Aixtron: Am Montag noch einmal rauf – und dann abwärts?

Welche Rolle spielt der gerade laufende Verfalltermin am Optionsmarkt bei dieser Rallye der Aixtron-Aktie (ISIN: DE000A0WMPJ6)? Am kommenden Dienstag werden wir es abschätzen können. Dass er eine kurstreibende Rolle spielt, darf man vermuten, weil die Ende Februar präsentierten Perspektiven für das laufende Jahr zwar gut waren. Aber sie waren auch eher vage, könnten ebenso auf ein Überbieten wie ein Verfehlen der bis dato vorliegenden, durchschnittlichen Analystenprognosen hinauslaufen.

Das alleine wäre kein nachvollziehbares Argument, diese Aktie, die vor den Zahlen schon durch Vorkäufe durchgestartet war und am Tag der Veröffentlichung der Daten, am 27.2., noch einen weiteren Kurssprung vollzog, seither immer höher zu tragen. Ein Abrechnungstermin am Optionsmarkt wäre indes sehr wohl ein Argument, zumal diese Aktie nicht so große Umsätze aufweist, dass man sie nicht mit einem für große Adressen an der Terminbörse machbaren Kapitalaufwand durch die Decke tragen könnte. Mit welchem Ziel?

 

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Durch diese Rallye dürften nahezu alle Put-Optionen in den Depots der Anleger, die heute auslaufen, keinen Wert mehr haben. Dass da einiges im Umlauf ist, ist zu vermuten, denn es wäre nicht verwunderlich gewesen, wenn Aixtron statt dieser Rallye in der Widerstandszone um 15 Euro nach unten gedreht hätte … immerhin liegt das durchschnittliche Kursziel der Analysten auch jetzt, drei Wochen nach der Veröffentlichung der 2018er-Perspektive, bei nur knapp 12,50 Euro. Dass eine Aktie in einer volatilen Branche wie die der Halbleiterindustrie-Zulieferer angesichts dieser Perspektiven 50 Prozent über dem durchschnittlichen Analysen-Kursziel rangiert, ist schon mehr als ambitioniert. Aber was passiert jetzt durch diese Rallye in Bezug auf den Optionsmarkt?

Wer hier Put-Optionen hielte, hätte das Recht, dem Verkäufer (Stillhalter) dieser Optionen eine entsprechende Zahl an Aixtron-Aktien zum Basispreis der Option anzudienen. Das fällt durch diese Rallye wohl durch die Bank flach. Zumal Put-Optionen mit Basispreisen knapp über dem aktuellen Niveau noch vor ein, zwei Wochen tief im Geld lagen und daher so viel gekostet haben, dass sich das Abgeben der Aktien bis über 20 Euro hinaus kaum lohnen dürfte. Im Gegenzug mag mancher, der hier Calls verkauft hat und damit Aktien liefern müsste, im Vorfeld bei 16, 17 oder 18 Euro-Basispreisen gedacht haben, dass da niemand kommen und die Aktien einfordern würde, weil Aixtron bestimmt nicht so hoch läuft. Durchaus möglich, dass da einige Call-Stillhalter jetzt und vor allem auf den allerletzten Drücker am Montag noch Aktien am Markt kaufen müssen, um sie den Call-Besitzern liefern zu können. Aber:

Danach ist dieser Sogeffekt dahin – und die Aktie ist jetzt nicht nur markttechnisch überkauft, der im Chart eingeblendete RSI-Indikator weist auch noch ein Warnsignal in Form einer negativen Divergenz aus. Was hieße: Jetzt könnte man doch eher an Gewinnmitnahmen denken als an den Einstieg, denn wenn es hier zu einer Korrektur kommt, kann die allemal schnell an die 15 Euro-Zone führen.

 

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