Ich kann Ihnen gerne mit noch einem Vergleich den Wahnsinn dieser für den Menschen unvorstellbaren Zahl vor Augen führen.

Nach Vorlage der Quartalszahlen am 30. Juli schoss die Apple-Aktie in die Höhe. Die Marktkapitalisierung erhöhte sich alleine an diesem einen Tag um rund 165 Milliarden Euro. Das ist so viel wie das wertvollste deutsche Unternehmen, SAP, insgesamt wert ist. Die Marktkapitalisierung von Apple entspricht fast 10% des Bruttoinlandsprodukts der Vereinigten Staaten. Zugegeben, Apple ist ein sehr wichtiges und wertvolles Unternehmen. Aber ist es wirklich so wertvoll wie ein Zehntel der gesamten USA?

Die Aktienindizes spiegeln nicht mehr das Bild der breiten Wirtschaft wider

Die Verzerrung macht auch vor den großen Aktienindizes nicht mehr Halt. Der S&P 500 vereint die 500 größten börsennotierten Unternehmen der USA und bildet deshalb die US-Wirtschaft normalerweise gut ab. Dem ist nicht mehr so. Da der Index nach Marktkapitalisierung gewichtet wird, stehen die fünf großen Technologiekonzerne Apple, Amazon, Alphabet (Google), Facebook und Microsoft mittlerweile für 23,6% des kompletten Index. Kursgewinne bei diesen Aktien haben deshalb einen viel größeren Einfluss auf den S&P 500 als die Kursverluste vieler kleiner Unternehmen der traditionellen Industrien. Das gilt es zu Bedenken, wenn man sich die Verfassung der Wirtschaft anhand von Aktienkursen ansehen will.

Der Virus muss weg, damit die Realwirtschaft endlich nachziehen kann

In meinen Diensten habe ich meine Leser bereits auf eine Zwischenkorrektur vorbereitet. So agieren wir derzeit eher neutral und kaufen nur noch ganz punktuell. Was die Börse braucht, ist klar. Dieser Virus muss endlich weg, er muss aus unserem Alltag, und er muss aus den Köpfen der Verbraucher und Unternehmer raus. Damit wir endlich wieder richtig in die Hände spucken können, damit die Realwirtschaft nachziehen kann, um die Bewertungen des Aktienmarktes zu rechtfertigen.

Mit freundlichen Grüßen,

Alexander von Parseval

Analyst und Vermögensberater

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